Für Sharbel Elia wird es bei den U21-Europameisterschaften im rumänischen Cluj-Napoca ernst. Die European Table Tennis Union (ETTU) hat die Gruppenauslosung für die erste Turnierphase veröffentlicht. Der zyprische Meister und Neuzugang des TTS Borsum wurde dabei in Gruppe 4 gelost und steht vor einer anspruchsvollen Aufgabe.
In der ersten Gruppenphase treffen vier Spieler im Modus „Jeder gegen Jeden“ aufeinander. Elia bekommt es dabei mit Khai Lam aus Norwegen, Itay Avivi aus Israel sowie Per Gevers aus Belgien zu tun.
Der Auftakt erfolgt am Mittwoch um 11 Uhr gegen den Israeli Avivi. Um 15 Uhr wartet Gevers, ehe Elia um 19 Uhr gegen den favorisierten Norweger Lam an die Platte muss.
Um die zweite Turnierphase am Donnerstag zu erreichen, muss Elia mindestens den zweiten Platz seiner Gruppe belegen. Betrachtet man die aktuelle U21-Rangliste der ETTU, geht der Borsumer als Außenseiter ins Rennen. Mit Rang 83 ist er hinter allen drei Gruppengegnern platziert.
Als klarer Favorit gilt der Norweger Khai Lam, der auf Rang 16 der europäischen U21-Rangliste geführt wird. Lam verfügt über viel internationale Erfahrung und zählt zu den stärksten Spielern dieser Gruppenphase.
Eine Schlüsselrolle könnte bereits das Auftaktspiel gegen Itay Avivi einnehmen. Der Israeli wird auf Rang 38 geführt und gilt als schwer einzuschätzen. Experten sehen hier durchaus Chancen für Elia. Auch die Begegnung mit dem Belgier Per Gevers (Rang 40) wird als Duell auf Augenhöhe bewertet und könnte entscheidend für den Kampf um Platz zwei werden.
Sollte Elia die Gruppenphase überstehen, wartet in der zweiten Runde ein deutlich schwereres Los. Dort würden unter anderem gesetzte Topspieler wie die deutschen Nationalspieler Andre Bertelsmeier oder Wim Verdonschot auf ihn warten.
Trotz der schwierigen Ausgangslage blickt der Borsumer Neuzugang optimistisch auf das Turnier. „Ich kenne nur Khai Lam aus Norwegen. Die anderen kenne ich nicht und freue mich zu sehen, was die Spiele bringen werden. Ich hoffe, so gut wie möglich zu spielen“, sagte Elia nach der Auslosung.
Die Chancen auf das Weiterkommen werden von Beobachtern zwar vorsichtig eingeschätzt, gelten aber keineswegs als aussichtslos. Vor allem die Duelle gegen Avivi und Gevers könnten darüber entscheiden, ob der Borsumer den Sprung in die zweite Turnierphase schafft.

