Nach der Niederlage im Spitzenspiel gegen Tabellenführer Emlichheim am Vortag des Doppelspieltags hat Team 48 am Sonntag die richtige Antwort gegeben. Gegen den Schweriner SC II feierte das Team von Trainer Matthias Keller einen 3:0-Erfolg (25:15, 25:19, 25:22) und bestätigte damit den 3:1-Hinspielerfolg.

Gegen Emlichheim hatte das Team 48 am Samstag lange gut mitgehalten, in der entscheidenden Phase jedoch zu ungenau agiert, vor allem Block und Abstimmung passten dort nicht mehr. Für das Spiel gegen Schwerin nahm Keller eine Veränderung in der Startformation vor: Libera Alena Mehwald übernahm die Zuspielposition, während Zuspielerin Lena Onnen eine Pause erhielt. Ansonsten setzte Team 48 auf die Formation, mit der man am Vortag gegen Emlichheim beendet hatte.

Der erste Satz begann ausgeglichen (3:3), ehe das Team 48 eine starke Serie startete. Vor allem im Block setzte Hildesheim früh Akzente und zog auf 9:4 davon. Druckvolle Aufschläge von Vanja Przulj sowie ein erfolgreicher Einzelblock von Mehwald zum 11:4 zwangen die Gäste bereits zur zweiten Auszeit. Den komfortablen Vorsprung ließ sich das Team 48 nicht mehr nehmen. Beim Stand von 24:14 gab es die ersten Satzbälle. Zwar konnte Schwerin den ersten noch abwehren, ein Fehler der Gäste besiegelte nach 22 Minuten jedoch das 25:15 und die 1:0-Satzführung.

Auch im zweiten Durchgang startetn die Hildesheimerinnen konzentriert und gingen mit 4:1 in Führung. Schwerin stabilisierte zwar die Annahme, leistete sich im Angriff jedoch weiterhin viele Fehler. Über 7:2 kämpften sich die Gäste auf 9:7 heran und blieben nun in Schlagdistanz. Der Satz war insgesamt von Fehlern auf beiden Seiten geprägt, beim Stand von 15:13 blieb es spannend. Anders als noch am Vortag gegen Emlichheim zeigte sich Team 48 in der entscheidenden Phase jedoch konsequent. Ein erfolgreicher Angriff von Mittelblockerin Viktoria Mirvoda brachte das 25:19 und die 2:0-Satzführung. Der letzte Ballwechsel war sinnbildlich für den Satz: Aufschlag Schwerin, Annahmefehler beim Team 48 direkt über das Netz, anschließend ein Fehler im Dankeball der Gäste. Mirvoda nutzte die Chance eiskalt.

Im dritten Satz erwischte Schwerin den besseren Start und ging mit 4:2 sowie 5:3 in Führung. Das Team 48 drehte das Spiel jedoch auf 9:7. Die knappe Führung hielt über weite Strecken an, bis Schwerin beim 18:18 ausgleichen konnte. Keller reagierte mit einer Auszeit. Es entwickelte sich ein spannender dritter Satz, der beim Stand von 21:21 völlig offen war. Nach einem langen Rallye-Punkt ging Team 48 mit 22:21 in Führung. Am Ende machte Isabella Scarlett am Netz den Deckel drauf und verwandelte zum 25:22.

Insgesamt war es kein hochklassiges Volleyballspiel, da beide Teams nicht ihren besten Volleyball zeigten. Das Team 48 reichte jedoch eine solide Leistung, um am Ende einen ungefährdeten 3:0-Erfolg einzufahren. Zur MVP wurde Vanja Przulj gewählt, die gemeinsam mit Nele Schmitt zu den auffälligsten Spielerinnen auf Hildesheimer Seite gehörte.