Der SV Bavenstedt zeigte beim letzten Heimspiel gegen den amtierenden Meister TSV Wetschen über weite Strecken eine engagierte Leistung, stand am Ende aber mit leeren Händen da.

Foto: Cedric Jahnel

Druckvolle Anfangsphase des SVB

Die Gastgeber erwischten den deutlich besseren Start. Schon früh tauchte Bavenstedt gefährlich im gegnerischen Strafraum auf. In einem unübersichtlichen Getümmel kam der Ball zu Dustin Sonnefeld, der die Kugel volley aus rund 14 Metern aufs linke obere Eck jagte – doch der TSV-Keeper Lars Goebel reagierte glänzend und lenkte den Ball mit einer Glanzparade über die Latte. Kurz darauf erneut Gefahr: Ein Freistoß aus dem Halbfeld, getreten von Tristan Heine, wurde immer länger und zwang den Keeper der Gäste zu einer Rettungstat in letzter Sekunde. Der SVB hatte zu diesem Zeitpunkt die Oberhand, Wetschen kam kaum zur Entfaltung.

Wetschen mit erster Annäherung – Bavenstedt vergibt Top-Chance

Erst nach etwa 25 Minuten kam der Meister und Aufsteiger erstmals halbgefährlich vor das Bavenstedter Tor, ohne aber wirklich für Gefahr zu sorgen. Kurz vor der Pause dann die größte Chance zur Führung: Heine marschierte zentral auf die Wetschener Abwehr zu und spielte einen Steckpass auf Luis Baule. Der Stürmer stand zehn Meter vor dem Tor völlig frei, setzte den Ball jedoch kläglich neben das Gehäuse – eine Riesenchance, die ungenutzt blieb. So ging es torlos in die Kabinen.

Zweite Halbzeit beginnt mit Rückschlägen

Nach dem Seitenwechsel kam der TSV Wetschen besser aus der Kabine, das Spiel gestaltete sich nun ausgeglichener. Dann zeigte sich Wetschen effektiv: Ein TSV-Angriff über die linke Seite, SVB-Verteidiger Noah Sander hielt seinen Gegenspieler am Trikot – der Schiedsrichter entschied auf Elfmeter. Moritz Raskopp trat an und verwandelte zur 0:1-Führung für die Gäste (63.). Zuvor lief ein Hund auf den Bavenstedter-Platz, den Bavenstedts Kapitän (siehe Titelbild) Tristan Heine schnell wieder vom Platz trug.

Schnelle Antwort – und erneute Führung für Wetschen

Doch die Antwort des SVB ließ nicht lange auf sich warten: Nur vier Minuten nach dem Rückstand spielte Tristan Heine einen starken Diagonalball auf Patrick Post, der frei vor dem Tor auftauchte und mit einem Heber über den Keeper hinweg zum 1:1-Ausgleich traf (67.). Anschließend drückte Bavenstedt auf den Führungstreffer. Wieder war es Heine, der Baule in Szene setzte. Dieser versuchte, den gegnerischen Torwart zu umkurven, traf jedoch nur den Pfosten.

Kalte Dusche kurz vor Schluss

Die entscheidende Szene ereignete sich in der 85. Minute: Ein unnötiger Ballverlust im Spielaufbau – Till Franzmann verlor den Ball in der eigenen Hälfte. Die Gäste reagierten eiskalt, spielten schnell in die Mitte, wo der eingewechselte Philip-Pascal Kürble zur Stelle war und die Kugel zum 1:2 über die Linie drückte. So musste sich der SV Bavenstedt am Ende knapp gegen den Aufsteiger geschlagen geben.