Negativserie hält an

GRIZZLYS behalten Tiebreak-Schwäche bei und verlieren Niedersachsenderby in Lüneburg

08. Januar 2022, 23:48 Uhr

Lorenz Karlitzek (Nr. 15) und David Seybering (Nr. 8) versuchen den Lüneburger Arthur Nath zu blocken. Foto: Maximilian Willke

Der Tiebreak, also der fünfte Entscheidungssatz im Volleyball, und die Helios GRIZZLYS Giesen werden wohl keine Freunde mehr. Im Niedersachsenderby verlieren die Giesener einmal mehr ein Match über fünf Sätze. 

Sie haben gut gekämpft und immerhin einen Punkt geholt, trotzdem stand für die Helios GRIZZLYS im Niedersachsenderby gegen die SVG Lüneburg eine 3:2-Niederlage zu Buche. Außenangreifer Stijn van Tilburg bemängelte nach dem Spiel: "Wir machen so viele Fehler." Geschäftsführer Sascha Kucera fand trotz der Niederlage auch positive Worte: "Wir haben gekämpft bis zum Schluss und die Mannschaft hat den richtigen Einsatz gezeigt.

GRIZZLYS drehen Satz eins

Vor 452 Zuschauer, die unter Einhaltung der 2G+-Regel in der neuen LKH-Arena anwesend waren, schickte Trainer Itamar Stein zunächst Lorenz Karlitzke, Stijn van Tilburg, Augusto Colito, David Seybering, Jan Röling, Magloire Mayaula und Libero Milorad Kapur auf das Feld. Die Hausherren von der SVG kamen zunächst besser in die Partie. Mit 3:1 und 8:5 führten die Lüneburger, doch die GRIZZLYS schlugen zurück. Eine Aufschlagserie von Stijn van Tilburg sorgte für das 10:11. Über 13:15 ging es mit 13:16 in die technische Auszeit. Ein Ass von Mayaula sorgte sogar für das 13:17. Colito und van Tilburg schlugen dann in den Block, schnell stand es nur noch 16:17. Die Hausherren konnten sogar zum 23:23 ausgleichen, doch ein Punkt von Seybering und ein Ass von Colito brachten den 0:1-Satzgewinn (23:25). 

Lüneburg dreht auf 2:1

In den Sätzen zwei und drei offenbarten die Giesener dann wieder Schwächen. Über 4:1 und 9:5 zog die SVG schnell weg. Die GRIZZLYS schlugen ein ums andere Mal in den Block und wackelten auch in der Annahme. Stein wechselte im Verlauf dann Timon Schippmann ein, der für etwas mehr Sicherheit sorgte. Den Satzverlust in Durchgang zwei konnte er aber auch nicht mehr verhindern. Über 16:9 und 21:16 war der Vorsprung angewachsen. Eine Aufschlagserie von Schippmann sorgte kurz für Spannung (23:20), doch dann sicherten sich die Lüneburger den Satz mit 25:20.
Der dritte Durchgang verlief enger. Zunächst startete erneut Karlitzek, doch früh kam erneut Schippmann aufs Feld. Die SVG führte da bereits mit 8:6. Colito konnte kurz darauf zum 9:9 ausgleichen. In den entscheidenden Phasen waren es immer wieder Arthur Nath oder Jordan Ewert die für die Punkte der Gastgeber sorgten. Nath punktete zum 14:13, Ewert später zum 17:15. Ein Ass von Auke van de Kamp sorgte für eine kleine Vorentscheidung (20:16). Doch die GRIZZLYS kämpften sich zurück, Colito punktete und Schippmann blockte. Außenangreifer van Tilburg hätte sogar zum 22:22 ausgleichen können, doch sein Angriff landete im Aus. Wieder van de Kamp machte den Satz zum 25:23 zu. "Den Satz müssen wir gewinnen, aber da machen wir unsere Fehler", ärgerte sich van Tilburg später und nannte auch gleich die Probleme, "im Aufschlag und im Angriff, das war schlecht.

Ab in den Tiebreak

Zwischenzeitlicher Jubel bei Jan Röling. Foto: Maximilian Willke

Im vierten Satz zeigten die Giesener einmal mehr, dass sie es können. Schnell führten die Stein-Schützlinge mit 1:3 und 6:9. Selbst als van de Kamp auf 8:9 verkürzte wurden sie nicht nervös. Seybering und van Tilburg stellten auf 8:11. Über van Tilburg ging in dieser Phase im Angriff fast alles, der Niederländer stellte auf 10:13. Stein brachte zudem Kapitän Hauke Wagner, für den schwächer werdenden Colito. Prompt punktete Wagner zum 12:15 und 14:16. Seybering und Schippmann blockten zum 14:17 und 15:19. Wagner sorgte für den Satzball zum 20:24, ehe Seybering den zweiten zum 21:25 verwandelte. Durch das 2:2 hatten die Giesener immerhin einen Punkt auf dem Konto. 

Im Tiebreak offenbarten die Giesener eine weitere bekannte Schwäche. Sie führten bereits mit 7:9, Mayaula und Wagner hatten geblockt, doch es sollte alles nichts nützen. Zunächst verschlug van Tilburg eine Angagbe, dann sorgte eine Aufschlagserie von van de Kamp für fünf Punkte in Serie für die SVG. Aus 7:9 machten die Hausherren 12:9. "Am Schluss lassen wir es uns nehmen, nach der Aufschlagserie lassen wir die Köpfe ein bisschen hängen", zeigte sich Kucera enttäuscht. Schippmann wurde noch geblockt und es stand 13:9. Mit 15:11 sicherte sich die SVG den 3:2-Heimsieg und die Negativserie der GRIZZLYS im Tiebreak geht weiter. Die MVP's wurden die Zuspieler Joe Worsley (Gold) und Jan Röling (Silber).
"Natürlich ist es enttäuschend, wenn du den fünften Satz am Ende verlierst, aber wir müssen auch das Positive sehen, es war keine einfache Woche für uns", fasste Kapitän Wagner abschließend zusammen. 

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