Oberliga Re-Start

„Grenzwertig“ – So nennt Söhres Vorsitzender Ihmann die aktuelle Fortsetzung der Handball-Saison

13. Januar 2022, 19:33 Uhr

Bezog im Sportnews-Gespräch Stellung zur Saisonfortsetzung: Söhres-Vorsitzender Matthias Ihmann. Archivfoto: Maximilian Willke

Am Sonntag soll die Handball-Oberliga-Saison fortgesetzt werden. Für Söhres-Vorsitzenden Matthias Ihmann eine „grenzwertige“ Entscheidung, einen Saisonabbruch würde er allerdings auch nicht befürworten.

Wir gehen davon aus, dass wir Sonntag spielen und bereiten uns darauf vor“, so Söhres Vorsitzender Matthias Ihmann. Seine Schützlinge, die Sportfreunde Söhre empfangen am Sonntag nach etwas mehr als eineinhalb Monaten Corona- und Weihnachtspause den VfL Hameln zum Re-Start der Oberliga. Um 17 Uhr geht es in der Steinberghalle in Diekholzen los. Zuschauer sind unter Einhaltung der 2G+-Regel erlaubt. „Wir können bis 50 % der normalen Kapazität in die Halle lassen“, so Ihmann ohne genauere Zahlen zu nennen. Es wird keinen Kartenvorverkauf geben, lediglich eine Tageskasse am Spieltag selbst.

Zur aktuellen Fortsetzung des Spielbetriebes hat Ihmann eine klare Meinung: „In meinen Augen ist das schon ein bisschen grenzwertig, was man hier macht.“ Die Corona-Zahlen steigen immer weiter an, insbesondere die hochinfektiöse Omikron-Variante scheint dafür verantwortlich. Ihmann schaut dabei auch auf andere Sportarten: „Die Volleyballer sagen aktuell ab, dazu spielst du fast überall ohne Zuschauer, aber in Diekholzen könnten wir 50 % Zuschauer in die Halle lassen.
Für die Sportler gilt im Übrigen ebenfalls die 2G+-Regel. Doppelt geimpft oder genesen, dazu ist zusätzlich ein negativer Test erforderlich. Geboostert reicht für Spieler nicht aus. Für Schiedsrichter und Kampfrichter aber doch.
Aber zu viel meckern will Ihmann auch nicht: „Alle Mannschaften haben das Problem.“ Es gäbe auch die Möglichkeit die Spiele zu verlegen, sowie es bei der SG Börde Handball für das kommende Wochenende geschehen ist. Auch hier gibt es eine gewisse Crux: „Man kann das Spiel mit Zustimmung des Gegners absagen, müsste es aber innerhalb von vier Wochen nachholen. Das ist bei dem engen Terminplan fast unmöglich, die Wochenenden sind bereits voll, sodass man in die Woche ausweichen müsste.

Alles in allem ist die Situation also „nicht berauschend“, wie es Ihmann vorsichtig formuliert. Der kommende Gegner VfL Hameln ist sehr erfahren und unbequem zu spielen. Trotz Weihnachtspause und nicht optimaler Trainingsbedingungen hat Söhres Coach Lakenmacher sein Team sehr akribisch und gut auf den Gegner vorbereitet.

Einen Saisonabbruch hält er im Übrigen auch für die falsche Entscheidung: „Was du machst ist falsch, abbrechen wäre auch Mist und für den gesamten Handballsport eine Katastrophe“, so Ihmann. Vielleicht hätte man die Fortsetzung noch etwas nach hinten schieben sollen, aber wer weiß schon ob sich die Situation bis dahin verbessert hätte. 

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