Neuer Headcoach war NFL-Spieler

Neues Trainerteam für die Hildesheim Invaders!

15. Januar 2022, 12:54 Uhr

Foto: Katharina Hohenhoff

Die Hildesheim Invaders bringen für die Saison 2022 ein neues Trainerteam an den Start. 

Foto: Invaders Hildesheim

Neuer Headcoach ist der 64-jährige Kanadier Tom Cudney. Der ehemalige NFL-Spieler der Kansas City Chiefs und langjährige Trainer in der Canadian Football League hat einen Vertag bei den Invaders unterschrieben und wird in der ersten Märzwoche in Hildesheim eintreffen.

Als Spieler und Trainer hat der 64-jährige Tom Cudney im American Football so ziemlich alles erlebt. Nach einer erfolgreichen College-Football-Karriere in Kanada unterschreibt Cudney 1980 einen Vertrag als Receiver bei den Kansas City Chiefs in der National Football League NFL. Seine Profi-Karriere setzt er in Kanada, in der Canadian Football fort. Er spielt fortan für die namhaften Teams der Toronto Argonauts, die Winipeg Blue Bombers und die Hamilton Tigercats.
1983 startet er seine Coaching-Karriere und unterrichtet seinen Sport an nahmhaften Colleges in USA und Canada. 2016 führt ihn der Sport nach Schweden. Dort wird er Cheftrainer bei den Uppsala 86ers in Schweden. 2018 ist er Cheftrainer der GUC Eagles in Kairo. Nun kommt er nach Hildesheim.

Foto: Invaders Hildesheim

Zeitgleich starten zwei weitere neue Trainer mit Cudney an der Innerste und komplettieren das starke Team der Invaders: Carsten Weber wird als Defense Coordinator die Verteidigung verantworten. Der US-Amerikaner Jared Hilbers ist derzeit verantwortlich für die Defensive Quality Control an der Portland State University. Er wird Trainer der Offensive Line. Als ehemaliger Spieler auf höchstem Collegelevel an der University of Washington und in den NFL-Practice-Squads der New York Jets und Jacksonville Jaguars, verfügt der 24-Jährige über viel praktische Erfahrung und soll die schweren Jungs der Hildesheim Invaders in der German Football League 2 auf ein neues Level bringen.

Carsten Weber

Carsten Weber ist in Football-Deutschland kein Unbekannter, er kommt viel herum. Als Spieler startet er in Dortmund und Bochum, dann führt ihn der Weg unter anderem über Essen nach Paderborn in den GFL. Je zwei Saisons läuft Weber für die Hamburg Blue Devils und Schwäbisch Hall Unicorns auf. 2004 beendet er seine Karriere in Heidelberg. Parallel arbeitet Weber aber schon längst als Coach. Erst in Jugendteams, dann in Auswahlen und schließlich auch in der GFL: Stationen sind unter anderem die Stuttgart Scorpions, die Paderborn Dolphins und die Marburg Mercenaries. Nun kommt er nach Hildesheim. 

Ich freue mich sehr ein Teil der Invaders Familie werden zu dürfen und möchte meine Teil dazu beitragen, dass wir hoffentlich eine erfolgreiche Saison in 2022 spielen werden
Carsten Weber

Jares Hilbers

Foto: Invaders Hildesheim

Der 24-jährige US-Amerikaner hat deutsche Wurzeln. „Mein Großvater kommt aus Nürnberg“, sagt Hilbers, der erst vor rund einem Jahr seine Spielkarriere beendet hat, um sich auf eine Trainerkarriere zu konzentrieren. Er verbrachte vier Jahre als Stammspieler der Offensive Line an der University of Washington. Seinen Uni-Abschluss machte Hilbers im Fach Kommunikation. Im Jahr 2020 verbrachte der großgewachsene Athlet einige Zeit im Trainingsteam der NFL-Teams New York Jets und Jacksonville Jaguars. Dann schloss er sich als Trainer für Defense Quality Control der Portland State University an. Den Sommer verbringt er nun in Detuschland.

„Unser Trainerstab ist damit fast vollständig“, sagt Invaders-Manager Dominic Mai, der mit Jacob Adelman (Passverteidigung), Carsten Bode (Defense Line), Svenja Grabowsky (Linebacker), Reggie Bullock (Kraft- und Konditionstrainer, Running Backs), Nelson Hughes (Quarterbacks) und Pascal Michelis (Defense Assistant) eine starke und große Trainergruppe hat. „Wir sind sehr glücklich, dass wir mit Tom Cudney einen sehr erfahrenen Trainer für unser junges Team gewinnen konnten“, so Mai weiter. Cudney werde sich auch für die Wide Receivers der Hildesheim Invaders kümmern. Mai: „Als ehemaliger NFL-Receiver ist er dafür prädistiniert.“

Cudney, Hilbers und Weber stellten sich am Mittwoch in einem Teammeeting der Mannschaft vor und entfachten gleich eine Aufbruchsstimmung. „Wir gehen auf das Feld und müssen eine Siegermentalität entwickeln“, stachelte Cudney seine neue Mannschaft von den USA aus an. „Sehr wichtig für uns ist, dass Tom Cudney bereits Europa-Erfahrung hat und weiß, wie es ist, mit Ehrenämtlern und Spielern zu arbeiten, die nebenbei noch einer Arbeit nachgehen.“ Das Team nahm die positive und offene Art des neuen Cheftrainers sichtbar positiv auf. „Am liebsten wäre ich gleich aufs Trainingsfeld gelaufen“, sagte Safety Jacob Adelman nach dem Videomeeting.

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