Am 26. Spieltag der Bezirksliga steigt in Himmelsthür ein absolutes Abstiegskrimi. Alfeld bekommt es mit dem Nachbarn Schliekum zutun.

MTV Almstedt – SV Einum (Samstag, 15:30 Uhr)

Tabellenneunter gegen Tabellenschlusslicht. Die Rollen vor dem Duell zwischen dem MTV Almstedt und dem SV Einum sind klar verteilt. Fünf Spieltage vor Saisonende steht Einum weiter unter Druck: Bei einer Niederlage könnte der Abstieg bereits besiegelt sein. Die Gäste warten zudem seit sieben Spielen auf einen Sieg. Ganz anders die Lage beim MTV: Die Almstedter gehen mit zwei Erfolgen in Serie und entsprechend viel Selbstvertrauen in die Partie. Das Hinspiel endete mit einem 1:1-Unentschieden. Entsprechend selbstbewusst blickt MTV-Trainer Stefan Gluba auf die Partie:

Die Stimmung ist gut, die Mannschaft ist hochmotiviert, die Serie von zwei gewonnenen Spielen auszubauen. Wir wollen in der Tabelle klettern und benötigen dazu drei Punkte.

Beim SV Einum ist die Ausgangslage deutlich angespannter, doch aufgegeben hat man sich noch lange nicht. Co-Trainer Kevin Giesa betont:

Wir werden alles versuchen, um endlich mal wieder drei Punkte zu holen. Solange es noch eine Chance gibt, die Klasse zu halten, werden wir alles dafür geben.

SV Alfeld – TuSpo Schliekum

Ein echtes Topspiel im Kampf um die oberen Tabellenplätze: Der Tabellensechste SV Alfeld empfängt den Tabellenfünften TuSpo Schliekum, der aktuell zwei Punkte mehr auf dem Konto hat. Nach einer kleinen Schwächephase präsentierte sich Alfeld am vergangenen Spieltag wieder in starker Form und konnte in Giesen einen wichtigen Sieg einfahren. Doch auch die Gäste aus Schliekum befinden sich weiterhin in guter Verfassung und reisen mit entsprechendem Selbstvertrauen an. Das Hinspiel dürfte dabei noch in den Köpfen beider Teams präsent sein: Damals gewann die SV Alfeld deutlich mit 6:0 in Schliekum, allerdings unter besonderen Umständen, nachdem Schliekum früh eine Rote Karte hinnehmen musste. Entsprechend groß dürfte nun die Motivation beim TuSpo sein, sich für diese deutliche Niederlage zu revanchieren. Die Zuschauer dürfen sich auf ein intensives und ausgeglichenes Duell zweier formstarker Teams freuen.

TSV Giesen – TSV Lenne

Der TSV Giesen musste am vergangenen Wochenende die erste Niederlage im Jahr 2026 hinnehmen und dadurch auch die Tabellenführung abgeben. Aktuell steht die Mannschaft auf Rang drei. Am Sonntag empfängt Giesen nun den Tabellenvorletzten TSV Lenne, der dringend punkten muss, um im Kampf um den Klassenerhalt noch ein Wörtchen mitreden zu können. Die Gäste reisen mit drei Niederlagen in Folge an. Das Hinspiel konnte Giesen knapp mit 2:1 für sich entscheiden. TSV-Trainer Laurin Paris ordnet die Situation klar ein:

Wir haben einen guten Kader. Daher ist es unabhängig, ob mal drei bis vier Spieler ausfallen oder nicht. Den Luxus zu haben, von 20+ Spielern zu profitieren, ist eigentlich eine Seltenheit. Daher ist alles gut! Gegen Alfeld hatten wir leider keinen guten Tag, aber das gehört im Fußball auch mal dazu. Klarer Plan: Leistungssteigerung und Sieg!

SV Ambergau Bockenem – VfL Borsum

Der SV Ambergau Bockenem ist aktuell seit zwei Spielen ungeschlagen und steht weiter auf dem vierten Tabellenplatz. Gegner VfL Borsum rangiert derzeit auf Platz elf und musste nach zuvor zwei Siegen in Folge am vergangenen Spieltag wieder eine knappe Niederlage hinnehmen. Der Vorsprung auf den Relegationsplatz beträgt dennoch komfortable neun Punkte. Das Hinspiel entschied Ambergau Bockenem durch einen Last-Minute-Treffer für sich. Ambergau-Co-Trainer Marvin Oppermann gibt die Marschroute klar vor:

Wir wollen an das letzte Heimspiel und die zweite Halbzeit aus Afferde anknüpfen. Das haben wir klar als Ziel gesetzt und so werden wir es angehen. Borsum ist eine super Mannschaft und es wird sicher kein einfaches Spiel. Aber wir spielen auf Sieg! Personell gehen wir weiter auf dem Zahnfleisch. Da hilft aber kein Jammern. Die Mannschaft ist stark genug!

Auch auf Seiten der Gäste ist die Zielsetzung klar formuliert. Borsums spielender Co-Trainer Leon Heesmann erklärt:

Wir wollen defensiv wieder die richtigen Entscheidungen in den richtigen Situationen treffen. Drei Gegentore im letzten Spiel waren für die gezeigte Leistung zu viel. Offensiv haben wir uns zuletzt viele Chancen erarbeitet, aber daraus zu wenig Tore erzielt. Hier müssen wir mehr Cleverness und Abschlussqualität zeigen. Zur personellen Situation können wir aktuell noch nicht so viel sagen, da wir ein paar angeschlagene Spieler haben, bei denen es in beide Richtungen gehen kann. Definitiv ausfallen wird Burhan, der sich im letzten Spiel leider am Sprunggelenk verletzt hat.

TuSpo Lamspringe – TuS Hasede

Für den TuSpo Lamspringe, aktuell Tabellendrittletzter, zählt im Heimspiel gegen den Tabellenachten TuS Hasede nur ein Sieg. Acht Punkte beträgt der Rückstand auf den Relegationsplatz bei noch sechs ausstehenden Partien. Entsprechend ist die Ausgangslage für die Gastgeber klar. Nach drei Spielen ohne Niederlage musste sich Lamspringe zuletzt wieder geschlagen geben, in der Partie gegen Neuhof. Auf der anderen Seite wartet Hasede bereits seit sieben Spielen auf einen Erfolg. Das Hinspiel entschied der TuS deutlich mit 6:1 für sich. TuSpo-Spieler Marius Schütz macht die Zielsetzung unmissverständlich klar:

Uns ist klar, dass am Sonntag gegen Hasede nur eines zählt: drei Punkte. Wir werden alles daran setzen, den Platz als Sieger zu verlassen. Zwar müssen wir auf einige gesperrte Spieler verzichten, doch trotzdem werden wir eine schlagkräftige Mannschaft auf dem Platz haben. Jeder im Team weiß genau, worum es geht, und entsprechend werden wir auftreten.

Auch TuS-Trainer Milano Werner blickt auf die Partie und auf die angespannte Personalsituation:

Zunächst wollen wir den Schwung aus dem Spiel gegen Pyrmont Hagen mitnehmen, zumindest die Leistung und Einstellung der ersten 65 bis 70 Minuten. Hätten wir uns in diesem Spiel nicht selbst dezimiert, wären wir nicht als Verlierer vom Platz gegangen, da bin ich mir absolut sicher. So warten wir leider seit sieben Spielen auf ein echtes Erfolgserlebnis. Personell ist es leider noch nicht wirklich besser. Aktuell ist es so, dass in jedem Spiel sieben, acht oder neun Spieler ausfallen. Immer wenn ich denke, jetzt kommen drei oder vier Spieler wieder zurück, fallen sofort zwei, drei oder vier andere aus. Das ist derzeit sehr schwierig für alle Beteiligten, aber wir bleiben trotzdem optimistisch und positiv. Wir wollen allen Widrigkeiten zum Trotz weiterhin mutig sein und sind überzeugt, dass wir jetzt den Turnaround einläuten.

TuS GW Himmelsthür – SV Türk Gücü Hildesheim

Im direkten Duell im Tabellenkeller trifft der TuS GW Himmelsthür auf den SV Türk Gücü Hildesheim. Die Gastgeber stehen mit 22 Punkten auf dem Relegationsplatz, während Türk Gücü als Tabellenelfter den ersten Nicht-Abstiegsplatz belegt, mit einem Punkt mehr, aber auch einem Spiel weniger. Für Himmelsthür zählt im Kampf um den direkten Klassenerhalt nur ein Sieg, während Türk Gücü mit einem Erfolg einen großen Schritt in Richtung Ligaverbleib machen kann. Himmelsthür geht mit drei Siegen in Folge in die Partie, während Türk Gücü zuletzt sein Heimspiel gegen Harsum gewinnen konnte. Das Hinspiel endete in einer umkämpften Begegnung 2:2. Zudem treffen ein heimschwaches Team und ein auswärtsschwaches Team aufeinander. TuS-Spieler Jannis Hesse betont die Marschroute:

Wir wollen das Spiel so angehen wie die letzten Spiele auch schon. Heißt, voll fokussiert sein und als Team füreinander arbeiten. Personell fehlt uns verletzungsbedingt und aufgrund von Sperren zwar der ein oder andere, trotzdem sind wir gut aufgestellt.

Auf Seiten von Türk Gücü gibt sich Manager Yilmaz Umur kämpferisch:

Ja, wir wollen gewinnen, das wäre ein riesiger Schritt in Richtung Klassenerhalt. Die letzten Wochen waren sehr stark von der Mannschaft. Wir sind personell voll besetzt, es fehlt uns keiner.