Gemischte Gefühle bei den Hildesheimer Regionalligisten. Während die Sportfreunde Söhre mit einem deutlichen 34:26 beim VfL Hameln direkt ein Ausrufezeichen setzten, mussten sich der TuS GW Himmelsthür und die SV Alfeld jeweils auswärts geschlagen geben. Himmelsthür unterlag beim MTV Vorsfelde mit 27:30, Alfeld verlor beim Northeimer HC mit 28:32.

Söhre dreht in der Schlussphase auf

Für die Sportfreunde Söhre war der Auftakt genau nach Maß. Beim VfL Hameln setzte sich die Mannschaft mit 34:26 (14:13) durch und zeigte vor allem nach dem Seitenwechsel, warum sie zu den Favoriten der Liga gezählt werden.

Dabei war die Partie jedoch lange eng. Hameln lag zwischenzeitlich mit 13:11 vorne, doch Söhre drehte die Begegnung noch vor der Pause und ging mit einer 14:13-Führung in die Kabine.

Nach dem Seitenwechsel übernahmen die Gäste zunehmend die Kontrolle. Über 17:14 und 20:17 baute Söhre den Vorsprung aus. Hameln kämpfte sich beim 23:25 noch einmal heran, doch anschließend sorgten die Sportfreunde mit einer starken Schlussphase für klare Verhältnisse. Von 26:24 zog Söhre innerhalb weniger Minuten auf 33:25 davon. Am Ende stand ein deutliches 34:26 auf der Anzeigetafel.

Johann Scherbanowitz war mit acht Treffern der erfolgreichste Söhre-Werfer. Alexander Thiel erzielte sechs Tore, Philipp Klein und Niklas Ihmann jeweils vier. Damit ist Söhre der Start in die neue Saison gelungen, den man sich nach dem Abstieg aus der 3. Liga gewünscht hatte.

Himmelsthür hält lange mit

Für den TuS GW Himmelsthür gab es dagegen keine Punkte. Beim MTV Vorsfelde musste sich die Mannschaft von Kilian Kraft mit 27:30 (14:14) geschlagen geben.

Dabei war die Partie lange völlig offen. Vorsfelde erwischte zunächst den besseren Start und führte zwischenzeitlich mit 6:3. Himmelsthür kämpfte sich zurück und übernahm zwischenzeitlich sogar die Führung. Mit einem 14:14 ging es in die Halbzeitpause.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb der TuS zunächst dran. Vorsfelde konnte sich aber im Laufe der zweiten Halbzeit erstmals etwas absetzen und führte nach 42 Minuten mit 22:18. Himmelsthür gab sich damit noch lange nicht geschlagen. Nach dem 22:21 war die Partie wieder völlig offen. In der Schlussphase hatte Vorsfelde jedoch die besseren Antworten und setzte sich letztlich mit 30:27 durch.

Linkshänder Jonas Gohlke war mit sieben Treffern bester Werfer des TuS. Maximilian Hollstein erzielte sechs Tore, Kreisläufer Felix Wand kam auf fünf Treffer. Für Himmelsthür war damit trotz der Niederlage einiges Positives dabei. Gegen einen starken Vorsfelder Kader hielt die Mannschaft lange mit, am Ende fehlten in den entscheidenden Minuten aber die nötigen Lösungen.

Alfelder verlieren nach Kampf in Northeim

Auch die SV Alfeld musste zum Auftakt die Heimreise ohne Punkte antreten. Beim Northeimer HC unterlag die Mannschaft von Leo Meomartino mit 28:32 (13:19).

Northeim erwischte den besseren Start und setzte sich nach einer ausgeglichenen Anfangsphase zunehmend ab. Beim 10:6 führte der Vorjahresdritte erstmals deutlicher, bis zur Pause wuchs der Vorsprung auf 19:13 an.

Nach dem Seitenwechsel sah es zunächst nach einer klaren Angelegenheit aus. Northeim führte zwischenzeitlich mit 22:14. Doch Alfeld zeigte Moral und kämpfte sich wieder heran. Beim 23:20 war der SVA plötzlich wieder in Schlagdistanz. Northeim konnte sich anschließend erneut absetzen, doch Alfeld gab sich weiter nicht geschlagen. Vier Minuten vor Schluss stand es noch 29:26. Für die Wende reichte es allerdings nicht mehr, Northeim brachte den Vorsprung über die Zeit und gewann mit 32:28.

Bei der SVA war Malte Hansemann mit sechs Treffern bester Werfer. Neuzugang Matteo Ehlers kam bei seinem Pflichtspieldebüt auf fünf Tore, davon drei per Siebenmeter. Comebacker Sören Lange, der seine Karriere eigentlich beendet hatte aber am Sonntag gegen seinen Ex-Club aushalf, erzielte vier Treffer. Damit bleiben die ersten Punkte für Alfeld zwar aus, die Mannschaft zeigte aber gerade nach dem deutlichen Rückstand eine gute Moral.