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Das wars. Am Samstag endete die zehnjährige Amtszeit von Trainer Itamar Stein bei den Helios Grizzlys Giesen. Neben dem Coach verlassen auch fünf Spieler den Volleyball-Bundesligisten.
Am Samstag verabschiedeten sich die Helios Grizzlys aus der Bundesliga-Saison. Die 2:3-Niederlage gegen die SWD PowerVolleys Düren bedeutete das Aus im Play-Off-Viertelfinale. Nach dem Spiel wurden Trainer Itamar Stein sowie fünf Spieler verabschiedet. Stein hatte am Jahresende bekannt gegeben, dass er mit seiner Familie nach Tschechien ziehen möchte. Als Nachfolger steht Markus Steuerwald von den Berlin Recycling Volleys bereits in den Startlöchern. Er tritt in große Fußstapfen, die Itamar Stein hinterlässt. Stein trat das Traineramt bei den Grizzlys 2016 an. „Damals waren wir noch in der zweiten Liga und spielten vor 300 Zuschauern in der Schacht-Arena“, sagte der Coach bei seiner Abschiedsrede am Samstagabend vor den Fans. Stein hat die Grizzlys, gemeinsam mit Managaer Sascha Kucera zu einem Topteam entwickelt. Zum fünften Mal qualifizierten sich die Giesener nun für einen europäischen Wettbewerb. Mittlerweile spielen die Giesener in der Hildesheimer Sparkassen-Arena und das meist vor mehr als 2000 Zuschauern. Die Grizzlys sind eine Nummer in Volleyball-Deutschland und auch in Europa kennt man die Giesener. Stein hat durch sein Netzwerk immer wieder talentierte Volleyballer nach Niedersachsen gelotst. Einzig ein Titel war dem Trainer der israelischen Nationalmannschaft nicht vergönnt und dennoch hat Stein viel geleistet. Die Grizzlys standen vor zwei Jahren vor dem Einzug ins Finale um die deutsche Meisterschaft und scheiterten nur knapp am VfB Friedrichshafen. Im Pokal war im Halbfinale ebenfalls immer Schluss. „Das war ärgerlich“, sagte Stein rückblickend. Neben dem Trainer, der viele Tränen verdrückte und emotional von seiner Familie unterstützt wurde, wurden auch fünf Spieler verabschiedet.

Diagonalangreifer Mark Rura sucht eine neue Herausforderung und wechselt nach Japan. Mit Miguel Sinfronio, Austin Wilmot und Mark Olsen verlassen gleich drei Mittelblocker die Grizzlys. Insbesondere Sinfronios Abgang schmerzt, weil sich der Spanier im Saisonverlauf mächtig steigerte und eine feste Größe war. Angreifer Yannik Ahr, der in der Vorsaison noch für die II. Mannschaft der Grizzlys spielte, wünscht sich noch mehr Spielpraxis und wird wohl zu Bundesligakonkurrent Karlsruhe wechseln. Alle bekamen von Manager Kucera Präsente zum Abschied überreicht und den warmen Applaus der Fans. Für Trainer Stein hatte sich der familiäre Verein noch etwas besonderes überlegt. EIne Fahne mit Steins Konterfei soll unter das Hallendach gehängt werden. Stein kommt in die so genannte Hall of Fame, neben Hauke Wagner, der am Samstag auch in der Arena war und seinen langjährigen Coach ebenfalls verabschiedete. Für Stein hatte sich die Mannschaft noch eine Überraschung einfallen lassen. Der Trainer bekam von seinem Team zum Abschied eine Überraschungskiste. Ein würdiger Abschied für den Trainer, der von den Fans mit Standing Ovations und Sprechchören verabschiedet wurde. Nach zehn Jahren endete somit die Itamar-Stein-Ära.

