Am vorletzten Spieltag der Bezirksliga konnten drei Teams den Klassenerhalt perfekt machen. Lamspringe muss dagegen weiter zittern.

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TuSpo Lamspringe – TuSpo Schliekum 1:6 (1:2).
Ein echtes Torfestival bekamen die Zuschauer im TuSpo-Duell in Lamspringe zu sehen – mit dem besseren Ende für die Gäste aus Schliekum, die mit diesem Kantersieg den Klassenerhalt perfekt machten. Dabei begann die Partie aus Sicht der Hausherren vielversprechend: Nach einer halben Stunde zirkelte Marius Schütz einen Freistoß aus rund 20 Metern sehenswert und unhaltbar in das lange Eck zur Führung. Doch die Freude währte nur kurz. Mit einem Doppelschlag vor der Pause drehte Schliekum die Partie: Erst traf Mustafa Cinar mit einem traumhaften Linksschuss nach einer Ecke genau in den Winkel (40.), dann legte Aras Daoud nach einem schönen Spielzug eiskalt nach (43.). Nach dem Seitenwechsel beruhigte sich das Spiel zunächst, ehe Schliekum in der Schlussviertelstunde noch einmal deutlich aufzudrehen wusste. Erst erhöhte Björn Masur auf 1:3 (74.), dann schlug der eingewechselte Peman Gangir doppelt zu (82., 90.). In der Nachspielzeit machte erneut Aras Daoud das halbe Dutzend voll (90.+1). Mit nun 44 Punkten kann Schliekum gelassen auf den letzten Spieltag blicken, während Lamspringe weiter auf dem Relegationsplatz steht und weiter zittern muss.

Lamspringes Jannik Becker (links) schirmt den Ball vor Schliekums Mustafa-Furkan Cinar ab. Fotos: Eileen Stiehler

SV Einum – TuS GW Himmelsthür 1:3 (1:1)
Trotz deutlichem Ballbesitzvorteil konnte der SV Einum die Heimniederlage gegen kompakt verteidigende Gäste aus Himmelsthür nicht verhindern. Die Grün-Weißen setzten auf Konter – mit Erfolg. Zwar gehörte die erste nennenswerte Chance den Gästen, ein Kopfball ging jedoch über das Tor. Auf der anderen Seite traf Tom Pierre Kern per Kopf nach einer Ecke von Felix Vorwerk zur verdienten Führung (23.). Einum drängte auf den zweiten Treffer, doch Cedrik Spaethe vertändelte eine gute Gelegenheit. Wie aus dem Nichts glich Himmelsthür durch Bjarne Thau aus – Einum konnte den Ball im Strafraum nicht klären, Thau nutzte das Durcheinander (29.). Nach der Pause blieb Einum optisch überlegen, scheiterte jedoch mehrfach am starken TuS-Schlussmann Marcel Nowak. Dann schlugen die Gäste erneut eiskalt zu: Nach einem Ballverlust der Gastgeber schloss Timothy Nicolaus einen Steckpass aus 14 Metern präzise zum 1:2 ab (70.). „Wir schlagen uns von Woche zu Woche selbst“, ärgerte sich der Einum-Coach Florian Henkel. Kurz darauf hatte Einum die Riesenchance zum Ausgleich, doch ein Abwehrspieler klärte auf der Linie. Für die Entscheidung sorgte schließlich Jannis Marian Hesse (78.), der nach einer Ecke aus dem Getümmel traf. Durch den Auswärtssieg ist der TuS GW Himmelsthür gesichert. Dagegen steckt Einum weiter im Abstiegskampf und steht auf dem ersten Nicht-Abstiegsplatz.

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SV Blau-Weiß Neuhof – VfR Germania Ochtersum 0:0.
Der frischgebackene Meister aus Ochtersum musste sich beim Tabellendritten Neuhof mit einem torlosen Remis begnügen – und das in einer Partie, die von Verletzungspech und aufgrund des Regenschauers im zweiten Durchgang von Fehlpässen geprägt war. Früh musste Neuhofs Jonah-Benedikt Schwanke verletzt vom Platz (Schulter) und später sogar mit dem Krankenwagen abtransportiert werden. Sportlich begann Ochtersum stärker: Niklas Preußner prüfte bereits nach wenigen Minuten den Heimkeeper Bengt-Matti Galbarz. Der Offensivmann war es auch, der in der ersten Hälfte mehrere gute Möglichkeiten hatte, jedoch ohne Ertrag blieb. Neuhof kam erst nach rund 30 Minuten zu einer nennenswerten Chance. Nach dem Wechsel verflachte das Geschehen aufgrund des Schauers zusehends. Ein Handspiel im Neuhofer Strafraum wurde von den Gästen reklamiert, jedoch nicht geahndet. Auf der Gegenseite verpassten die Hausherren mit einem Abschluss über das Tor eine aussichtsreiche Gelegenheit. Die größte Chance des Spiels vergab erneut Preußner: Sein Kopfball aus zwei Metern klatschte an den Pfosten. So blieb es am Ende bei der Punkteteilung.

FC Ambergau/Volkersheim – FC Concordia Hildesheim 3:1 (0:1).
Trotz mehrerer Möglichkeiten mussten die Volkis zunächst einem Rückstand hinterherlaufen. Simon Lehmann traf früh nur die Latte, Concordia konterte gefährlich. Nach einer Viertelstunde jubelte Jan Laumann, stand dabei aber im Abseits. Kurz vor der Pause war es Amado Möhle, der den Favoriten schockte: Von der linken Seite zog er ab und traf sehenswert in die lange Ecke (38.). Nach dem Seitenwechsel war Volkersheim tonangebend – und wurde belohnt: Lucas Sztyndera schnürte binnen fünf Minuten einen Doppelpack (56., 61.) und drehte die Partie. Erst schob er überlegt aus kurzer Distanz ein, dann schlenzte er den Ball traumhaft ins Netz. Spätestens als Jan Laumann nach feiner Vorarbeit von Jannis Krebs auf 3:1 stellte (73.), war das Spiel entschieden. Der Sportliche Leiter Philipp Scholz war mit dem Spiel nicht ganz zufrieden, freute sich am Ende aber dennoch über die drei Punkte:

Trotz der Möglichkeiten haben wir im ersten Durchgang nicht stattgefunden. Concordia hat das sehr gut gemacht. In der zweiten Halbzeit hatten wir dann eine gute Phase. Am Ende freuen wir uns über die drei Punkte und die Chance, die Saison auf dem vierten Tabellenplatz zu beenden.