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Das war ein tränenreicher Abend in der Hildesheimer Sparkassen-Arena. Die Helios Grizzlys Giesen schieden im Viertelfinale gegen Düren aus und für Trainer Itamar Stein war es das letzte Spiel als Coach.
Die Helios Grizzlys Giesen sind im Play-Viertelfinale um die deutsche Meisterschaft ausgeschieden. Nach der 3:1-Niederlage vor einer Woche bei den Powervolleys Düren verlor das Team von Trainer Itamar Stein das Heimspiel mit 2:3. Für Stein war es das letzte Spiel auf der Giesener Trainerbank. Der Coach hatte seinen Abschied zum Saisonende angekündet. Den Trainer zieht es nach Tschechien, in die Heimat sein Frau Tereza.
Den ersten Satz verschliefen die Grizzlys völlig. Die Giesener lagen schnell mit 2:9 zurück und fanden kein Mittel gegen die starken Aufschläge und das präzise Blockspiel der Dürener. Die Hausherren konnten den Rückstand zwar auf drei Punkte verkürzen (11:14), aber in den entscheidenden Momenten waren die Giesener einfach nicht wach. Mark Rura wurde zum wiederholten Mal geblockt und Cody Kessel war bei einer Abwehraktion nicht aufmerksam genug. So ging der erste Satz schließlich mit 25:20 an die Westdeutschen.
Im zweiten Satz Waren die Gäste weiterhin besser im Spiel, allerdings steigerten sich die Grizzlys mit zunehmender Dauer. Aus einem 5:7-Rückstand machten die Giesener eine 14:12-Führung. Der Satz blieb bis zum Ende spannend, weil Canham mit seinen Aufschlägen immer wieder Stress in der Giesener Annahme erzeugte. Beim 18:20 sah es nicht gut für die Giesener aus, aber Rura, Kessel und Lars Migge drehten das Momentum wieder auf die Seiten der Grizzlys, die den zweiten Durchgang mit 25:23 gewinnen konnten. Im dritten Satz hatten die Gäste wieder lange Zeit die Nase vorne. Beim Stand von 5:6 kassierte Dürens Trainer Christophe Achten wegen Meckerns die rote Karte und es stand 6:6. Die Grizzlys konnten diesen Vorteil nicht nutzen und Düren führte mit 14:11. Am Ende des Satzes hatten die Powervolleys sogar zwei Satzbälle. Dann schlug Mark Rura aber so gut auf, dass die Grizzlys den Satz noch drehen konnten. Mit 26:24 ging der Durchgang doch noch an die Grizzlys. Die 2304 Fans in der Sparkassen-Arena waren aus dem Häuschen. Die Grizzlys nahmen sich aber Mitte des vierten Satzes eine folgenschwere Schwächephase und Düren ging mit 22:17 in Front. Zwar konnten die Grizzlys nochmals auf 23:24 verkürzen, aber Dürens Kapitän Poole machte den Sack schließlich zu. „Well done“, dachte sich der Ire beim verwandelten Satzball. Der Tiebreak musste also die Entscheidung bringen. Und wieder gerieten die Hausherren schnell in Rückstand. Beim 1:4 hatten einige Fans schon ein mulmiges Gefühl, aber die Grizzlys kämpften sich zurück. Beim Stand von 13:14 wehrten sie den ersten Matchball souverän ab. Beim Stand von 15:16 gelang Düren aber ein Ass und die Partie war zugunsten der Gäste mit 3:2 entschieden. Für die Grizzlys bedeutete das das Saisonende. Die Giesener sind im Viertelfinale ausgeschieden und für Trainer Itamar Stein endete die zehnjährige Tätigkeit in Giesen mit einer unglücklichen Heimniederlage. „Es waren zehn schöne Jahre und wir haben hier viel aufgebaut“, sagte der Coach unter Tränen. Neben Stein wurden auch fünf Spieler (Yannik Ahr, Austin Wilmot, Mark Olsen, Miguel Sinfronio und Mark Rura verabschiedet. Alles dazu gibt es in einem Extra-Artikel.
