Der Neuzugang des Drittligisten TTS Borsum, Sharbel Elia, hat bei den U21-Tischtennis-Europameisterschaften im rumänischen Cluj-Napoca eine insgesamt überzeugende Visitenkarte abgegeben.

Titelbild: Sharbel Elia – Neuzugang des TTS Borsum. Foto: ETTU

Der zyprische Nationalspieler überstand zunächst die erste Gruppenphase und zog als Gruppenzweiter in die zweite Turnierphase ein. Dort wartete mit einer deutlich stärker besetzten Vierergruppe die europäische Nachwuchselite.

Bereits in der ersten Gruppenphase zeigte Elia seine Klasse. Hinter dem ungeschlagenen Norweger Khai Lam sicherte er sich mit einer Bilanz von einem Sieg und zwei Niederlagen bei einem Satzverhältnis von 5:6 den zweiten Rang und qualifizierte sich damit für die nächste Runde. Dabei ließ er den Belgier Per Gevers sowie den Israeli Itay Avivi hinter sich. Sport News berichtete.

In der zweiten Gruppenphase traf der zyprische Meister anschließend auf den Rumänen Darius Movileanu, den Schweden William Bergenblock und den Dänen Oliver Berntsen. Gegen diese international etablierten Nachwuchsspieler belegte Elia mit einem Sieg und zwei Niederlagen den dritten Platz und verpasste damit den Einzug in die K.-o.-Runde.

Auch wenn der Sprung in die Endrunde ausblieb, bestätigte Elia sein internationales Leistungsvermögen. Bereits das Erreichen der zweiten Gruppenphase bedeutete, dass er sich zunächst gegen starke Konkurrenz behauptete und anschließend ausschließlich auf Spieler traf, die zum erweiterten Kreis der europäischen Spitze gehören. Gerade gegen diese Gegner sammelte der 20-Jährige wertvolle Erfahrungen auf höchstem Niveau.

Gute Perspektiven für den TTS Borsum

Für den TTS Borsum liefern die Europameisterschaften positive Erkenntnisse. Elia bewies, dass er auf internationalem Niveau konkurrenzfähig ist und auch gegen höher eingeschätzte Gegner mithalten kann. Sein variables Offensivspiel, seine gute Athletik und seine internationale Erfahrung dürften ihn zu einer wertvollen Verstärkung für den TTS Borsum in der 3. Tischtennis-Bundesliga Nord machen.

Natürlich wird die Leistungsdichte in der 3. Bundesliga hoch sein. Allerdings sind die Gegner dort in der Breite nicht mit der europäischen U21-Spitze vergleichbar. Spieler wie Movileanu oder Bergenblock bewegen sich bereits auf einem Niveau, das teilweise über der Spielstärke vieler Drittligaspieler liegt. Dass Elia sich für die zweite Gruppenphase qualifizieren konnte und dort keineswegs chancenlos war, spricht daher für seine Qualität.

Die Erwartungen an den Neuzugang dürfen entsprechend optimistisch sein. Er besitzt das Potenzial, sich im oberen Paarkreuz der Borsumer Mannschaft zu etablieren und eine positive Einzelbilanz zu erzielen. Gleichzeitig bringt er durch seine internationale Wettkampferfahrung die notwendige mentale Stabilität für enge Begegnungen mit. Mit zunehmender Eingewöhnung in den deutschen Ligabetrieb dürfte Sharbel Elia zu einem wichtigen Leistungsträger des TTS Borsum werden.