Auch in der Kreisliga B stand unter der Woche der nächste Spieltag auf dem Programm. Während der SV 06 Holzminden gegen den TSV Gronau einen deutlichen 10:0-Kantersieg feierte, setzten sich auch der SSV Elze, der FC Stadtoldendorf und der TSV Föhrste durch. Der TSV Holenberg bleibt nach dem 3:1 bei TuSpo Lamspringe Tabellenzweiter.

FC Stadtoldendorf – TSV Deinsen 2:1 (1:1).

Der FC Stadtoldendorf hat sich mit 2:1 gegen den TSV Deinsen durchgesetzt. Jörn Waßmann brachte die Gäste in der 16. Minute zunächst in Führung, ehe Gilhad Elwayss noch vor der Pause zum 1:1 ausglich. Den Siegtreffer erzielte Menger Jaden in der 80. Minute.

„Über 90 Minuten absolut hochverdienter Sieg für uns. Unglaublich starke Torwartleistung von Deinsens Mathias Meinhart. Was der pariert hat, unglaublich. Der Sieg ist verdient“, bilanzierte Stadtoldendorfs Trainer David Bisset.

Auch aus Sicht von Deinsens Sprecher Manuel Beining war die Niederlage letztlich verdient. „Wir haben leider nach der 0:1-Führung das Fußballspielen eingestellt und daher vollkommen verdient verloren. Mehrfach konnten wir uns bei Keeper Mathias Meinhart bedanken, dass er uns im Spiel gehalten hat.“

Deinsen hatte bereits in der achten Minute durch Leandro Fischer die erste Möglichkeit. Nach der Führung durch Waßmann musste Meinhart mehrfach eingreifen und hielt sein Team im Spiel. Nach dem Ausgleich hatte Stadtoldendorf sogar noch ein Abseitstor auf seiner Seite, während Vincenzo Guida kurz vor der Pause per Kopf eine Chance für Deinsen hatte. Auch nach dem Seitenwechsel war Meinhart mehrfach gefordert, ehe Stadtoldendorf in der Schlussphase über die linke Seite zum 2:1 kam. In der 90. Minute bot sich Guida noch die Chance auf den Ausgleich, sein Nachschuss nach einem Standard ging jedoch über das Tor.

„Wir wollen gegen Eschershausen natürlich unbedingt auch ergebnistechnisch wieder in die Spur kommen“, blickte Beining bereits auf das Wochenende. „Zuletzt mussten wir aufgrund von Verletzungen, Krankheiten und Urlauben immer wieder mit anderen Aufstellungen spielen, was uns ziemlich den Rhythmus genommen hat.“ Deinsen empfängt am Sonntag den MTSV Eschershausen. Stadtoldendorf bekommt es zeitgleich mit dem TSV Föhrste zu tun.

VfL Adensen-Hallerburg – MTSV Eschershausen 4:2 (1:2).

Der VfL Adensen-Hallerburg hat gegen den MTSV Eschershausen einen 0:1- und 1:2-Rückstand noch in einen 4:2-Erfolg gedreht. Faris Farah brachte die Gäste bereits in der fünften Minute in Führung, Micha Ruben Werz glich sechs Minuten später aus. Farah stellte in der 23. Minute erneut auf 1:2 für Eschershausen. Nach der Pause gelang Malte-Fabian Schöll der Ausgleich. In der Nachspielzeit machte Werz mit einem Doppelpack in der 92. und 96. Minute den Heimsieg perfekt.

„Wir haben sehr souverän angefangen und sind zweimal verdient in Führung gegangen“, erklärte Eschershausens Fußballabteilungsleiter Niklas Gutacker. „Die Jungs haben zum Ende hin die hitzige Stimmung der Partie, zu der heute leider auch die Schiedsrichterin beigetragen hat, förmlich aufgesogen und sich davon hochgeschaukelt. Dadurch ist uns leider die Konzentration verloren gegangen und wir haben es verpasst, selber ein weiteres Tor nachzulegen. Da war mehr drin.“

Der Adensen-Hallerburg-Coach Florian Gross: „Ein hitziges Spiel, indem wir die erste Halbzeit leider komplett verschlafen haben und zurecht in Rückstand geraten sind! In der zweiten Halbzeit waren wir dann aber voll da und haben das Spiel kurz vor Schluss in der 87 Min auf unsere Seite ziehen können! Am Sonntag kommt dann mit Kirchbrak der nächste unbekannte Gegner für uns nach Adensen! Wir wollen unser Spiel diesmal wieder von Anfang an durch kriegen und dann haben wir auch am Sonntag ne Chance auf Punkte!“

Für Adensen-Hallerburg geht es am Sonntag mit dem Heimspiel gegen den TSV Kirchbrak weiter. Eschershausen gastiert beim TSV Deinsen.

TuSpo Lamspringe – TSV Holenberg 1:3 (0:2).

Der TSV Holenberg bleibt nach dem 3:1-Auswärtssieg bei TuSpo Lamspringe Tabellenzweiter. Marvin Wessel brachte die Gäste bereits in der sechsten Minute per Freistoß in Führung, Leon Wessel erhöhte in der 34. Minute per Heber auf 2:0. Kurz nach der Pause machte erneut Marvin Wessel mit seinem zweiten Treffer des Abends das 3:0 perfekt. Pascal Wunnenberg verkürzte in der 57. Minute noch auf 1:3.

Lamspringes Trainer Ayman El-Trabulsi sah einen sehr unterschiedlichen Spielverlauf. „Wir sind nicht gut reingekommen ins Spiel. Warum auch immer, wir haben schwere Beine gehabt irgendwie. Uns hat die Spritzigkeit gefehlt. Holenberg war von der Physis her schneller und vom Kopf her griffiger.“ Nach rund 20 Minuten fand Lamspringe besser in die Partie, leistete sich aber gleich mehrfach Fehler im Spielaufbau. Das 0:1 fiel nach einem unnötigen Freistoß infolge eines eigenen Fehlpasses. Beim zweiten Gegentreffer spielte Lamspringe den Ball im Aufbau in die Mitte, Holenberg nutzte den Fehler mit einem Heber über den Torwart. „Mit der ersten Halbzeit war ich überhaupt nicht zufrieden“, so El-Trabulsi. „Wie gesagt, sah es so aus: schwere Beine, wir sind schwer reingekommen.“

Nach der Pause stellte Lamspringe offensiver auf 4-3-3 um und setzte Holenberg früh unter Druck. Die Gastgeber erspielten sich mehrere gute Möglichkeiten, konnten diese aber zunächst nicht nutzen. Beim 0:3 unterlief der nächste Fehler im Aufbau, als ein Innenverteidiger den Ball zu kurz zum eigenen Torwart spielte. Holenbergs Stürmer ging dazwischen und schob ein. Trotz des Rückstands gab Lamspringe nicht auf und wurde im weiteren Verlauf deutlich besser. Nach einer guten Aktion über die Außenbahn flankte Radvan Kilaho präzise in die Mitte, Pascal Wunnenberg setzte den Ball per Kopf zum 1:3 in die Maschen. Kurz darauf hatte Marius Schütz nach einem ähnlichen Spielzug Pech und setzte den Ball knapp am Pfosten vorbei.

„Die zweite Halbzeit war viel, viel, viel besser“, fasste El-Trabulsi zusammen. Am Wochenende wartet auf Lamspringe das Derby gegen die SV Alfeld II. Allerdings muss die Mannschaft auf Innenverteidiger Ole Liensdorf verzichten, der nach seiner fünften Gelben Karte gesperrt ist. Nach einer kurzen Trainingseinheit am Freitag und einem Mannschaftsabend soll anschließend der Fokus auf das Derby gelegt werden.

Holenbergs Trainer Michael Lotze zeigte sich dagegen zufrieden: „Ein verdienter Sieg für uns im Auswärtsspiel gegen Lamspringe. Wir haben ein paar taktische Umstellungen vorgenommen und gut gegen die Heimmannschaft verteidigt. Eine gute Mannschaftsleistung in allen Mannschaftsteilen vom Torwart bis in die Sturmspitze.“ Der Tabellenzweite empfängt bereits am Samstag den TSV Lenne, der unter der Woche nicht im Einsatz war.

SSV Elze – MTV Almstedt II 5:2 (2:1).

Der SSV Elze hat den MTV Almstedt II mit 5:2 geschlagen. Dabei erwischten die Gastgeber einen perfekten Start. Julian Kregel traf nach einer Ecke von Ali Hennaoui bereits früh per Kopf zum 1:0, ehe Till David in der Anfangsphase auf 2:0 erhöhte. David Koziol brachte Almstedt in der 23. Minute zurück ins Spiel. Nach der Pause gelang Jarno Vornkahl der Ausgleich zum 2:2. Danach schlug Elze allerdings noch dreimal zu. Till David traf in der 73. und 86. Minute, Mensur Berisha setzte in der 90. Minute den Schlusspunkt.

Elzes Co-Trainer Timo Hauptmann sah allerdings keineswegs einen souveränen Auftritt seiner Mannschaft. „Wir sind früh 2:0 in Führung gegangen. Gleich in der zweiten Minute nach einer Ecke von Ali Hennaoui stand Julian Kregel genau richtig mit dem Kopf. Davor schon eine 100-prozentige Chance durch Jamal Dogui, der im Eins-gegen-Eins am Eimser Torwart gescheitert ist.“ Das 2:0 fiel wenig später nach einem langen Ball aus der Abwehr. Almstedt war hoch aufgerückt, der Torwart verschätzte sich und Till David konnte den Ball vorbeispitzeln und ins leere Tor schieben.

„Das hat leider gar keine Ruhe in unser Spiel gebracht. Almstedt war dann aus unserer Sicht besser, griffiger in den Zweikämpfen und bei den zweiten Bällen“, erklärte Hauptmann. Der Anschlusstreffer sei daher verdient gewesen. Gleichzeitig konnte sich Elze mehrfach auf Torwart Giuliano Paravizzini verlassen.

Auch nach der Pause änderte sich zunächst wenig. Almstedt blieb die bessere Mannschaft und kam nach einer Ecke aus dem Gewühl heraus verdient zum 2:2. Danach nutzte Elze allerdings die offensiven Räume, die sich durch das hohe Aufrücken der Gäste ergaben.

„Ich hatte das Gefühl, dass Almstedt dann vielleicht zu viel zu schnell wollte. Sie standen sehr, sehr hoch und das konnten wir über unsere Außenspieler Till David, Jamal Dogan und später auch Mensur Berisha wirklich gut nutzen.“ David sorgte mit zwei Kontern für das 3:2 und 4:2. Weitere Chancen ließ Elze zunächst liegen, ehe Berisha mit einer starken Einzelleistung zum 5:2 traf.

„Alles in allem hatten wir dann in der zweiten Halbzeit nach dem 2:2 die deutlich besseren Chancen, aber es war kein gutes Spiel“, so Hauptmann. „Dass das am Ende so hoch ausfällt, war dann doch überraschend, aber ich glaube, dem geschuldet, dass sie zu viel wollten und wir es dann eben gnadenlos ausnutzen konnten über unsere gute Offensive.“

Am Sonntag empfängt Elze die SG Wesertal. „Wir wollen weiter an unserer Serie schrauben, die wir jetzt glücklicherweise gestartet haben“, kündigt Hauptmann an. Den Gegner wolle man keinesfalls unterschätzen. „Wir müssen voll konzentriert das Heimspiel angehen und wollen auf jeden Fall die drei Punkte am Lindenweg behalten. Und müssen auf jeden Fall ein anderes Gesicht in weiten Teilen des Spiels zeigen.“

Almstedts Spielertrainer Marek Höweling sah die Partie ähnlich, bewertete das Ergebnis aber als etwas zu deutlich. „Am Ende 5:2 verloren. Am Ende vielleicht ein, zwei Tore zu hoch. So ein 3:2 hätte ich gerne gekauft, genommen, aber so ein 5:2 tut dann noch ein bisschen mehr weh. „Leider auch wieder viele individuelle Fehler, die dann auch durch Tore bestraft werden“, so Höweling. „Wir lassen die Köpfe nicht hängen, lernen aus unseren Fehlern, versuchen die abzustellen und dann die nächsten Spiele wieder zu punkten.“

Für Almstedt II wird die Aufgabe am Sonntag allerdings nicht leichter: Dann gastiert Tabellenführer SV 06 Holzminden.

TSV Föhrste – SV Freden 2:0 (0:0).

Der TSV Föhrste hat sich mit 2:0 gegen den SV Freden durchgesetzt. Beide Treffer erzielte Toni Ivankovic. Nach torloser erster Hälfte verwandelte er in der 50. Minute einen Strafstoß und legte zwölf Minuten später den zweiten Treffer nach.

Föhrstes Co-Trainer David Paasche sah zunächst eine ausgeglichene Partie. „Die ersten 20 Minuten waren wir besser drin, dann Freden ein bisschen besser, ohne klare Chancen.“ Nach rund einer halben Stunde hatte Ivankovic die erste gute Möglichkeit für Föhrste, setzte den Ball aber neben das Tor. Kurz vor der Pause verpasste er nach einem weiteren Eins-gegen-Eins erneut knapp. „Freden hatte in meinen Augen keinen richtig klaren Abschluss. Es war generell wenig in Halbzeit eins.“

Nach dem Seitenwechsel brachte ein Foul an Sascha Eichner an der Strafraumgrenze Föhrste einen Elfmeter. „Es war ein Kontakt, der sehr, sehr unnötig war. Ein unstrittiger Elfmeter“, so Paasche. Ivankovic verwandelte souverän.

Beim zweiten Treffer profitierte Föhrste von einem Ballgewinn im Mittelfeld. Der Torwart der Gäste schien den Ball klären zu können, doch Ivankovic setzte nach und spitzelte ihn ins Tor. Freden reklamierte dabei ein Foul. „Ich fand, es war ein Zweikampf, den man laufen lassen kann, aber auch verständlich, dass man da Foul fordert. Ich glaube, es war so ein 50/50-Ding.“ Bis etwa zur 75. Minute hatte Föhrste die Partie laut Paasche weitgehend im Griff. In der Schlussphase kam Freden allerdings noch einmal gefährlich auf und hatte zwei oder drei Abschlüsse. Ein Treffer hätte die Partie noch einmal spannend gemacht. „So ist es am Ende auf jeden Fall ein verdienter Sieg mit 70 bis 75 starken Minuten von uns. Schön, dass es zu null war.“

Am Sonntag wartet auf Föhrste mit dem FC Stadtoldendorf allerdings die nächste Aufgabe. „Die haben jetzt, glaube ich, zwei in Folge gewonnen, also werden sie ein bisschen schlechter gehandelt als sie sind. Dementsprechend glaube ich an ein Spiel auf Augenhöhe.“

Dabei sieht Paasche den Kunstrasen in Stadtoldendorf durchaus als kleinen Vorteil für die Gastgeber: „Die spielen und trainieren immer darauf. Aber man muss sich darauf einstellen und es annehmen. Wir wollen auf jeden Fall etwas Zählbares mitnehmen, wissen aber auch, dass es ein ziemlich schwieriges Auswärtsspiel wird.“

Freden-Trainer Andreas Weber-Seegert haderte dagegen mit der Niederlage: „Eine Niederlage, die nicht hätte sein müssen. Durch zwei individuelle Fehler. Es ist aktuell sehr unglücklich, wie wir die Tore kassieren.“ Am Sonntag soll nun die Reaktion folgen. „Wir müssen wieder den Schalter umlegen und versuchen, uns an den kleinen Dingen hochzuziehen. Gronau ist auch nicht in Form aktuell, aber das heißt nichts. Wir müssen unsere Leistung schon abrufen, ansonsten wird es auch da schwer.“ Freden empfängt am Wochenende den TSV Gronau.

SV 06 Holzminden – TSV Gronau 10:0 (5:0).

Ein echtes Ausrufezeichen setzte der SV 06 Holzminden. Der Tabellenführer feierte gegen den TSV Gronau einen 10:0-Kantersieg und führte bereits zur Halbzeit mit 5:0. Mats Lindner eröffnete den Torreigen bereits in der vierten Minute und legte in der 21. und 26. Minute zwei weitere Treffer nach. David Liebrecht erhöhte in der 33. Minute, Finn Lindner sorgte kurz vor der Pause für das 5:0.

Nach dem Seitenwechsel machte Holzminden innerhalb weniger Minuten alles klar. Mats Lindner traf in der 48., 51. und 54. Minute gleich dreimal und erhöhte seine persönliche Ausbeute damit auf sechs Tore. Simon Eickhoff (77.) und Patrick Wesch (83.) stellten schließlich den 10:0-Endstand her.

Holzmindens Trainer Maximilian Schatte wollte die Partie allerdings trotz des klaren Ergebnisses nicht überbewerten. „Gronau ist hier mit dem letzten Aufgebot gekommen. Respekt, dass sie überhaupt gekommen sind unter der Woche mit so einer Mannschaft hier, anstatt zu sagen: ‚Wir bleiben zu Hause und wir gewinnen nur 5:0.‘ Das muss man hoch anrechnen.“

Mit der ersten Halbzeit war Schatte trotz der 5:0-Führung nicht vollständig zufrieden. „Wir führen zur Halbzeit 5:0, bin trotzdem nicht zufrieden, weil wir teilweise zu schläfrig spielen, nicht zielstrebig genug spielen.“

Nach dem Seitenwechsel zeigte sich Holzminden deutlich konzentrierter. „Zweite Halbzeit deutlich zielstrebiger, auch von der Mentalität gut. Man hat gemerkt, dass die Jungs immer weiter wollten. Wir haben dann auch noch relativ viel Tempo drin gehabt. Jeder ist bis zum Schluss gelaufen, das ist für mich das Wichtigste.“

Das Ergebnis sei daher auch in dieser Höhe in Ordnung. Und über die sechs Tore von Mats Lindner konnte Schatte ebenfalls schmunzeln: „Ja, kann man so machen.“

Am Sonntag steht für den Tabellenführer bereits die nächste Aufgabe an. Holzminden gastiert beim MTV Almstedt II. „Almstedt ist gut gestartet, aber nun ein bisschen ins Straucheln gekommen. Wir wollen den Schwung aber mitnehmen und unsere Serie ausbauen und auch am Sonntag etwas Zählbares mitnehmen. Auch wenn es ein schweres Auswärtsspiel wird.“ Für Gronau geht es nach der deutlichen Niederlage ebenfalls am Sonntag weiter. Dann gastiert die Mannschaft beim SV Freden.