Der 27. Spieltag der Landesliga hält für die Teams aus der Region richtungsweisende Partien bereit. Während der SV Bavenstedt seine gute Form bestätigen und sich im gesicherten Mittelfeld weiter festigen will, stehen der SV Newroz Hildesheim und der VfR Germ. Ochtersum im Abstiegskampf bereits mit dem Rücken zur Wand.

TSV Godshorn – SV Bavenstedt (Samstag, 15:00 Uhr)

Nach dem starken Comeback-Erfolg gegen Mühlenfeld reist der SV Bavenstedt mit Rückenwind nach Godshorn. Die Mannschaft von Trainer Michael Jarzombek steht aktuell auf einem soliden siebten Tabellenplatz und damit im gesicherten Mittelfeld. Der Gastgeber hingegen kämpft um den Klassenerhalt und belegt aktuell den ersten Nicht-Abstiegsplatz. Entsprechend groß ist der Druck auf Seiten der Hausherren.

Das Hinspiel konnten die Bavenstedter knapp mit 2:1 für sich entscheiden. In einer hektischen Schlussphase war es damals Luis Baule, der in der Nachspielzeit den Siegtreffer erzielte. Auf ihn müssen die Gäste aller Voraussicht nach weiterhin verzichten, da er noch an einer Schambeinentzündung laboriert.

Godshorn konnte unter der Woche ein wichtiges Kellerduell für sich entscheiden und dürfte entsprechend selbstbewusst auftreten. Mit Niko Gießelmann verfügt der TSV zudem über einen Spieler mit Profi-Erfahrung, der jederzeit den Unterschied machen kann. Für Bavenstedt geht es nicht nur um die eigene Platzierung. Mit einem Auswärtssieg könnte man auch indirekt Schützenhilfe für den SV Newroz leisten. Trainer Michael Jarzombek blickt optimistisch auf die Partie:

Wir fahren mit großer Lust und Vorfreude nach Godshorn . Meine Jungs sollten die nötige Lockerheit und den absoluten Fokus aktuell in der richtigen Balance haben . Damit wir ein gutes und erfolgreiches Spiel absolvieren können.

Mit Blick auf die personelle Situation ergänzt er:

Personell schauen wir auch jetzt wieder was möglich ist . Bartels , Heine & Reimann tasten sich im Training aktuell wieder rein . Sarstedt und Wittkowski haben Blessuren wo wir hoffen das sie zur Verfügung stehen.

Und die Zielsetzung ist klar formuliert:

Wir wollen auch diese Woche ein gutes Spiel absolvieren und 3 Punkte mit nach Hause bringen .

Dabei weiß Jarzombek um die Qualität des Gegners:

Wissen natürlich, dass der Gegner sich wehren wird mit allem was sie haben und dazu haben sie hohe Qualität in ihren Reihen mit Bahrs, den Kasumovic Brüdern, Nico Gieselmann und Co.

SV Bruchhausen-Vilsen – VfR Germ. Ochtersum (Sonntag, 15:00 Uhr)

Für den VfR Germ. Ochtersum wird die Luft immer dünner. Das Tabellenschlusslicht wartet seit dem zweiten Spieltag auf einen Sieg und reist nun zum Vorletzten nach Bruchhausen-Vilsen. Rein rechnerisch lebt die Hoffnung zwar noch, doch die Ausgangslage ist mehr als schwierig.

Das Hinspiel ging denkbar knapp mit 0:1 verloren. Nun treffen die schwächste Heimmannschaft und die schwächste Auswärtsmannschaft der Liga aufeinander. Ein echtes Kellerduell, in dem es für beide Teams um enorm wichtige Punkte geht. VfR-Trainer Stefan Staar ordnet die aktuelle Situation ein:

Jeder der schon mal einen negativ Lauf im Sport hatte, weiß glaube ich, wie’s der Mannschaft momentan geht.
Es sind Erfahrungen die man sich selbst erarbeitet hat und muss das Beste daraus mitnehmen, auch wenn das vielleicht erst zeitlich versetzt möglich ist. Jetzt gerade kann bestimmt jeder auf die Erfahrung verzichten, in nem halben Jahr sieht das sicherlich anders aus.

Dabei rückt das Ergebnis für ihn aktuell in den Hintergrund:

Ergebnisse sind, wie in den letzten Jahren, dabei völlig uninteressant.

Zur personellen Lage sagt er:

Es fehlen immer mal ein paar Leute, andere kommen zurück. Dafür ist es ja ne Mannschaft.

Und auch auf den Gegner blickt er zurück:

Der kommende Gegner war im Hinspiel schon sehr defensiv eingestellt und hat durch nen Elfmeter uns gewonnen.
Ich denke an ihrer Art zu spielen haben sie nichts geändert.

TSV Mühlenfeld – SV Newroz Hildesheim (Sonntag, 15:00 Uhr)

Beim SV Newroz Hildesheim war in dieser Woche ordentlich Bewegung drin, sportlich wie auch neben dem Platz. Nach der knappen Niederlage gegen Tündern am Dienstag hat das Team noch zu knabbern, vor allem aufgrund eines umstrittenen Vorfalls rund um Spieler Oleh Tkachenko. Nach einer Verletzungsbehandlung kehrte er auf das Spielfeld zurück, nachdem ihm von außen von einem Gäste-Verantwortlichen fälschlicherweise signalisiert wurde, dass er wieder eintreten könne. Da der Schiedsrichter dies jedoch nicht freigegeben hatte, sah er die Gelb-Rote Karte. Der Verein äußerte sich daraufhin deutlich in den sozialen Medien:

Der SV Newroz Hildesheim steht für Fairness, sportliche Courage und Integrität sowohl auf als auch neben dem Platz. Ebenso ist es für uns ein Selbstverständnis, diese Werte auch vom Gegner zu erwarten. Wir akzeptieren sportliche Niederlagen, wenn sie auf dem Platz entschieden werden. Gleichzeitig sehen wir es als unsere Verantwortung, Situationen klar anzusprechen, in denen die Grenzen des sportlich fairen Wettbewerbs überschritten werden.

Doch damit nicht genug: Am Freitagmorgen folgte die nächste Nachricht. Trainer Adem Cabuk ist zurückgetreten. Damit reist Newroz aller Voraussicht nach ohne etatmäßigen Cheftrainer nach Mühlenfeld. Wer an der Seitenlinie stehen wird, ist aktuell noch offen. Möglich wäre eine interne Lösung, etwa durch Erik Henschel oder Slavik Siabandov.

Sportlich ist die Lage klar: Newroz braucht dringend Punkte im Abstiegskampf. Ein Sieg in Mühlenfeld ist fast schon Pflicht, um die Chancen auf den Klassenerhalt zu wahren.