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Der TTS Borsum war beim hochkarätig besetzten ITTF World Para Elite Yvelines in Frankreich gleich mit zwei Spielern vertreten. Während der erst 19-jährige Mio Lukas Wagner in der Wettkampfklasse 10 bis ins Viertelfinale vorstieß, blieb dem international erfahrenen Björn Schnake in der Wettkampfklasse 7 nach einem dramatischen Fünfsatzmatch der Einzug in die K.-o.-Runde verwehrt.
Titelbild: Mio Lukas Wagner beim Rückhandkonter. Foto: Manfred Schillings
Das Turnier in Saint-Quentin-en-Yvelines vor den Toren von Paris gehört zur höchsten Kategorie der internationalen Para-Tour. Entsprechend stark war das Feld besetzt – für Wagner und Schnake eine wichtige Standortbestimmung vor den Weltmeisterschaften im November in Pattaya/Thailand.
Wagner unter den besten Acht
Mio Lukas Wagner bestätigte einmal mehr seine bemerkenswerte Entwicklung. Der Borsumer Drittliga-Spieler überstand die Gruppenphase und spielte sich anschließend bis unter die besten acht Akteure seiner Wettkampfklasse.
Im Viertelfinale wartete mit Filip Radović allerdings ein internationaler Topspieler. Der Montenegriner setzte sich gegen Wagner mit 3:0 durch. Wie hoch diese Hürde tatsächlich war, zeigte der weitere Turnierverlauf: Radović zog anschließend ins Finale ein und gewann das Elite-Turnier.
Für Wagner bedeutete das Ausscheiden dennoch ein starkes Ergebnis. Ein Platz unter den besten Acht bei einem Elite-Turnier unterstreicht, dass der 19-Jährige inzwischen auch international in der erweiterten Spitze seiner Wettkampfklasse angekommen ist.
Besonders bemerkenswert bleibt dabei Wagners Doppelrolle. Der Linkshänder ist nicht nur im Para-Tischtennis erfolgreich, sondern tritt gleichzeitig im Regelsport auf höchstem Nachwuchsniveau an. 2026 gewann er bei den Deutschen Jugendmeisterschaften sowohl den Einzel- als auch den Doppeltitel und gehört mittlerweile neben dem paralympischen Bundeskader auch dem Nachwuchsbundeskader des DTTB an.
Schnake scheitert nach Fünfsatzkrimi
Weniger glücklich verlief das Turnier für Björn Schnake. Der Borsumer Routinier bekam es in der Wettkampfklasse 7 zunächst mit dem Brasilianer Paulo Henrique Fonseca zu tun und musste eine 0:3-Niederlage hinnehmen.
Damit stand Schnake gegen den Schweden Jonas Hansson bereits unter Zugzwang – und es entwickelte sich ein echter Krimi.
Nach verlorenem ersten Satz kämpfte sich Schnake zurück und ging mit 2:1 nach Durchgängen in Führung. Hansson konnte die Partie jedoch noch einmal drehen. Am Ende musste sich Schnake nach fünf Sätzen mit 2:3 geschlagen geben. Die Sätze endeten aus Borsumer Sicht 6:11, 15:13, 11:7, 7:11 und 6:11.
Damit belegte Schnake den dritten Platz seiner Gruppe und verpasste die K.-o.-Runde. Wie stark auch seine Gruppe besetzt war, zeigte anschließend Hansson: Der Schwede erreichte noch das Viertelfinale.
TTS Borsum international vertreten
Unabhängig von den unterschiedlichen Resultaten war das Elite-Turnier auch für den TTS Borsum bemerkenswert. Gleich zwei Spieler des Vereins standen bei einem der bedeutendsten internationalen Para-Turniere des Jahres an den Tischen.
Für den 19-jährigen Wagner bedeutete Paris einen weiteren Schritt in seiner sportlichen Entwicklung, während Schnake einmal mehr seine Zugehörigkeit zum internationalen Para-Tischtennis unter Beweis stellte.
Und der nächste große Höhepunkt steht bereits bevor: Im November trifft sich die Weltelite zu den Weltmeisterschaften im thailändischen Pattaya.
Für den TTS Borsum bleibt aus Paris vor allem eine bemerkenswerte Bilanz: Zwei Borsumer beim Treffen der Weltelite – und mit Mio Lukas Wagner ein 19-Jähriger unter den besten Acht seiner Wettkampfklasse.