Am 3. Spieltag der Bezirksliga bleiben Borsum, Ahrbergen und Hasede weiterhin ohne Punkt. Giesen grüßt mit dem dritten Sieg in Folge weiter von der Spitze.

VfL Borsum – TuSpo Schliekum 1:2 (0:1).

Ein gebrauchter Nachmittag für den VfL Borsum. Gegen die TuSpo Schliekum setzte es auf eigenem Platz eine 1:2-Niederlage. Dabei machte sich der VfL die Aufgabe mit einigen einfachen Fehlern selbst schwer und fand offensiv über weite Strecken nicht die nötige Durchschlagskraft. Schliekum nutzte eine Standardsituation zur Führung. Nach einer Ecke wurde der Ball am ersten Pfosten verlängert, Aswin Gimber stand am zweiten Pfosten richtig und schob zum 0:1 ein (25.). Ansonsten spielte sich in den ersten 45 Minuten nur wenig Gefährliches vor den Toren ab. Mehr Bewegung kam nach dem Seitenwechsel in die Partie. Borsum versuchte offensiver aufzutreten, bekam die Gäste nun besser unter Druck. Der Ausgleich wollte allerdings nicht fallen. Stattdessen wurde Schliekum nach einem abgefälschten Schuss erneut gefährlich und erhöhte auf 0:2 (55.). Anschließend hatte der VfL zwar einige Möglichkeiten, doch vieles blieb Stückwerk. Jonathan Zimmer traf den Pfosten, Emil Helmke verfehlte per Kopf das Tor und mehrere Distanzversuche brachten ebenfalls keinen Erfolg. Hinzu kamen einige Unsauberheiten im letzten Drittel, die mehr Torgefahr verhinderten. Auch eine strittige Strafraumszene sorgte für Gesprächsstoff. Nach einem Foul an Zimmer zeigte der Linienrichter zunächst auf den Punkt, der Schiedsrichter überstimmte seinen Assistenten jedoch und entschied auf Schwalbe. Spät durfte Borsum dann doch noch einmal hoffen. Gianluca Schmidt zog ins Zentrum, ließ einen Gegenspieler stehen und zirkelte den Ball sehenswert zum 1:2 in den Winkel. Für eine komplette Wende kam der Treffer allerdings zu spät. „Es war eine verdiente Niederlage von uns heute“, musste VfL-Trainer Dustin Markgraf nach dem Abpfiff feststellen. So bleiben die Borsumer im zweiten Spiel weiterhin punktlos.

SCM Bodenwerder – SV RW Ahrbergen 2:1 (1:0).

Spannung bis zur letzten Aktion: Der SCM Bodenwerder hat den SV RW Ahrbergen in einer intensiven Partie mit 2:1 bezwungen. Dabei sah es zwischenzeitlich nach einer Punkteteilung aus, ehe die Gastgeber in allerletzter Sekunde den Sieg perfekt machten. Bodenwerder erwischte den besseren Start, hatte mehr Ballbesitz und fand immer wieder über gute Kombinationen den Weg nach vorne. Bereits in der 7. Minute wurde das belohnt: Tresor Nzibi brachte den SCM früh in Führung. Anschließend fehlte den Hausherren allerdings etwas die Konsequenz. Mehrfach boten sich Möglichkeiten, den zweiten Treffer nachzulegen.
Gerade nach dem Seitenwechsel kam Ahrbergen besser auf und erhöhte zunehmend das Risiko. Bodenwerder hatte dadurch zwar Räume für Konter, verpasste aber unter anderem zweimal bei nahezu leerem Tor die Entscheidung. Stattdessen kam Ahrbergen zum Ausgleich und machte die Begegnung wieder völlig offen. Felix Ernst traf für die Ahrbergener (80.). In der Folge entwickelte sich ein echter Schlagabtausch, bei dem beide Teams den Sieg suchten. Als sich bereits vieles auf ein Remis eingestellt hatte, fiel schließlich doch noch der entscheidende Treffer für Bodenwerder durch Maxim Schneider (90+5.).
„Es war schon schön, auf der anderen Seite aber auch nervenzerreißend, weil man vorher immer die Möglichkeit hat, den Sack zuzumachen. Das war dann am Ende eine Willensleistung. Ich bin froh, dass wir die drei Punkte mitgenommen haben“, sagte SCM-Trainer Alessandro Startari nach dem Abpfiff.

SV Türk Gücü Hildesheim – SC Harsum 1:2 (0:0).

Der SC Harsum hat dem SV Türk Gücü Hildesheim die erste Saisonniederlage zugefügt. Die Mannschaft von Trainer Florian Rutter setzte sich mit 2:1 durch und sicherte sich in der Schlussphase den Auswärtssieg. Türk Gücü erwischte zunächst den besseren Start und kam in der Anfangsphase zu einigen Halbchancen. Im Laufe der ersten Hälfte wurde Harsum jedoch stärker und kam durch Felix Lassan zu ersten Torannäherungen. Tore fielen vor dem Seitenwechsel allerdings nicht.
Nach der Pause erwischten die Gäste den besseren Start. In der 50. Minute wurde Felix Lassan zum Vorbereiter: Nach seinem Zuspiel traf Mika Weiser zur 1:0-Führung für Harsum. Die Führung war zu diesem Zeitpunkt nicht unverdient. Türk Gücü gab sich allerdings nicht geschlagen und kam in der 78. Minute etwas überraschend zum Ausgleich. Valdrin Berisha erzielte das 1:1 und brachte die Gastgeber zurück ins Spiel. Doch Harsum hatte die passende Antwort parat. Nur vier Minuten später bediente Luca Aselmeyer Tino Schulze, der zum 2:1 traf und damit den umjubelten Siegtreffer für die Mannschaft von Florian Rutter erzielte. (82.). Harsum brachte die Führung anschließend über die Zeit und fügte Türk Gücü damit die erste Saisonniederlage zu.

SV Ambergau Bockenem – TuS GW Himmelsthür 1:2 (1:2).

Der TuS GW Himmelsthür hat beim SV Ambergau Bockenem einen 2:1-Auswärtssieg gefeiert. Für die Gastgeber war die Niederlage besonders bitter, denn zwei vermeidbare Fehler in der ersten Halbzeit ebneten den Gästen den Weg zum Erfolg. Ambergau Bockenem erwischte nach Angaben von Sportlichem Leiter Philipp Scholz eigentlich einen guten Start, leistete sich dann aber einen folgenschweren Fehler. In der achten Minute führte ein katastrophaler Rückpass auf Torwart Julian Grube zum 0:1. Der Ball prallte zunächst an den Pfosten, anschließend vom Knie des Torhüters ins eigene Tor. Die Gastgeber zeigten jedoch eine gute Reaktion und kamen nur fünf Minuten später zum Ausgleich. Nach Vorarbeit von Lennart Guder traf Fabien Serwatke zum 1:1. Kurz darauf hätte Ambergau Bockenem die Partie sogar drehen können: Finn Bremer scheiterte am stark parierenden Himmelsthürer Torwart, den Nachschuss klärten die Gäste anschließend auf der Linie. Stattdessen schlug Himmelsthür erneut zu. In der 38. Minute nutzten die Gäste einen weiteren Fehler der Gastgeber und Jan-Luca Hoppe brachte den TuS mit 2:1 in Führung.
„Wir haben uns deutlich was anderes vorgestellt. Wir kamen auch gut ins Spiel, laden Himmelsthür in der ersten Halbzeit aber zweimal zu den Toren ein“, ärgerte sich Scholz. In der zweiten Hälfte hatte Ambergau Bockenem zwar mehr Ballbesitz, konnte daraus aber kaum Gefahr entwickeln. „Die Durchschlagskraft und nennenswerte Torchancen haben gefehlt. Das war viel zu wenig“, so der Sportliche Leiter. Damit brachte Himmelsthür die knappe Führung über die Zeit. Scholz erkannte die Leistung des Gegners an: „Daher Glückwunsch an Himmelsthür.“ Ein Sonderlob gab es zudem für das Schiedsrichtergespann: „Die haben das gut gemacht.“

SV Newroz Hildesheim – SC Drispenstedt 2:2 (0:1).

Was für ein Schlussakkord im Duell zwischen dem SV Newroz Hildesheim und dem SC Drispenstedt: Trotz eines 1:2-Rückstands bis in die Nachspielzeit sicherte sich Drispenstedt noch einen Punkt. Vor 160 Zuschauern endete die Partie, die eigentlich ein Heimspiel für Drispenstedt war, mit 2:2. Newroz trägt seine Heimspiele nämlich in Drispenstedt aus. Im ersten Durchgang war Drispenstedt die klar bessere Mannschaft. Gleich zweimal landete der Ball am Pfosten, zudem musste Newroz-Torwart Robin Soeradhiningrat zweimal stark parieren. In der 29. Minute war der Schlussmann allerdings machtlos. Rilind Salihi traf zur verdienten 1:0-Führung. „Wir hätten zur Pause 3:0 führen müssen“, sagte Drispenstedts Spielertrainer Mahmud Siala anschließend.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild. Newroz wurde offensiver und bekam deutlich mehr Zugriff auf die Partie. „Newroz hatte mehr Zugriff, wir haben es viel mit langen Bällen probiert“, erklärte Siala. In der Schlussphase drehte Newroz die Begegnung schließlich komplett. Abdul Samed Oumaron erzielte in der 80. Minute den Ausgleich, ehe Abdulmalik Abdul sechs Minuten später sogar das 2:1 für Newroz erzielte. Doch Drispenstedt schlug in der letzten Aktion der Partie noch einmal zurück. Der eingewechselte Alaa Bagari flankte in die Mitte, wo Mahmud Siala per Kopf zum 2:2 traf. „Damit belohnte sich Drispenstedt für einen starken ersten Durchgang doch noch mit einem Punkt. Aufgrund des Spielverlaufs war der späte Ausgleich am Ende nicht unverdient. „Auch wenn der Ausgleichstreffer spät fiel, war es am Ende eine gerechte Punkteteilung“, so Siala abschließend.

SV Alfeld – VfR Germ. Ochtersum 3:3 (2:3).

Sechs Tore, zahlreiche Chancen und ein aberkanntes Tor in der Nachspielzeit: Die SV Alfeld und der VfR Germania Ochtersum haben sich im Alfelder Hindenburg-Stadion vor 100 Zuschauern ein ereignisreiches Duell geliefert. Am Ende stand ein 3:3, mit dem beide Mannschaften leben konnten. Beide Teams versuchten von Beginn an, den Gegner früh unter Druck zu setzen. Dadurch prägten zahlreiche kleine Fehler die Anfangsphase. Einen dieser Fehler nutzte Tim Friedrich zur Ochtersumer Führung. Fast im direkten Gegenzug schlug Alfeld zurück: Felix König flankte auf seinen Bruder Finn, der per Kopf zum 1:1 traf. Doch auch Ochtersum antwortete prompt. Erneut profitierte Friedrich von einem kapitalen Fehler der Alfelder Hintermannschaft und musste den Ball nur noch ins leere Tor schieben (27.). Die Partie nahm nun richtig Fahrt auf. Nur eine Minute später schlug Luca Hanekop den Ball diagonal auf Finn König, der in der Mitte Alexander Delzer fand. Dieser ließ Kian Blanke im Ochtersumer Tor keine Chance und stellte erneut den Ausgleich her. Anschließend beruhigte sich das Geschehen etwas und spielte sich überwiegend zwischen den Strafräumen ab. Beide Mannschaften versuchten immer wieder, mit langen Bällen ihre Angriffsreihen einzusetzen. Kurz vor der Pause schlug Ochtersums Niklas Preußner eine Flanke in den Strafraum. Die Alfelder Abwehr konnte den Ball nur in den Rückraum klären, wo Domenik Söllner wartete und den Ball volley ins kurze Eck setzte. Eine Minute vor dem Halbzeitpfiff hatte Alfeld noch die Chance zum erneuten Ausgleich, doch Felix König verpasste per Direktabnahme knapp.
Nach dem Seitenwechsel kam Alfeld auch spielerisch besser in die Partie. Einen langen Ball von Jonathan Köps nahm Felix König auf, verarbeitete ihn und traf volley zum 3:3. Nun konnte die Begegnung in beide Richtungen kippen. Die Alfelder Defensive stand zunehmend sicher, gleichzeitig kam die Henkel/Scholz-Elf immer wieder gefährlich nach vorne. Felix König scheiterte dabei am stark reagierenden Blanke. Auf der Gegenseite stand kurz darauf Preußner plötzlich frei vor Louis Klimm, traf aber nur den Pfosten. In der Nachspielzeit wurde es dann noch einmal dramatisch. Einen langen Ball verlängerte Felix König auf den gerade eingewechselten Bartetzko, der zum vermeintlichen 4:3 einschob. Der Jubel währte allerdings nur kurz: Der Assistent hob die Fahne und der Treffer wurde wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung nicht anerkannt.

FC Eldagsen – MTV Almstedt 0:0.

Der FC Eldagsen und der MTV Almstedt haben sich torlos getrennt. Beim 0:0 gab es vor allem in der Schlussphase noch einmal reichlich Spannung, inklusive zweier Strafraumszenen und eines gehaltenen Elfmeters. Eldagsen erwischte die bessere Anfangsphase. Bereits in der fünften Minute verfehlte Sebastian Mende das Tor nur knapp am linken Pfosten vorbei. Wenig später bekam der FC einen Freistoß aus rund 18 Metern zugesprochen. Fabian Carduck setzte diesen jedoch zu unplatziert. Auf der Gegenseite wurde Almstedt vor allem über Niklas Rasche gefährlich, der zweimal nach langen Bällen in den Strafraum kam. Große Torraumszenen blieben insgesamt allerdings Mangelware.
Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild kaum. Eldagsen kam durch Lukas Petrasch noch zu einer guten Gelegenheit, blieb offensiv aber insgesamt zu wenig zielstrebig. „Wir haben leidenschaftlich verteidigt, aber in der Offensive waren wir zu wenig zielstrebig“, sagte Eldagsens Trainer Marcel Hartmann. In der 86. Minute forderten die Gastgeber einen Strafstoß, nachdem Sinan Korkmaz im Strafraum zu Fall gekommen war. Der Pfiff blieb jedoch aus. In der Nachspielzeit zeigte der Schiedsrichter dann auf der anderen Seite auf den Punkt: Nach einer Ecke hatte es ein Handspiel gegeben. Christopher Schach trat für Almstedt an, doch Eldagsens Torwart Florian Werner Obluda parierte den Strafstoß und hielt seiner Mannschaft damit den Punkt fest. „Von der Intensität her war Almstedt uns überlegen. Deswegen wäre es auch nicht unverdient gewesen, wenn der Elfmeter reingeht“, sagte Hartmann. Sein Fazit: „Insgesamt war es ein offenes, wildes Spiel.“

TuS Hasede – TSV Giesen 2:6 (0:3).

Der TSV Giesen hat das Gemeinde-Derby beim TuS Hasede mit 6:2 gewonnen. Vor 150 Zuschauern sah es zunächst nach einer ausgeglichenen Partie aus, ehe Giesen die Begegnung mit einem starken Zwischenspurt vor der Pause auf seine Seite zog. Beide Mannschaften kamen in der Anfangsphase zu Halbchancen. Der Führungstreffer der Gäste fiel dann etwas aus dem Nichts. Nach einem Steckpass von Modaber Kohistani blieb Marco Czauderna im Eins-gegen-eins cool und traf in der 29. Minute zum 0:1. Nur drei Minuten später war Czauderna erneut zur Stelle. Diesmal verwertete er einen Querpass von Kidir Thair zum 0:2. Mit dem Halbzeitpfiff bekam Giesen noch einen Handelfmeter zugesprochen. Johannes Eike übernahm die Verantwortung und verwandelte sicher zum 0:3. Nach dem Seitenwechsel legte Giesen direkt nach. Thair wurde im Strafraum gefoult, Jonas Jürgens verwandelte den fälligen Strafstoß in der 59. Minute sicher zum 0:4. Hasede gab sich jedoch noch nicht geschlagen und startete eine starke Phase. Nach einem Steckpass verkürzte Björn Karkoss in der 70. Minute auf 1:4. Nur wenige Minuten später sorgte Tim Utermöhle nach einer Flanke von Karkoss sogar für das 2:4. Plötzlich keimte beim TuS wieder Hoffnung auf. Giesen ließ sich davon allerdings nicht aus der Ruhe bringen und machte in der Schlussphase alles klar. Nach einem Freistoß von Felix Bielicke köpfte Till Franzmann in der 80. Minute zum 2:5 ein. Den Schlusspunkt setzte schließlich der überragende Czauderna, der nach Ablage von Ayman Ata’Allah seinen dritten Treffer des Tages erzielte. Mit dem 6:2 feierte Giesen einen letztlich verdienten Sieg im Gemeinde-Derby und den dritten Sieg in Folge. Für Hasede war es dagegen die dritte Niederlage in Folge.