Ein Basketballspiel, das an Dramatik kaum zu überbieten war, erlebten die Zuschauer am 24. Januar 2026 in Hildesheim. Im Spitzenspiel der Liga empfing die erste Herrenmannschaft von Eintracht Hildesheim den SV Gehrden.

In einer Partie, die von Beginn an Spannung pur versprach, kämpften beide Teams verbissen um die Tabellenführung. Nach einem packenden Duell voller Wendungen sorgte ein Buzzer-Beater in letzter Sekunde für Ekstase in der Halle und bescherte der Eintracht einen wichtigen Sieg auf dem Weg zur Meisterschaft.

Beide Mannschaften gingen mit einer beeindruckenden Bilanz von 7:1 in das Spiel, was die Ausgangslage für ein packendes Duell schuf. Die Gäste aus Gehrden, angeführt von Ex-Nationalspieler Philip Zwiener und Basketball-Legende Timo Thomas, reisten als starker Aufsteiger an und hatten in der Hinrunde bereits eine deutliche Niederlage gegen Hildesheim erzielt.

Die von Beginn an hervorragende Atmosphäre in der mit Fans gefüllten Halle spiegelte sich auf dem Feld wider. Beide Teams legten mit hoher Intensität los und schenkten sich nichts. Im ersten Viertel zeigte Hildesheim eine starke Leistung und ging mit einer 21:16-Führung in die erste Pause. Doch im zweiten Viertel wendete sich das Blatt: Gehrden stellte auf eine aggressive Zonenverteidigung um, die Hildesheim vor große Probleme stellte. Fehler wurden gnadenlos bestraft, und während Gehrden eiskalt traf, wollte bei Hildesheim kein Wurf von außen fallen. Zur Halbzeit führte Gehrden deutlich mit 26:40.

Doch die Hildesheimer ließen sich nicht entmutigen. Eine ruhige und klare Halbzeitansprache stärkte den Glauben an ein Comeback. Mit dem Ziel, den Rückstand zu verkürzen, startete Hildesheim mit neuer Energie in das dritte Viertel. Angetrieben von der Unterstützung der Heimfans wurde die Defense körperlicher, die Würfe der Gehrdener wurden erschwert, und in der Offensive fand der Ball endlich wieder den Weg durch den Ring. Nach 30 Minuten stand es 47:55, das Comeback war greifbar.

Das letzte Viertel entwickelte sich zu einer wahren Nervenschlacht. Drei Minuten vor Schluss übernahm Hildesheim erstmals wieder die Führung. Beide Teams spielten am Limit, jeder Ballbesitz zählte. 27 Sekunden vor dem Ende stand es 71:72 aus Hildesheimer Sicht, als der Gehrdener Philip Zwiener an die Freiwurflinie trat. Nach einem verworfenen und einem erfolgreichen Freiwurf stand es 71:73. Was dann folgte, wird niemand in der Halle je vergessen: Ein verworfener Dreier von Simon Lüer wurde von Michael Papke per Offensivrebound gesichert, der den Ball nach außen passte. Mahmoud Famy nutzte die Gelegenheit und versenkte einen Dreier, der die Halle explodieren ließ! Bei noch vier Sekunden auf der Uhr führte Hildesheim mit 74:73. Gehrden hatte keine Auszeit mehr, und Zwieners letzter Wurf von hinter der Mittellinie verfehlte sein Ziel.

Nach der Schlusssirene brachen alle Dämme. Die Mannschaft feierte ihren Matchwinner Famy, die Fans jubelten, pure Emotionen waren überall zu spüren. Eintracht Hildesheim zollte dem SV Gehrden großen Respekt für ein intensives, hochklassiges und jederzeit faires Spiel. Die geschlossene und selbstlose Teamleistung der Hildesheimer, sowohl auf dem Feld als auch von der Bank, gab am Ende den Ausschlag. Ein besonderer Dank ging an die Fans für die unglaubliche Unterstützung, die als „sechster Mann“ maßgeblich zum Erfolg beitrug.

Mit diesem dramatischen Sieg übernimmt Eintracht Hildesheim die Tabellenführung und macht einen riesigen Schritt in Richtung Meisterschaft. Doch die Saison ist noch nicht vorbei: Schon am Freitag, dem 30. Januar 2026, wartet der nächste Härtetest beim CVJM Hannover, wo die Hildesheimer den nächsten Sieg einfahren wollen.