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Im Oberliga-Derby der männlichen A-Jugend haben sich die JSG Söhre-Himmelsthür und die SG Börde Handball mit einem 31:31 (17:14) getrennt.
Titelbild: SG Börde
In der Sporthalle des Gymnasiums Himmelsthür entwickelte sich am Sonntag eine intensive und emotionale Partie, die erst mit dem letzten Wurf entschieden wurde und von einer starken Atmosphäre auf den Rängen begleitet war.
Von Beginn an begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe. Während die Gastgeber im Angriff insgesamt überlegter agierten und weniger technische Fehler produzierten, setzte Börde offensiv vor allem auf das Zusammenspiel mit Kreisläufer Lasse Rating, der immer wieder erfolgreich in Szene gesetzt wurde. Da sich auch beide Torhüter, Sören Krüger auf Seiten der SG und Joel Luk Peix bei der JSG, mehrfach bei freien Würfen auszeichnen konnten, blieb das Spiel zunächst ausgeglichen. Erst kurz vor der Pause nutzte die JSG eine stärkere Phase, um sich etwas abzusetzen und mit einer 17:14-Führung in die Halbzeit zu gehen.
Nach dem Seitenwechsel zeigte Börde Moral. Die Gäste kämpften sich Schritt für Schritt zurück in die Partie und glichen beim 20:20 erstmals wieder aus. In der Folge kippte das Momentum mehrfach. Börde erspielte sich zwischenzeitlich nach einem 20:22-Rückstand eine 24:22-Führung, konnte diesen Vorsprung jedoch nicht behaupten, sodass die Gastgeber erneut zurückkamen. Das Derby blieb bis in die Schlussminuten hinein ein offener Schlagabtausch.
Eineinhalb Minuten vor dem Ende ging Börde erneut in Führung, kassierte jedoch postwendend den Ausgleich. Nach einem Ballverlust der Gäste im darauffolgenden Angriff, 30 Sekunden vor dem Ende, schien das Pendel noch einmal auszuschlagen, als der starkaufspielende Robert Rukavina schnell schaltete und per Tempogegenstoß die JSG in Führung brachte. Doch auch diese Führung der Hausherren hatte nicht lange Bestand. In einer hektischen Schlussphase nahm Börde 15 Sekunden vor dem Abpfiff eine Auszeit, um den letzten Angriff vorzubereiten. Kurz darauf kam es zu einer kuriosen Spielunterbrechung, als das Hallenlicht ausfiel. Passender hätte sich die Technik an dem Nachmittag nicht in den sowieso schon kuriosen Spielverlauf einmischen können. Nach kurzer Verzögerung wurde die Partie fortgesetzt, ein Börde-Spieler wurde beim Wurf regelwidrig gestoppt, der Gegenspieler Nicolas Stahlberg Gordillo sah seine dritte Zeitstrafe und damit die Rote Karte. Den fälligen Siebenmeter verwandelte Tom Abmeier mit der Schlusssirene zum 31:31-Endstand.
Die Gefühlslage nach dem Abpfiff war auf beiden Seiten gemischt. Für die JSG Söhre-Himmelsthür war der Punktgewinn gegen den favorisierten Gegner eine Überraschung, auch wenn mit Blick auf den Spielverlauf sogar mehr möglich gewesen wäre. Bei der SG Börde überwog trotz des späten Ausgleichs nicht die Freude, da die eigene Leistung hinter den Erwartungen blieb und das Ziel ein Auswärtssieg gewesen war.
Besonders bemerkenswert zu dem Spiel: Seit zwei Spielzeiten wird dieses Derby in der Oberliga ausgetragen, bislang hatte Börde die Duelle meist deutlich für sich entschieden. Erstmals gelang der JSG Söhre-Himmelsthür nun ein Punktgewinn gegen den Rivalen. In der Tabelle rangiert die SG Börde nach dem Remis weiterhin auf einem geteilten ersten Platz gemeinsam mit dem VfL aus Hameln. Beide Teams weisen vier Minuspunkte auf. Die JSG aus Söhre und Himmelsthür steht mit nun sieben Minuspunkten auf einem starken vierten Platz.

