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Am vergangenen Sonntag fand in der 1. Kreisklasse Staffel C der zweite Spieltag statt.
SV 06 Holzminden II – MTV Bevern 1:1 (1:1).
Der SV 06 Holzminden II wurde gegen den MTV Bevern bereits nach drei Minuten kalt erwischt. Nach einem individuellen Fehler im Spielaufbau nutzte Til Engelmann die Gelegenheit konsequent und brachte die Gäste früh mit 1:0 in Führung. Holzminden ließ sich davon jedoch nicht lange beeindrucken, fand schnell zurück in die Partie und übernahm zunehmend die Kontrolle. Der Aufsteiger ließ den Ball gut durch die eigenen Reihen laufen und arbeitete sich immer besser in das Spiel. Kurz vor der Pause folgte schließlich der verdiente Ausgleich: Nach einem Eckball stieg Julius Peterschröder am höchsten und köpfte zum 1:1 ein (45.). „Wir sind direkt eiskalt bestraft worden, haben uns danach aber schnell wachgerüttelt und versucht, das Spiel zu kontrollieren“, erklärte Holzmindens Trainer Eray Selcuk.
Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich eine ausgeglichene und umkämpfte Begegnung, in der auch Bevern zu ein, zwei guten Möglichkeiten kam. Die etwas klareren Chancen erspielten sich jedoch die Gastgeber. Holzminden hatte laut Selcuk drei bis vier hochkarätige Möglichkeiten, verpasste es aber, die Partie noch komplett zu drehen. Gleichzeitig musste die 06-Reserve gegen die technisch starken Einzelspieler des MTV stets aufmerksam bleiben. „Ich bin stolz auf die Mannschaft. Wir sind als Aufsteiger in der Liga und können mit dem Punkt zufrieden sein, auch wenn für uns vielleicht etwas mehr drin gewesen wäre“, bilanzierte Selcuk. So blieb es beim 1:1, mit dem Holzminden II einen weiteren Punkt in der neuen Spielklasse einsammelte.
TuSpo Lamspringe II – SG Holzberg 1:0 (0:0).
Die zweite Mannschaft der TuSpo Lamspringe hätte die Partie gegen die SG Holzberg bereits vor der Pause in die eigene Richtung lenken können. Die Gastgeber erspielten sich in der ersten Halbzeit eine Vielzahl an Tormöglichkeiten, ließen vor dem Tor aber die nötige Konsequenz vermissen. „Wir hätten das Spiel in der ersten Halbzeit aufgrund der Vielzahl an Tormöglichkeiten bereits entscheiden können, waren aber zu unkonzentriert vor dem Tor“, erklärte TuSpo-Trainer Timo Wunnenberg. Nach dem Seitenwechsel stellte sich Holzberg besser auf das Lamspringer Spiel ein. Die Hausherren hatten nun mehr Probleme im Spielaufbau, sodass sich eine deutlich ausgeglichenere Begegnung entwickelte.
Die Entscheidung fiel schließlich in der 76. Minute durch eine starke Einzelaktion von Harun Silva de Oliveira. Er setzte sich durch, behielt vor dem Tor die Übersicht und legte noch einmal quer auf Simon Hauenschild, der zum 1:0 einschob. Lamspringe verpasste es anschließend, mit einem zweiten Treffer für Ruhe zu sorgen und musste deshalb bis zum Schluss um den Heimsieg kämpfen. Holzberg kam noch zu zwei guten Möglichkeiten auf den Ausgleich, doch die TuSpo verteidigte die knappe Führung gemeinsam bis zum Abpfiff. „Wir haben es nicht geschafft, den Deckel draufzumachen. Dennoch bin ich sehr froh über meine Mannschaft, dass wir zusammen den Heimsieg verteidigen konnten“, bilanzierte Wunnenberg.
TSV Kaierde – VFR Hehlen 2:1 (0:0).
Der TSV Kaierde hatte über weite Strecken mehr vom Spiel, musste gegen einen tief stehenden VfR Hehlen aber lange auf die entscheidenden Lücken warten. Die Gäste konzentrierten sich vor allem auf die Defensive und wurden offensiv überwiegend nach Kontern gefährlich. Kaierde hatte viel Ballbesitz, fand gegen den kompakten VfR jedoch nur selten den Weg zum Abschluss. Nach der Pause schlug Hehlen dann selbst zu: Ein Fehler in der Kaierder Defensive öffnete Laurin-Niklas Hölscher in der 60. Minute den Weg zum Tor, der anschließend alleine auf den Keeper zulief und zum 0:1 vollendete. In Führung liegend zog sich Hehlen noch weiter zurück, während der TSV den Druck erhöhte und immer mehr Spieler nach vorne schob. Trotz der klaren Spielanteile blieb die Anzahl wirklich gefährlicher Abschlüsse zunächst überschaubar.
Erst in der Nachspielzeit gelang Kaierde doch noch der Durchbruch. Nach einer guten Kombination kam Fabrice Bensch rund elf Meter vor dem Tor zum Abschluss und traf zum 1:1. Damit gab sich der TSV aber nicht zufrieden und warf noch einmal alles nach vorne. Ein langer Ball wurde im Angriff abgelegt, anschließend köpfte Moritz Koch tatsächlich noch zum viel umjubelten 2:1-Siegtreffer ein. „Der Sieg war auf das gesamte Spiel gesehen schon verdient, aber durch die zwei späten Tore am Ende natürlich auch glücklich“, bilanzierte Kaierdes Kapitän Nicolas Deiters. Gleichzeitig hob er den starken Kampf der Gäste hervor, die über weite Strecken fast alles wegverteidigten. Aufgrund der Spielanteile über 90 Minuten ging der Erfolg für Kaierde dennoch in Ordnung.
TSV Eberholzen – SG Sollingtor 1:1 (0:0).
Der TSV Eberholzen hatte gegen die SG Sollingtor über weite Strecken mehr vom Spiel, konnte seine Überlegenheit aber lange nicht in Tore ummünzen. Die Gastgeber kombinierten sich immer wieder ordentlich nach vorne, spielten ihre Angriffe im letzten Drittel jedoch nicht konsequent genug zu Ende. Trotzdem stimmten Einsatz und Einstellung über die gesamte Partie. In der 70. Minute brachte Trainer Marius Pientka nach längerer Verletzungspause Luca-Jan Schulze in die Partie und der Joker sollte stechen. In der 83. Minute spielte Eberholzen einen Angriff sauber heraus, Schulze stand anschließend goldrichtig und tauchte frei vor dem Torhüter auf. Der Angreifer blieb ruhig und schob zum umjubelten 1:0 ein.
Zum Heimsieg reichte die späte Führung allerdings nicht. In der 88. Minute entschied der Schiedsrichter nach einer Zweikampfsituation im Eberholzer Strafraum auf Elfmeter für Sollingtor. Patrick Klein übernahm die Verantwortung und verwandelte zum 1:1-Endstand. Pientka zeigte sich mit der Entscheidung nicht einverstanden und sprach von einem „sehr fragwürdigen Foulelfmeter“, nachdem sein Spieler aus seiner Sicht den Ball sauber erobert hatte. „Am Ende des Tages war es ein gerechtes Remis, weil wir unsere Spielzüge einfach nicht vernünftig zu Ende gespielt haben. Da nutzen dir dann auch die größeren Spielanteile nichts“, bilanzierte der TSV-Trainer dennoch. Mit Kampf und Einstellung seiner Mannschaft zeigte er sich sehr zufrieden, auch wenn sich der späte Ausgleich zunächst eher wie eine Niederlage anfühlte.
TSV Ottenstein – VfL Dielmissen 0:1 (0:1).
Viele Fehlpässe und Ungenauigkeiten prägten die Partie zwischen dem TSV Ottenstein und dem VfL Dielmissen. Vor allem die Gäste taten sich im Spielaufbau schwer und leisteten sich immer wieder einfache Ballverluste. Defensiv stand der VfL dagegen sehr stabil und ließ Ottenstein nur selten gefährlich werden. Die entscheidende Szene des ersten Durchgangs folgte in der 33. Minute: Dielmissen bekam einen Elfmeter zugesprochen, den Manuel Lehnhoff sicher zum 0:1 verwandelte. Mit der knappen Führung ging es anschließend in die Pause.
Auch nach dem Seitenwechsel fehlte Dielmissen im Spiel nach vorne die nötige Genauigkeit, sodass es dem VfL nicht gelang, mit einem zweiten Treffer für die Vorentscheidung zu sorgen. Weil die Defensive jedoch weiterhin konzentriert arbeitete, brachte die Mannschaft den knappen Vorsprung über die Zeit und nahm die drei Punkte mit. „Ein Spiel, das von vielen Fehlpässen geprägt war, haben wir am Ende glücklich gezogen. Defensiv haben wir sehr gut verteidigt, aber im Spiel nach vorne hat jegliche Genauigkeit gefehlt“, bilanzierte Trainer Werner Brennecke. Für ihn zählt zunächst der Sieg, gleichzeitig machte er deutlich: „Wir müssen uns steigern, um in der Liga weiterhin zu bestehen.“
VFB Negenborn – SG Sibbesse/Westfeld 4:1 (0:1).
Tore: 0:1 Niklas Bögel (7.), 1:1 Brhan Bero (59.), 2:1 Brhan Bero (62.), 3:1 David Sporleder (68.), 4:1 David Sporleder (75.)
TSV Warzen – TuSpo Grünenplan 1:0 (0:0).
Nur rund sieben Kilometer trennen die Sportplätze des TSV Warzen und der TuSpo Grünenplan, in einem Pflichtspiel standen sich die beiden Mannschaften am Wochenende dennoch erstmals gegenüber. Das Derby war von Beginn an umkämpft, wobei Warzen vor allem mit körperlicher Präsenz und konsequenter Zweikampfführung überzeugte. Die Gastgeber standen defensiv kompakt und ließen Grünenplan nur wenig Raum. Die größte Chance des ersten Durchgangs gehörte dennoch den Gästen: Kurz vor der Pause bekam Grünenplan einen Elfmeter zugesprochen, doch Warzens Torhüter Wanja Bunkus parierte und hielt das 0:0 fest. „Wir haben heute ein sehr konzentriertes Spiel gemacht und hatten aus meiner Sicht die größere körperliche Präsenz. Wir waren gut in den Zweikämpfen und haben in der Defensive wenig Raum zugelassen“, zeigte sich Warzens Trainer Alexander Wiedmann zufrieden.
Nach dem Seitenwechsel blieb das Nachbarschaftsduell lange offen, ehe auch Warzen die Gelegenheit vom Elfmeterpunkt bekam. Sven Weissflog übernahm in der 72. Minute die Verantwortung und machte es besser als Grünenplan zuvor: Sein Treffer zum 1:0 sollte das erste Pflichtspiel zwischen beiden Vereinen entscheiden. In der Schlussphase warf die TuSpo noch einmal alles nach vorne, doch Warzen verteidigte den knappen Vorsprung geschlossen und brachte den Derbysieg über die Zeit. „Den letzten Ansturm haben wir noch gut wegverteidigt und das knappe Ergebnis über die Zeit gebracht“, sagte Wiedmann. Für den TSV waren es damit nicht nur die ersten drei Punkte im historischen Duell mit dem nur wenige Kilometer entfernten Nachbarn, sondern zugleich drei wichtige Zähler zum Start in der neuen Spielklasse.
