Am Wochenende steht in der Landesliga der 23. Spieltag an. Aus dem Raum Hildesheim sind erneut drei Teams im Einsatz.. Eins davon stehen vor einem richtungsweisenden Duell im Tabellenkeller.

SV Bavenstedt – OSV Hannover (Samstag, 15:00 Uhr)

Nach drei deutlichen Niederlagen mit einem Torverhältnis von 1:13 zeigte sich der SV Bavenstedt am vergangenen Dienstag im Derby beim SV Newroz Hildesheim deutlich verbessert. Die stark ersatzgeschwächten Bavenstedter ließen nur wenige Chancen zu und erkämpften sich am Ende ein leistungsgerechtes 1:1.

Nun wartet das nächste Heimspiel. Als Tabellensiebter empfängt der SVB den Tabellenfünften OSV Hannover, der einen Punkt mehr auf dem Konto hat. Allerdings auch drei Spiele weniger absolviert hat. Für den OSV war das torlose Remis gegen SV Arminia Hannover bislang die einzige Partie in diesem Jahr. Das Hinspiel gewann Hannover knapp mit 1:0.

Trainer Michael Jarzombek zeigte sich mit dem Derby-Auftritt grundsätzlich zufrieden:

Die Jungs haben abgeliefert, sich nach dem Elfmeter weiter nach vorne gepusht und wir haben ein gutes Spiel gezeigt.

Ganz zufrieden sei er dennoch nicht gewesen, weil der Ertrag fehlte:

Da wir zu wenig aus dem Spiel mitgenommen haben, bin ich nur halb zufrieden – aber stolz auf meine Mannschaft in allen Bereichen.

Personell dürfte sich wenig ändern:
„Vermutlich ist es genau so wie gegen Newroz. Wir hoffen, dass alle bis Samstag fit sind – bei dem aktuell begrenzten Kader. Rückkehrer gibt es noch keine, eher vielleicht noch einen Ausfall.“

Für das Heimspiel hat Jarzombek klare Vorstellungen:

Wir wollen genau das weiter zeigen, was wir zuletzt abgeliefert haben, und noch etwas draufpacken. Uns ist aber bewusst, dass wir auf einen abgezockten und körperlich starken Gegner treffen. Das wird ein 50/50-Spiel.

SSG Halvestorf-Herkendorf – SV Newroz Hildesheim (Sonntag 15:00 Uhr)

In Halvestorf kommt es zum direkten Abstiegsduell. Die Gastgeber stehen mit 17 Punkten auf dem ersten Nicht-Abstiegsplatz, während Newroz mit ebenfalls 17 Punkten, aber einem Spiel mehr, auf dem ersten Abstiegsrang liegt.

Das Team von Trainer Adem Cabuk ist mit vier Punkten aus zwei Spielen ordentlich ins neue Jahr gestartet. Dennoch ist die Bedeutung der Partie offensichtlich. Das Hinspiel entschied Newroz knapp mit 2:1 für sich.

Cabuk blickt fokussiert auf die Begegnung:

Das Spiel am Dienstag hatte einen hohen Stellenwert, gehört aber jetzt wieder zur Vergangenheit. Wir haben analysiert, was gut und was weniger gut war.

Der Blick gehe nun komplett nach vorne:
„Es steht eine ganz wichtige Partie an – vor allem, wenn man sich die Tabelle anschaut.“

Den Druck möchte der Trainer möglichst von seiner Mannschaft fernhalten:

Der Druck ist da, aber der soll lieber auf mir liegen als auf der Mannschaft. Die Jungs sollen befreit aufspielen.

SV Arminia Hannover – VfR Germania Ochtersum (Sonntag, 15:30 Uhr)

Der VfR Germania Ochtersum wartet weiterhin auf den Befreiungsschlag im Abstiegskampf. Zuletzt holte das Team von Trainer Stefan Staar beim TSV Mühlenfeld immerhin einen Punkt, bleibt mit sechs Zählern aber Tabellenletzter.

Nun wartet auswärts der Tabellenachte Arminia Hannover, der gut in die Rückrunde gestartet ist. Aus drei Spielen holten die Hannoveraner einen Sieg und zwei Unentschieden. Das Hinspiel verlor Ochtersum zuhause knapp mit 1:3.

Kapitän Paul Emmerling sieht im jüngsten Punktgewinn ein zweischneidiges Gefühl:

Wir freuen uns über jeden einzelnen Punkt. Trotzdem fühlt es sich nach der langen Negativserie eher nach zwei verlorenen Punkten an als nach einem gewonnenen.

Trotz der guten Form des Gegners glaubt Emmerling an die eigene Chance:

Arminia ist ergebnistechnisch super in die Rückrunde gestartet, keine Frage. Aber auch aufgrund der Erfahrungen aus dem Hinspiel bin ich überzeugt, dass wir dort punkten können.

Dafür brauche es allerdings eine Top-Leistung:

Wir müssen von Anpfiff bis Abpfiff alles in die Waagschale werfen, was in uns steckt. Das gilt ohnehin für jedes Spiel.