Freud und Leid bei Volleyball-Zweitligist TSV Giesen GRIZZLYS II: Zwar hat es für die Mannschaft von Trainer Martin Richter im Gastspiel bei den MLK Volleys Köln nicht zum heimlich erhofften Sieg gereicht, dennoch verbuchten die TSV-Akteure bei der 2:3 (25:22, 16:25, 23:25, 25:18, 12:15)-Niederlage wenigstens einen Punkt und kehrten somit nicht ganz ohne Zählbares nach Hause zurück.

Daher war Coach Richter trotz der knappen Niederlage am Ende gar nicht unzufrieden, zumal die Giesener eine empfindliche personelle Schwächung verkraften und kompensieren mussten.

„Diagonalangreifer Tizian Babel hat sich im ersten Satz verletzt und konnte nicht weiterspielen. Wir haben dann mit Jannis Schröter und Phil Hotho über Diagonal gespielt. Das hat zwar gut funktioniert, aber logischerweise nicht so gut wie mit Tizian“, machte Richter in Babels Ausfall den Knackpunkt für das Kippen der Partie aus. Nach dem souveränen Gewinn des ersten Satzes, der Hoffnungen auf einen Auswärtserfolg aufkommen ließ, mussten die Giesener dann erst einmal mit dem personellen Verlust klarkommen und gerieten nach Sätzen 1:2 ins Hintertreffen. „Wir haben in diesen beiden Sätzen dann nicht mehr so gut abgewehrt und angenommen und waren auch im Aufschlag nicht mehr so präzise, während Köln das sehr konzentriert runtergespielt und verdient die Führung übernommen hat“, sagte Coach Richter.

Doch die Giesener zeigten auch in dieser Partie, dass sie Nackenschläge wegstecken können und mental gegenüber dem Beginn der Saison gewaltig gereift sind. Plötzlich lief die Angriffsmaschinerie wieder auf Hochtouren, das Selbstvertrauen kehrte zurück und Kapitän Julian Hoyer, der im Anschluss an die Partie auch zum wertvollsten Spieler (MVP) auf Seiten der Giesener gekürt wurde, und seine Mitspieler übernahmen wieder das Zepter. Mit 25:18 Punkten ging der vierte Abschnitt an die „SUPERZWEITE“, der zumindest angestrebte Punktgewinn war sicher und ein Sieg durchaus noch im Bereich des Möglichen. „Doch im Tiebreak ist auch Köln zu alter Stärke aufgelaufen und hat das Ding am Ende souverän nach Hause gebracht. Ich bin jedoch mit der Gesamtleistung zufrieden. Darauf können wir aufbauen und beruhigt dem nächsten Spiel entgegenblicken“, schaute Giesens Trainer Martin Richter, dessen Team mit nunmehr 23 Zählern aus 15 Partien Platz sechs in der Tabelle einnimmt und nach hinten noch ein Polster von drei Punkten auf die Kölner als Rangsiebter hat, bereits wieder nach vorn. In der nächsten Partie empfangen die Giesener am kommenden Sonntag um 16 Uhr in der heimischen schacht-Arena den PSV Neustrelitz, gegen den man bereits das Hinspiel, damals noch völlig überraschend, 3:0 gewonnen hatte. Mit der Leistung aus Köln wollen die Giesener dann auch in die Erfolgsspur zurückkehren und nach drei Niederlagen in Folge wieder einen Sieg einfahren. Gerade vor heimischem Publikum ist das bislang in dieser Saison ja noch nicht so häufig vorgekommen. Trainer Richter hofft, dann auch wieder auf Tizian Babel zurückgreifen zu können.     

TSV Giesen GRIZZLYS II: Timon Peckmann, Marius Appel, Julian Hoyer, Alexander Grüne, Phil Hotho, Tizian Babel, Julius Beerboom, Bennet Pommerening, Jannis Schröter, Linus Herrmann, Torben Kunze, Onno Möller.

Verfasser: Thomas Kühlmann