Am 2. Spieltag der 1. Kreisklasse Staffel B kam es in Wehrstedt zu einem kuriosen Spiel, denn der Schiedsrichter ist nicht gekommen. Itzum und Nordstemen II mussten sich trotz langer Führung mit jeweiligen Remis zufriedengeben.

Foto Titelbild von Fotografin Lian Wirries.

SV Ambergau Bockenem II – Spvgg. Burgstemmen-Mahlerten 5:0 (3:0).

Der SV Ambergau Bockenem II hat sich im Duell mit der Spvgg. Burgstemmen-Mahlerten deutlich mit 5:0 (3:0) durchgesetzt. In einer hitzigen Partie legte der Gastgeber bereits vor der Pause den Grundstein für den klaren Erfolg. Burgstemmen erwischte zunächst den besseren Start, doch die Führung erzielte Bockenem. Simon Lehmann fasste sich in der 18. Minute ein Herz und traf mit einem Freistoß aus rund 33 Metern zum 1:0. Wenig später profitierten die Gastgeber von einem Fehler der Gäste. Nils Mahnkopf tauchte frei vor dem Tor auf und erhöhte in der 27. Minute auf 2:0. Anschließend bekam Bockenem die Partie zunehmend besser in den Griff. Ein weiterer Treffer blieb zunächst aus – unter anderem trafen die Gastgeber noch den Pfosten. Kurz vor der Pause fiel dann doch das 3:0. Nach Vorarbeit von Nils Mahnkopf war Thorben-Tjarck Weder zur Stelle und sorgte in der 43. Minute für einen komfortablen Vorsprung.

Nach dem Seitenwechsel wurde die Partie zunehmend hitziger. Burgstemmen schwächte sich durch wiederholtes Foulspiel zusätzlich. In der 67. Minute sah Hakan Avci die Gelb-Rote Karte, sodass die Gäste fortan in Unterzahl weiterspielen mussten. Bockenem nutzte die Überzahl und kontrollierte das Geschehen. In der 82. Minute legte Weder für Leon Karim Ratz auf, der zum 4:0 traf. Den Schlusspunkt setzte Jannis-Luc Barthel in der Schlussminute. Nach einem Foulspiel an Lukas Mahnkopf zeigte der Schiedsrichter auf den Punkt. Barthel verwandelte den fälligen Strafstoß sicher zum 5:0-Endstand.

VfL Nordstemmen II – VfR Bornum 1:1 (1:0).

Der VfL Nordstemmen II hat gegen den VfR Bornum einen möglichen Heimsieg verpasst. Die Mannschaft von Trainer Steffen Knappe musste sich trotz einer langen Führung mit einem 1:1 (1:0) zufriedengeben. Der Ausgleich fiel erst drei Minuten vor dem Ende. Nordstemmen erwischte einen guten Start und ging bereits in der zehnten Minute in Führung. Henri Will setzte Thomas Lattmann in Szene, der den Ball direkt nahm und aus rund 18 Metern ins rechte untere Eck schoss. Beim Abschluss sah der Bornumer Torhüter allerdings nicht gut aus. Anschließend entwickelte sich eine ausgeglichene Partie mit guten Phasen auf beiden Seiten. Nordstemmen hatte jedoch die besseren Möglichkeiten, die Führung auszubauen und damit frühzeitig für eine Vorentscheidung zu sorgen.

„Wir hätten vorher erhöhen müssen, dann wären die drei Punkte bei uns geblieben“, ärgerte sich Knappe nach der Partie. Auch Bornum kam immer wieder zu gefährlichen Aktionen und hielt das Spiel damit offen. Kurz vor Schluss schlug der VfR schließlich zu. Nach einem Einwurf wurde der Ball per Kopf verlängert. Im Anschluss kam ein weiterer Bornumer an den Ball, wobei ein Nordstemmer Spieler den Fuß zu hoch hielt. Der Schiedsrichter entschied auf Strafstoß, den Jeremy Seewald in der 87. Minute sicher zum 1:1 verwandelte. In der Schlussphase konnte keine Mannschaft mehr den entscheidenden Treffer erzielen. „Bornum hatte auch gute Phasen. Insgesamt waren wir aber einen Tick näher am Sieg“, lautete Knappes Fazit.

Heinder SV – TuSpo Schliekum II 2:6 (1:4).

TuSpo Schliekum II hat beim Heinder SV einen deutlichen 6:2 (4:1)-Auswärtssieg eingefahren. Trotz eines schwierigen Starts und ungewohnter Bedingungen auf dem Platz setzte sich die Mannschaft von Trainer Sercan Alp-Mazlum letztlich verdient durch. Schliekum musste kurzfristig auf Imad Saadun verzichten, der normalerweise als Dreh- und Angelpunkt der Mannschaft fungiert. Dadurch musste die Mannschaft umgestellt werden und fand zunächst nur schwer in die Partie. Dennoch gingen die Gäste in der neunten Minute in Führung. Hassan Jaber setzte sich mit einer Einzelaktion durch und traf zum 0:1. In der 19. Minute legte Schliekum nach. Saher Majeed zog aus der zweiten Reihe ab, traf ins kurze Eck und erhöhte auf 0:2. Heinde verkürzte in der 33. Minute durch Justin-Andre Schimmer. Aus Sicht der Gäste fiel der Treffer allerdings aus einer klaren Abseitsposition. Schliekum ließ sich davon nicht aus dem Konzept bringen und schlug noch vor der Pause doppelt zurück. Sherwin Shahamat stellte in der 38. Minute auf 1:3, ehe Jaber kurz vor dem Seitenwechsel seinen zweiten Treffer erzielte und damit für die 1:4-Pausenführung sorgte.

Nach der Pause blieb Schliekum spielbestimmend. Jaber machte in der 53. Minute seinen Dreierpack perfekt und erhöhte auf 1:5. Zwölf Minuten später folgte ein weiterer sehenswerter Treffer. Nach Zusammenspiel mit Jaber traf Shahamat von der linken Strafraumkante mit links ins lange Eck zum 1:6. Heinde konnte durch Schimmer in der 82. Minute noch einmal verkürzen, am deutlichen Schliekumer Erfolg änderte das jedoch nichts. „Am Ende ein verdientes 6:2, in dem mehr drin gewesen ist“, bilanzierte Alp-Mazlum.

SV Groß-Düngen – SV RW Wohldenberg 8:1 (4:1).

Der SV Groß-Düngen hat den ersten Saisonsieg eingefahren. Gegen den SV RW Wohldenberg setzte sich die Mannschaft deutlich mit 8:1 (4:1) durch. Nach einem frühen Rückstand drehte Groß-Düngen die Partie eindrucksvoll und ließ den Gästen anschließend keine Chance. Wohldenberg erwischte den besseren Start und ging bereits in der siebten Minute durch Till Benjamin Homann mit 1:0 in Führung. Die Antwort der Gastgeber ließ allerdings nicht lange auf sich warten. Julian Baltszun, von Gerrit Ilsmann im Strafraum bedient, traf in der 14. Minute zum Ausgleich. Anschließend übernahm Groß-Düngen zunehmend die Kontrolle. In der 38. Minute drehte Ilsmann das Spiel endgültig. Nach einem Steckpass von Baltszun blieb der Groß-Düngener Angreifer vor dem Tor cool und erzielte das 2:1. Nur vier Minuten später gab es Strafstoß für die Gastgeber. Matthias Zehetner verwandelte sicher zum 3:1 (42.). Noch vor der Pause erhöhte Baltszun erneut. Nach einer starken Einzelaktion umkurvte er den Torhüter und schob zum 4:1 ein (45.).

Auch nach dem Seitenwechsel machte Groß-Düngen genau dort weiter. Nur zwei Minuten nach Wiederanpfiff eröffnete Paul Sandvoss seinen persönlichen Torreigen und erhöhte auf 5:1. In der 53. Minute legte Sandvoss nach, ehe er in der 70. Minute seinen lupenreinen Hattrick perfekt machte. Vor allem sein dritter Treffer war dabei ein echtes Highlight: Per Volley nahm Sandvoss eine Flanke von Gian-Luca Tietge direkt und jagte den Ball in den linken Winkel. Den Schlusspunkt setzte Kai Wehmeier in der 83. Minute mit dem Treffer zum 8:1. Damit belohnte sich Groß-Düngen für einen starken Auftritt mit dem ersten Dreier der Saison.

SV Wehrstedt 65 – SG Bodenburg/Sehlem 2:2 (0:2).

Das Derby zwischen dem SV Wehrstedt 65 und der SG Bodenburg/Sehlem hatte schon vor dem Anpfiff eine ungewöhnliche Geschichte zu bieten. Der angesetzte Schiedsrichter erschien nicht. Rund zehn Minuten vor dem geplanten Spielbeginn bemerkten die Mannschaften, dass niemand die Partie leiten würde. „Dann startete das Telefonieren. Wir haben verschiedene Schiedsrichter angerufen, haben aber keinen erreicht“, berichtete Wehrstedts Trainer Jan Bergmann. Die Lösung kam schließlich aus den Reihen der Zuschauer: Frank Bönig fuhr noch einmal nach Hause, holte seine Tasche und sprang kurzfristig als Schiedsrichter ein. Und Bönig machte seine Sache offenbar souverän. „Er hat am Ende sehr abgeklärt und für beide Seiten sehr fair gepfiffen“, so Bergmann. Das Derby vor rund 200 Zuschauern blieb dadurch insgesamt angenehm und ruhig.

Sportlich erwischte Wehrstedt zunächst den besseren Start. Bereits nach zwei Minuten bot sich die große Chance zur Führung, doch der Ball wurde am leeren Tor vorbeigeschossen. Auch Patrick Jahns hatte anschließend zwei gute Möglichkeiten, ehe die Gäste mit ihrem ersten Angriff eiskalt zuschlugen. Laurenz Schilling traf in der 13. Minute zum 1:0 für Bodenburg/Sehlem. Nach dem Rückstand verlor Wehrstedt den Faden. Die SG übernahm zunehmend die Kontrolle und war die tonangebende Mannschaft. Mit der letzten Aktion der ersten Halbzeit legten die Gäste sogar noch nach: Nach einer Ecke köpfte David Pasenow zum 2:0 ein. „Das zweite Tor hat wehgetan“, erklärte Bergmann.

Nach dem Seitenwechsel zeigte Wehrstedt allerdings ein völlig anderes Gesicht. Die Gastgeber spielten nun deutlich besser Fußball und kamen immer wieder gefährlich vor das gegnerische Tor. Die Aufholjagd wurde schnell belohnt: Patrick Jahns verkürzte in der 48. Minute auf 1:2 und erzielte nur sieben Minuten später auch den Ausgleich. Wehrstedt hatte das Spiel nun im Griff, musste in der Schlussphase allerdings in Unterzahl weiterspielen. Nach wiederholtem Foulspiel musste Wehrstedts Patrick Heise mit Gelb-Rot vom Platz. Bodenburg/Sehlem drängte anschließend auf den Sieg, ehe auch die Gäste dezimiert wurden. Collin Breyer sah in der 84. Minute die Rote Karte und musste vorzeitig vom Platz. Beide Mannschaften hatten in der Schlussphase noch jeweils eine gute Möglichkeit, der Siegtreffer fiel jedoch nicht mehr. So blieb es beim 2:2, ein Ergebnis, mit dem Bergmann letztlich gut leben konnte. „Die erste Halbzeit war die SG besser, in der zweiten Halbzeit waren ganz klar wir besser. Insgesamt ist es ein leistungsgerechtes Unentschieden.“ Besonders zufrieden zeigte sich der Wehrstedt-Coach mit der Reaktion seiner Mannschaft nach der Pause.

TSV Adenstedt – SV Emmerke 4:1 (3:0).

Der TSV Adenstedt hat sich gegen den SV Emmerke souverän mit 4:1 (3:0) durchgesetzt. Bereits zur Pause hatten die Gastgeber die Partie mit drei Treffern klar in ihre Richtung gelenkt und brachten den Vorsprung anschließend sicher über die Zeit. Adenstedt ging in der 20. Minute in Führung. Nach einer Flanke von Mohamed Kawar nahm Hussein Kawar den Ball volley und traf zum 1:0. Nur 17 Minuten später legten die Gastgeber nach. Diesmal wurde Hussein Kawar zum Vorbereiter und bediente Christoph Schmundt, der die Flanke zum 2:0 verwertete. Kurz vor der Pause fiel bereits die Vorentscheidung. Nach einer Unstimmigkeit in der Emmerker Defensive landete der Ball im eigenen Tor – 3:0 (41.).

Auch nach dem Seitenwechsel blieb Adenstedt spielbestimmend. In der 56. Minute erhöhte Luca Hoppe nach Zuspiel von Schmundt auf 4:0. Hoppe schloss ins kurze Eck ab. Emmerke gelang anschließend nur noch der Ehrentreffer. Nach einer Ecke setzte sich der Ball in einer unübersichtlichen Situation im Strafraum durch, Steven Burrmann war zur Stelle und verkürzte auf 1:4 (59.). Doch gefährlich wurde es nicht mehr. Adenstedt ließ wenig zu und konnte sich am Ende über einen verdienten Heimsieg freuen.

SC Itzum – SV Betheln-Eddinghausen 2:2 (2:0).

Der SV Betheln-Eddinghausen hat nach einem frühen 0:2-Rückstand noch einen Punkt beim SC Itzum geholt. Nach verschlafener Anfangsphase steigerte sich die Mannschaft deutlich und kam durch zwei verwandelte Strafstöße zum 2:2 (0:2)-Endstand. Schon vor dem Anpfiff waren die Voraussetzungen für die Gäste schwierig. Zahlreiche kurzfristige Absagen sorgten dafür, dass Betheln-Eddinghausen lediglich mit 13 Spielern nach Itzum reisen konnte. Zudem musste die Mannschaft kurzfristig umgestellt werden. Das machte sich zunächst deutlich bemerkbar. Betheln verschlief die Anfangsviertelstunde komplett und lag nach einfachen Ballverlusten bereits nach 13 Minuten mit 2:0 hinten. Hendrik Meisner traf in der 11. Minute zum 1:0, ehe David Levi Wutke nur zwei Minuten später nachlegte. Anschließend fand Betheln etwas besser in die Partie, blieb offensiv zunächst aber zu harmlos. Nennenswerte Torchancen waren bis zur Pause Mangelware.

Nach dem Seitenwechsel präsentierten sich die Gäste deutlich verbessert und machten sofort Druck. In der 54. Minute fiel schließlich der Anschlusstreffer. Nach einem Fernschuss konnte der Itzumer Torhüter den Ball nicht festhalten. Beim Versuch, den Nachschuss zu verhindern, kam er zu spät und verursachte einen Strafstoß. Raphael Seidel verwandelte sicher zum 2:1. Betheln blieb nun am Drücker und bekam wenig später einen weiteren Elfmeter zugesprochen. Niklas Harborth dribbelte durch den Strafraum und wurde dabei von hinten zu Fall gebracht. Diesmal übernahm Abdulnenaf Akyol die Verantwortung und verwandelte ebenfalls sicher zum 2:2 (68.). In der Schlussphase entwickelte sich eine offene Partie mit Möglichkeiten auf beiden Seiten. Besonders nach Standards sorgte Betheln immer wieder für Gefahr. Die beste Chance zur Führung hatte Yannick Werner, dessen Kopfball an den Pfosten ging. Aber auch Itzum hatte noch Möglichkeiten, die der Betheln-Torhüter Julian Hoffmann allesamt entschärfte. Ein weiterer Treffer fiel nicht mehr. Damit blieb es beim leistungsgerechten 2:2.