Am 28. Spieltag der Kreisliga hat Hasede die Möglichkeit aufzusteigen und im Abstiegskampf spitzt sich die Lage zu.

SG Schellerten/Oedelum/Ottbergen – FSV Algermissen (Sonntag um 15:00 Uhr)
Nach dem Sieg im „Sechs-Punkte-Spiel“ gegen Nordstemmen schöpft die SG neuen Mut und liegt nur noch einen Zähler hinter dem rettenden Ufer. Zudem spricht das deutlich bessere Torverhältnis im Vergleich zu den beiden Konkurrenten für die Elf von Trainer Stefan Bohnenpoll:

Mit dem Sieg gegen Nordstemmen sind wir den ersten Schritt gegangen. Schlüssel war eine geschlossene Mannschaftsleistung. Daran wollen wir gegen den FSV anknüpfen.

Mit dem FSV Algermissen kommt allerdings ein schwerer Brocken an die Bünte. Die Gäste sind Tabellenvierter, theoretisch noch mit Aufstiegschancen, auch wenn der Rückstand auf Hasede bei acht Punkten liegt. Seit sechs Spielen ungeschlagen, soll die Serie nun weitergehen. FSV-Coach Michael Lang:

Durch die Siege in den letzten Wochen haben wir uns einen Platz im Verfolgerfeld erarbeitet und jetzt geht es im Kampf um Platz 3 darum, sich gegen Ahrbergen und HüMax zu behaupten.

Spvgg. Hüdd.-Machstum – TuS Lühnde (Sonntag um 15:00 Uhr)
Der Tabellenfünfte empfängt den abstiegsbedrohten TuS Lühnde. Zwar ist HüMax noch im Rennen um Platz 3, doch bei drei Punkten Rückstand auf Ahrbergen geht es um nicht mehr allzu viel. Die zweitbeste Defensive der Liga wird dennoch alles daran setzen, auch gegen Lühnde dreifach zu punkten. Coach Alex Aue warnt jedoch vor dem Gegner:

Der TuS hat am vergangenen Spieltag, im Derby gegen Algermissen, gezeigt, dass sie auch mehr können als der Tabellenplatz aussagt – wenn alle Spieler „an Bord sind“ !
Wir können recht befreit aufspielen und möchten unseren treuen Fans ein gutes Spiel bieten.

Lühnde hat sich durch vier Siege in Folge zurück ins Rennen um den Klassenerhalt gebracht. Besonders der Erfolg gegen Nordstemmen war enorm wichtig. Kapitän Felix Henning blickt zuversichtlich nach vorne:

Hüddessum ist ähnlich wie Algermissen eine Mannschaft aus den Top 5 und extrem heimstark. Wir haben Sonntag aber gezeigt, dass wir auch in solchen Spielen etwas holen können, wenn wir als Mannschaft unsere Leistung abrufen.

SV Teutonia Sorsum – SV Alfeld II (Sonntag um 15:00 Uhr)
Ein Duell im Niemandsland der Tabelle: Der Achte trifft auf den Neunten. Trotzdem möchte die Teutonia ihre Heimstärke demonstrieren – nur drei Heimniederlagen stehen bisher zu Buche. Letzte Woche gelang ein beachtliches 3:3 gegen die Zweitvertretung des VfV, obwohl man bis zur 92. Minute mit 1:3 hinten lag. Kapitän Louis Diedrich lobt:

Auch diese Woche wollen wir die 3 Punkte in Sorsum behalten. Letzte Woche hat die Mannschaft eine überragende Moral gezeigt, dass soll natürlich beim Heimspiel genau so weiter gehen.

Die Gäste aus Alfeld wurden nach zwei Siegen gegen Teams aus dem Tabellenkeller zuletzt von HüMax mit 0:4 deutlich in die Schranken gewiesen. Coach Sven Jakob gibt sich dennoch selbstbewusst:

Die Favoritenrolle liegt bei Sorsum, nichtsdestotrotz fahren wir dorthin und wollen mutigen, offensiven Fußball spielen.

SV RW Ahrbergen – VfV Borussia 06 Hildesheim II (Sonntag um 15:00 Uhr)
Mit einem kleinen Restfunken Hoffnung auf den Aufstieg geht Ahrbergen ins Heimspiel gegen den Tabellenelften. Der Rückstand auf Hasede beträgt sieben Punkte. Dennoch will Coach Kevin Horst nichts unversucht lassen:

Wir wollen die restlichen Spiele so erfolgreich wie möglich gestalten und den 3. Platz bis zum Ende verteidigen

Beim VfV II ist nach dem 3:3 gegen Sorsum der Klassenerhalt gesichert. Allerdings schmerzte das Remis, da man bis in die Nachspielzeit mit 3:1 führte. Trainer Jane Zlatov kündigt Rotation an:

Es bietet sich die Gelegenheit, taktisch etwas auszuprobieren, neue Formationen zu testen oder Spielern Einsatzzeit zu geben, die zuletzt etwas hinten dran waren.

SV BW Neuhof II – SSV Förste (Sonntag um 15:00 Uhr)
Im Duell der Absteiger empfängt der Vorletzte das Schlusslicht. Förste könnte mit einem Sieg an Neuhof vorbeiziehen. Die Hausherren sind das schwächste Rückrundenteam: Nur ein Punkt aus zwölf Spielen. Immerhin: Förste hat in dieser Phase einmal gewonnen. Ein Spiel auf Augenhöhe – das Duell der schlechtesten Defensive gegen die schwächste Offensive der Liga.

TuS Hasede – SC Drispenstedt (Sonntag um 15:00 Uhr)
Hasede hat den nächsten Matchball zum Aufstieg. Mit einem Sieg ist der Sprung in die Bezirksliga perfekt. Möglicherweise reicht sogar ein Remis oder eine Niederlage – je nach Parallelspiel. Doch Coach Milano Werner gibt sich kämpferisch:

Nichtsdestotrotz ist uns natürlich bewusst, dass wir alles selbst in der Hand haben und dass wir selbstbewusst auftreten müssen und werden. Wir wollen dieses Spiel gewinnen und
alle Zweifel beseitigen, so dass wir am Sonntag vor heimischer Kulisse den Aufstieg perfekt machen können.

Der SC Drispenstedt hat zuletzt viermal in Folge verloren, am vergangenen Wochenende aber einen Sieg gefeiert. Trainer Mahmud Siala will daran anknüpfen:

Hasede wird alles versuchen, um zuhause den Aufstieg fix zu machen. Wir können befreit aufspielen und werden 100% in die letzten 3 Partien investieren.

VfL Nordstemmen – TSV Deinsen (Sonntag um 15:00 Uhr)
Nordstemmen droht nach eigentlich sicher geglaubtem Klassenerhalt erneut der Absturz. Drei Punkte aus den letzten fünf Spielen – darunter zwei Niederlagen in direkten Duellen – lassen die Alarmglocken schrillen. Coach Heiko Wewetzer betont:

Nachdem wir die direkten Duelle alle 1-2 verloren haben im Kampf um den Klassenerhalt, müssen wir uns jetzt wohl oder übel auf die Fähigkeiten verlassen die Mannschaften über uns schlagen zu können. Das haben wir bereits bewiesen in der Rückrunde.

Für Deinsen ist die Saison gelaufen. Mit 35 Punkten ist Platz 7 noch möglich. Coach Sercan Zümrüt erwartet ein emotionales Spiel:

Wir nehmen uns wie jede Woche einen Sieg vor. Wir erwarten ein hitziges Spiel in Nordstemmen, für die es natürlich um alles geht. Persönlich hoffe ich auf ein schönes und faires Spiel beider Lager.

SSV Elze – SV Türk Gücü Hildesheim (Sonntag um 15:00 Uhr)
Der SSV empfängt den frisch gekrönten Meister. Zwar kann Elze in der Tabelle nicht mehr klettern, doch mit drei Siegen in Folge ist das Selbstvertrauen groß. Co-Trainer Timo Hauptmann sieht Chancen:

Wir haben nichts zu verlieren, können frei aufspielen und so vielleicht für eine Überraschung sorgen.

Bei Türk Gücü ist nach dem Meisterstück gegen Hasede sicherlich etwas die Luft raus. Der Fokus liegt auf dem anstehenden Pokalfinale und der Kaderplanung für die kommende Saison. Trotzdem will man die Serie von sieben Siegen in Folge ausbauen.