Großer Kampf, starke Nerven und ein knapper Auswärtssieg: Vor rund 250 Zuschauern hat sich das Team 48 Hildesheim in der 2. Bundesliga Volleyball beim VC Osnabrück mit 3:2 durchgesetzt. Der Favorit aus Hildesheim musste dabei über die volle Distanz gehen.

Die Hildesheimerinnen erwischten keinen optimalen Beginn. Osnabrück setzte sich früh mit 10:6 ab und baute den Vorsprung, getragen von einer lautstarken Kulisse, weiter aus (17:12). Trainer Matthias Keller reagierte mit einer Auszeit, doch die Hildesheimerinnen wirkten im ersten Satz etwas verschlafen. Mit 25:20 sicherte sich Osnabrück verdient den ersten Satz.

Im zweiten Durchgang präsentierte sich das Team 48 deutlich konzentrierter. Über 5:7 und 7:13 erspielten sich die Gäste eine klare Führung. Der Block stand stabiler, die Aufschläge kamen druckvoller, während sich beim VC Osnabrück Fehler einschlichen. Beim Stand von 13:24 hatte Hildesheim Satzball, den Nele Adams souverän zum 13:25 und damit zum 1:1-Satzausgleich verwandelte.

Der dritte Satz begann ausgeglichen, ehe Hildesheim mit 5:7 in Führung ging. Doch Osnabrück konterte, drehte die Partie auf 9:7 und setzte sich weiter ab. Keller nahm erneut eine Auszeit, doch die Gastgeberinnen blieben am Drücker. Viele umkämpfte Ballwechsel gingen an Osnabrück, die sich mit 25:18 die erneute Satzführung sicherten.

Im vierten Durchgang zeigte das Team 48 dann ihre Klasse. Nach zwischenzeitlicher 11:15-Führung blieb es eng, da Osnabrück auf 13:15 herankam. Doch ein Aufschlag ins Netz auf Seiten der Gastgeberinnen sowie zwei starke Asse von Rachael Gunn sorgten für klare Verhältnisse. Über 14:20 zog Hildesheim davon, zwei weitere Asse besiegelten den 25:16-Satzgewinn und damit den 2:2-Ausgleich.

Im Tiebreak übernahm Team 48 früh die Kontrolle. Nele Schmitt, die im Verlauf der Partie immer stärker wurde, punktete gleich doppelt zur 3:1-Führung. Mit druckvollen Aufschlägen setzte Hildesheim Osnabrück massiv unter Druck. Über 7:2, 10:3 und 14:5 erspielte sich Team 48 zahlreiche Matchbälle. Zwei wehrte Osnabrück noch ab, ehe ein Fehler der Gastgeberinnen den 15:7-Endstand brachte.

Am Ende stand ein hart erkämpfter 3:2-Erfolg für das Team 48 Hildesheim. Als wertvollste Spielerin wurde Nele Schmitt ausgezeichnet, die nach ihrer Einwechslung entscheidende Impulse setzte und maßgeblich zum Auswärtssieg beitrug. Trainer Matthias Keller hob nach dem Spiel vor allem einen Aspekt hervor: „Der Aufschlagdruck war der entscheidende Faktor. Dadurch konnten wir uns in den starken Phasen klare Vorteile erarbeiten.“

Großer Jubel nach dem knappen Auswärtssieg. Team 48. Foto: Privat