Das Spiel zwischen dem SV Mehle und dem SV Wendhausen in der 2. Kreisklasse Staffel B ist am vergangenen Sonntag vorzeitig beendet worden. Nach einem Platzverweis für einen Wendhausener Spieler kam es zu weiteren Diskussionen und verbalen Auseinandersetzungen, woraufhin der Schiedsrichter die Partie abbrach. Über die Wertung des Spiels entscheidet nun das Sportgericht.

Sportlich hatte der SV Mehle zunächst vorgelegt. Marc Tüting brachte die Gastgeber in der 23. Minute mit 1:0 in Führung. In der 38. Minute kam es dann zu der entscheidenden Szene, die letztlich zum Spielabbruch führen sollte.

Nach einem taktischen Foulspiel an der Mittellinie zeigte der Schiedsrichter einem Spieler des SV Wendhausen die Gelbe Karte. Mit dieser Entscheidung war der Spieler nicht einverstanden und beschwerte sich lautstark beim Unparteiischen. Auch nach einer Ermahnung durch den Schiedsrichter setzte der Spieler seine Proteste fort, die schließlich beleidigend wurden. Daraufhin zeigte der Schiedsrichter die Gelb-Rote Karte.

Nach dem Platzverweis versammelten sich mehrere Wendhausener Spieler um den Schiedsrichter, die Diskussionen wurden zunehmend lauter. Auch der des Feldes verwiesene Spieler setzte seine verbalen Äußerungen gegenüber dem Unparteiischen fort und wurde dabei persönlich. Der Schiedsrichter sah sich daraufhin aufgrund der Situation und der persönlichen verbalen Attacken nicht mehr in der Lage, die Partie fortzusetzen, und brach das Spiel ab.

Auf Nachfrage von Sportnews Hildesheim nahm der SV Wendhausen zu den Vorkommnissen Stellung:

Ein Spieler von uns war nicht zufrieden mit der Entscheidung des Schiedsrichters und ist ihn verbal so angegangen, dass der Schiedsrichter sich nicht mehr in der Lage sah, das Spiel fortzusetzen. Wir distanzieren uns von jeglichen respektlosen und unsportlichen Verhalten gegenüber Schiedsrichtern, Offiziellen, Spielern, Zuschauern und verurteilen das Verhalten unseres Spielers. Intern werden Konsequenzen besprochen und dementsprechend umgesetzt.