Am 26. Spieltag der Bezirksliga hat der SV BW Neuhof die Tabellenführung wieder übernommen. Im Tabellenkeller stehen drei Teams als Absteiger schon so wie fest.

Foto Titelbild: Michael Utermöhle

TSV Giesen – TSV Lenne 7:0 (3:0).

Nach der Alfelder-Pleite zeigten sich die Giesener stark verbessert und fuhren gegen das neue Tabellenschlusslicht aus Lenne einen in der Höhe verdienten Heimsieg ein. „Nach der deutlichen Ansage im Vorbericht hatte ich ehrlich gesagt mit einem anderen Spiel gerechnet“, sagte Giesens Trainer Laurin Paris nach dem Spiel. Seine Mannschaft begann druckvoll. Nach einem Pfostentreffer durch Connor O’Donnel nach sechs Minuten hatte Tim Fricke und Marco Czauderna kurz danach zwei weitere Tormöglichkeiten, die ungenutzt blieben. In der 13. Minute vergab Giesens Johannes Eike die Riesenchance, als er schon am Torwart vorbei war und das leere Tor nicht traf. In der Folge verflachte die Partie, ehe ein langer Ball von Marcel Czauderna seinen Bruder Marco fand, der sich gegen seinen Gegenspieler durchsetzte und zur verdienten Führung einnetzen konnte (24.). Zehn Minuten später ein identischer Angriff. Langer Ball von Marcel auf Marco, der auf 2:0 stellte. Von Lenne kam offensiv während der 90 Minuten nichts. Mit dem Pausenpfiff stellte Eike nach Pass von Marco Czauderna auf 3:0. Nach dem Seitenwechsel verflachte die Partie, ehe Giesen nochmal einen Schalter hochlegte. Der eingewechselte Jan Hinnerk-Tewes konnte mit einem Solo auf 4:0 erhöhen (65.), ehe O’Donnell nach Kopfballvorlage von Fricke auf 5:0 stellte (74.). In der Schlussphase war es wieder Czauderna, der einen Steckpass von Lasse Gutzeit erlief und für den sechsten Treffer verantwortlich war. Den Schlusspunkt setzte erneut Marco Czauderna nach Querpass von Felix Bielicke zum 7:0-Endstand. „Ein verdienter Sieg, der auch hätte höher ausfallen können“, freute sich Paris nach dem Spiel.

SV Alfeld – TuSpo Schliekum 0:2 (0:0).

Nach der deutlichen 0:6-Niederlage im Hinspiel zeigte sich der TuSpo Schliekum im Rückspiel im Alfelder Hindenburgstadion stark verbessert und sicherte sich einen Auswärtssieg. In der ersten Halbzeit zogen sich die Gäste weit in die eigene Hälfte zurück und setzten bewusst auf Konter. Die Alfelder bestimmten zwar das Spielgeschehen, ließen jedoch bis auf zwei Situationen der Schliekumer kaum etwas zu. So scheiterte Kubilay Arslan einmal, stand dabei allerdings im Abseits, und eine Freistoßflanke rutschte durch den Strafraum, konnte jedoch geklärt werden. Die Gastgeber präsentierten sich insgesamt dominant, kombinierten immer wieder ansehnlich durch das Zentrum und kamen auch über die Außenbahnen zu guten Möglichkeiten. Die besten Chancen vergaben Finn König, Alex Delzer und Felix König, sodass die Leinestädter zur Pause eigentlich hätten führen müssen. Auch im zweiten Durchgang blieb das Bild ähnlich: Alfeld hatte viel Ballbesitz, während Schliekum vor allem über den schnellen Amadou Sayon gefährlich blieb. Nach einem Foul an Sayon kam es dann zur spielentscheidenden Szene: Beim anschließenden Freistoß verschätzte sich der Alfelder Torwart, und Ayman Ghaffar nutzte die Situation zur Führung. Nur fünf Minuten später folgte der nächste Treffer: Erneut wurde Sayon in Szene gesetzt, setzte sich durch und legte quer auf Kubilay Arslan, der nur noch ins leere Tor zum 0:2 einschieben musste. Trotz des Rückstands steckten die Alfelder nicht auf und erspielten sich weiterhin gute Chancen, doch der Ball wollte an diesem Tag nicht ins Tor. Sowohl Dominik Wesche als auch Finn König scheiterten bei hochkarätigen Möglichkeiten. So blieb es letztlich beim Auswärtssieg für Schliekum.

SV Ambergau Bockenem – VfL Borsum 2:0 (0:0).

In einer insgesamt schwachen ersten Halbzeit fanden beide Mannschaften nur selten zu ihrem Spielrhythmus. Zwar sorgten mehrere Standardsituationen der Gäste für etwas Gefahr, doch klare Torchancen blieben lange aus. Die beste Gelegenheit hatte schließlich der VfL Borsum, doch Andreas Genschel scheiterte im direkten Duell an Torhüter Julian Grube. Auf der anderen Seite setzte Jannis Krebs erste offensive Akzente. Unter anderem traf er per Freistoß den Pfosten und leitete weitere gefährliche Aktionen ein, ohne dass daraus zunächst ein Treffer entstand.
Nach der Pause präsentierte sich der SV Ambergau Bockenem deutlich effizienter. In der 51. Minute brachte Lennart Guder die Gastgeber nach einer Ecke von der rechten Seite per Kopf am ersten Pfosten in Führung. Nur elf Minuten später legten die „Volkis“ nach: Jannis Krebs setzte sich über die linke Seite durch und brachte eine präzise Flanke in die Mitte, wo Lucas Sztyndera zum 2:0 einköpfte. Borsum versuchte im Anschluss zu reagieren und kam nach einem langen Ball noch zu einer guten Möglichkeit, doch Marlon Goldbach verfehlte das Tor. Auf der Gegenseite hätte Bockenem frühzeitig alles klar machen können, doch nach einer weiteren Ecke von Krebs klärte Bennet Jansen einen Kopfball von Sztyndera auf der Linie. Am Ende blieb es beim verdienten 2:0-Erfolg für den SV Ambergau Bockenem, der sich nach einer schwachen ersten Halbzeit vor allem dank einer Leistungssteigerung nach dem Seitenwechsel durchsetzen konnte.

TuSpo Lamspringe – TuS Hasede 1:3 (0:1).

Die Gäste erwischten einen Blitzstart und gingen bereits in der vierten Minute durch Joshua-Johannes Kanne in Führung, der einen gut vorgetragenen Angriff über Jannik Römer und Tim Utermöhle mit links abschloss. Lamspringe hatte jedoch früh die große Chance zum Ausgleich, als Jan-Mika Bartetzko im Strafraum durch Moritz Schmidt zu Fall gebracht wurde. Doch Tobias Thöne setzte den Ball neben das Tor (6.). Auch im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit zeigte sich die Heimelf bemüht, ließ jedoch die nötige Konsequenz im Abschluss vermissen. Aber auch Hasede hatte gute Tormöglichkeiten, die ungenutzt blieben. Kurz vor der Pause bot sich erneut die Möglichkeit zum Ausgleich, als Nick Smyrak einen Lamspringer im Strafraum schubste und der Schiedsrichter erneut auf den Elfmeterpunkt zeigte. Eine harte Entscheidung. Bartetzko trat an und scheiterte am TuS-Torwart Torben Patrick Radloff, der den Ball parierte. Nach dem Seitenwechsel erhöhte Hasede in der 61. Minute auf 2:0, als Jannik Römer einen direkten Freistoß im Tor unterbrachte. Lamspringe gelang jedoch nur fünf Minuten später der Anschluss: Ole Liensdorf nutzte einen Abwehrfehler und schob zum 1:2 ein, wodurch die Partie noch einmal spannend wurde. Die Hoffnung auf eine Wende hielt jedoch nicht lange an. In der 77. Minute stellte erneut Jannik Römer mit seinem zweiten Treffer den alten Abstand wieder her und sorgte für die Entscheidung zugunsten der Gäste, die nach sieben Niederlagen in Folge mal wieder einen Dreier feiern konnten. Für Lamspringe wird die Luft im Abstiegskampf immer dünner. Neun Punkte Rückstand hat das Team von Mark Braun auf den Relegationsplatz.

TuS GW Himmelsthür – SV Türk Gücü Hildesheim 0:0.

Der TuS GW Himmelsthür und der SV Türk Gücü Hildesheim trennten sich in einer insgesamt chancenarmen Begegnung torlos. Beide Mannschaften legten von Beginn an großen Wert auf defensive Stabilität und ließen nur wenige klare Torchancen zu. Die erste Möglichkeit der Partie hatten die Gastgeber: Nach einem Freistoß von Steffen Reinecke kam Justin Möller bereits in der dritten Minute aus kurzer Distanz zum Kopfball, konnte den Ball aus sechs Metern jedoch nicht im Tor unterbringen. Im weiteren Verlauf übernahm Türk Gücü zunehmend die Spielkontrolle, ohne sich jedoch zwingende Torchancen zu erspielen. Die beste Gelegenheit vergab Ulrich Leukeu, der nach Vorarbeit von Batuhan Kavakli aus aussichtsreicher Position verzog. Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild kaum. Türk Gücü hatte weiterhin mehr Ballbesitz, während Himmelsthür defensiv kompakt stand und auf Umschaltmomente lauerte. Eine dieser Situationen hätte in der 70. Minute beinahe zur Führung geführt: Nach einem langen Ball ließ Torhüter Ugur Beyat den Ball fallen, doch Abdulbasit Akbari setzte den anschließenden Lupfer knapp über das Tor. In der Schlussphase bot sich den Gastgebern sogar noch die große Chance auf den Sieg. In der 89. Minute spielte Alex Pastrick einen starken Pass auf Timothy Nicolaus, der quer auf Liam Delf legte. Aus rund zehn Metern verfehlte dieser jedoch das Tor. So blieb es letztlich bei einem leistungsgerechten Unentschieden. Trainer Ali Genc lobte nach der Partie insbesondere die geschlossene Abwehrarbeit seiner Mannschaft. Durch die Punkteteilung bleibt Türk Gücü auf dem ersten Nicht-Abstiegsplatz, während Himmelsthür mit einem Spiel mehr und einem Punkt weniger weiter auf dem Relegationsplatz steht.