Jens Busch im Interview

"Ich kann auf eine geile Zeit zurückblicken"

11. März 2021, 16:13 Uhr

Nach dem überraschenden Rücktritt zu Saisonende sprachen wir mit Bezirksliga-Trainer Jens Busch über seine Zeit beim SV B-W Neuhof und seine Pläne. 

Der 40-jährige ist Neuhofer durch und durch. Mit fünf Jahren begann er das Fußball spielen in Neuhof und beendete seine aktive Karriere im Alter von 32 Jahren. Dazwischen gab es u.a. den EVI-Cup-Sieg 2011 und den Wiederaufstieg in die Landesliga im Sommer 2012. Nach den Trainerstationen in Einum und bei der Reserve des SV Bavenstedt wollten sein Co-Trainer Dennis Reimann und er eigentlich eine Pause einlegen. 

Dann kam mein Freund Jens Heinemann und überzeugte uns bei einem Kaltgetränk unsere Pause ein wenig nach hinten zu verschieben.
so Busch.

So übernahmen Jens Busch und Dennis Reimann im Jahr 2017. Die Kirschen waren zuvor aus der Bezirksliga abgestiegen und die beiden mussten somit in der Kreisliga neu starten.


Die Kirschen waren am Boden. Keine Spur mehr von dem Verein, den ich 2012 verlassen hatte. Von fehlender Kameradschaft, fehlenden Strukturen im Verein bis hin zum Abstieg. Es war wirklich ein trauriger Anblick.
erinnerte sich Busch weiter.

Nach vier Jahren blickt Jens Busch auf eine geile Zeit zurück:

Eine unglaublich geile Zeit. Sie ähnelt sehr der Zeit in Einum. Aber 1. Herren Trainer bei seinem Heimatverein zu sein ist schon ein unbeschreibliches Gefühl.

Seit Tag Eins der Amtszeit lebten Busch und Reimann die alten Strukturen in Neuhof wieder auf. Doch ohne zwei weitere Personen wäre dies nicht möglich gewesen. Andre Heine und Dennis Gentemann sprangen auch zur Bresche und halfen enorm, das Mia san Kirschen wieder erleben zu lassen. Ein Jahr später schon der erste Erfolg - der Wiederaufstieg in die Bezirksliga.

Eigentlich sind wir mit dem Projekt Neuhof noch nicht am Ende. Aber mir persönlich und auch Dennis wurde die Lust von offizieller Seite genommen. Unberechtigte und unangemessene Kritik, falsche Einschätzungen und andere Pläne haben uns mit einem tränenden Auge dazu bewogen am Saisonende aufzuhören. 

Doch für ihn geht es in anderer Position bei Neuhof weiter. Als Spieler hat er noch einige Pläne:

Neuhof hat mit Abstand die beste Infrastruktur in ganz Hildesheim und mega Persönlichkeiten zu bieten. Wir werden hier auf unserem schönen Kunstrasen in der Ü32 spielen. Ich hoffe sehr, dass wir die nächsten Jahre an der einen oder anderen deutschen Meisterschaft teilnehmen können und im Sommer 2024 das Highlight Ü32 Deutsche Heimmeisterschaft am Klingenberg und in Hildesheim mit organisieren. 

Auf die Nachfrage, ob er sich einen weiteren Trainerjob vorstellen könnte, ließ sich Busch nicht in die Karten spielen: 

Man sollte niemals nie sagen!

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