GFL 2

Invaders verlieren harten Kampf in Paderborn in letzter Minute

25. Juli 2022, 08:49 Uhr

Foto: Hildesheim Invaders

Es war die erwartet harte Partie. Nach einem Schlagabtausch über vier Viertel hieß der Sieger am Ende Paderborn Dolphins. Beim Stand von 22:15 hatten die Hildesheim Invaders die Partie eigentlich im Griff und der Sieg war zum Greifen nah – doch eine Reihe von Fehlern im Schlussvierteil kostete die Mannschaft von Marcus Herford den Sieg. 28:22 stand es am Ende für die Hausherren, die damit in der Tabelle an den Invaders vorbeiziehen. Die Hildesheimer stehen nun auf Platz 3 der German Football League 2.

Die Verteidigungen beider Mannschaften schenkten sich von Beginn an nichts. In der Hitze des Paderborner Hermann-Löns-Stadions entwickelte sich am Sonntagnachmittag eine wahre Schlacht, in der beide Teams versuchten, den Gegner immer wieder aus der Reserve zu locken – und auch zu überraschen. Die Invaders wollten unbedingt das Laufspiel etablieren, die Dolphins wiederum hatten den Plan, ihr zuletzt strauchelndes Passspiel in Gang zu bekommen.

Letzteres gelang zunächst auch. Die Paderborn Dolphins waren mit ihrer Offensive besser im Spiel. Ein langer Drive, der immer wieder durch die starken Läufe der Runningbacks Chris Elliot und Darrel Tate neues Leben entfachte. 6:0 Stand es nach wenigen Minuten – die Paderborner legten eine blitzsaubere erste Serie hin und punkteten am Ende durch Elliot. Die Invaders hingegen, versuchten die Dolphins mit unkonventionellen Aufstellungen zu überraschen. Das Gelang auch kurz, aber Quarterback Nelson konnte einen dritten Versuch nicht verwerten. Somit gab Matti Probst per Punt den Ball an die Dolphins. Allerdings nur kurz: Chris Elliot ließ den Ball fallen, die Invaders konnten ihn sichern und wenige Momente später lief Runningback Jordan Grant zum ersten Mal in die Endzone. Kicker Jannis Weise traf im Gegensatz zu den Dolphins den Extrapunkt und die Hildesheimer gingen in Führung: 7:6.

Jetzt entwickelte sich die bereits beschriebene Defensiv-Schlacht, in der die Dolphins-Offensive immer wieder große Raumgewinne erzielte, ein Fieldgoal verschoss und insgesamt etwas besser in der Partie war als die Invaders. Aber die Hildesheimer waren es, die die Punkte erzielten. Matti Probst trug den Ball aus kurzer Distanz in die Endzone. Die Invaders gingen mit 14:6 in die Pause, weil Jannis Weise erneut den Extrapunkt sicher traf.

Das defensive Abtasten fand im punktelosen dritten Viertel seinen Höhepunkt, entlud sich aber in einem offenen Schlagabtausch im letzten Viertel. Ein starker Lauf von Darrel Tate brachte die Dolphins in eine gute Feldposition, Chris Elliot vollendete per Lauf. Eine Two-Point-Conversion brachte die Dolphins mit 15:14 in Front. Aber die Freude währte nur wenige Minuten: Jordan Grant sprintete beim Kickoff-Return über den gesamten Platz zum Touchdown. Ein Pass auf Matti Probst brachte zwei weitere Punkte und die 22:15-Führung.

Die Partie nun offen und spannend. Als der Hildesheimer Lennart Stukenborg in Paderborns Redzone den Ball verlor, witterten die Dolphins Morgenluft. Erneut war es der starke Darrel Tate, der sein Team über das Feld trug. Die Spannung in dieser Phase sehr hoch. Nach einem erfolgreichen vierten Versuch, punktete Paderborns Julian Hoffmann nach einem kurzen Pass von Quarterback Carlos Nieto und stellte den Ausgleich her. Die Invaders kamen mit rund 3:50 Minuten wieder in Ballbesitz. Doch der starke Jordan Grant wurde zur tragischen Figur. An der eigenen 35-Yard-Linie verlor er den Ball und brachte die Dolphins zurück ins Spiel – in guter Ausgangsposition. Darrel Tate tankte sich durch bis kurz vor die Endzone. 58 Sekunden vor Schluss erreichte der Amerikaner die Endzone. Jubel im Stadion, die Dolphins wieder in Front. Der Extrapunkt saß allerdings nicht – Hendrik Schröder kickte neben die Torstangen: 28:22.

Die Invaders steckten nicht auf – die Lautstärke im Herman-Löns-Stadion erreichte ihren Höhepunkt. Nelson Hughes fand zwei Mal Jordan Grant und dann Pieter Solf für First Downs. Mit 40 Sekunden auf der Uhr erreichte die Invaders Offensive die Hälfte der Paderborner. Aber eine Interception von Nelson Hughes beendete die Partie und die Hoffnungen der Invaders. Im letzten Viertel produzierten die Invaders zu viele Fehler, um als Sieger vom Platz gehen zu können.

Marcus Herford zu dem Spiel:

Wir hatten es in der Hand, aber konnten die Kontrolle nicht behalten. Wir haben zu viele Fehler in der entscheidenden Phase gemacht. Das dürfen wir uns gegen ein so starkes Team nicht erlauben. Jetzt konzentrieren wir uns auf Hamburg. 
Am kommenden Samstag erwarten die Invaders die Hamburg Huskies zum „Sparkasse Hildesheim-Goslar-Peine“-Spieltag auf dem Helios Field am Hildesheimer Philosophenweg. Kickoff ist um 16 Uhr, Einlass um 14 Uhr.

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