Durch einen 3:1-Erfolg gegen FT Freiburg stehen die Helios Grizzlys Giesen vor dem erneuten Einzug in einen europäischen Wettbewerb. 1971 Zuschauer sahen dabei eine deutliche Leistungssteigerung ihres Teams.

Die Helios Grizzlys Giesen haben am Samstagabend einen großen Schritt in Richtung Europa gemacht. Durch den 3:1-Erfolg gegen die neuntplatzierte FT Freiburg. Vier Spieltage vor dem Saisonende haben die Grizzlys den fünften Tabellenplatz untermauert. Für die anstehenden Play-Offs bedeutet das zwar, dass die Giesener nur ein Heimspiel haben werden, für Europa bedeutet Platz fünf aber die Teilnahme am Challenge Cup. Weil die Netzhoppers KW eine überraschende 0:3-Niederlage gegen Kellerkind Haching kassierten, haben die Giesener fünf Punkte Vorsprung auf den Tabellensechsten und können von der dritte Reise nach Europa träumen. Das Team von Trainer Itamar Stein hatte gegen Freiburg aber mit Startproblemen zu kämpfen. Im ersten Satz gelang den Grizzlys, die auf den angeschlagenen Angreifer Cody Kessel verzichten mussten, nicht viel. „Freiburg hat in dieser Phase richtig gut gespielt und wir eben nicht“, sagte Trainer Stein nach dem Spiel. Der erste Satz ging mit 25:20 an die Breisgauer. Was Steins Team ab dem zweiten Satz allerdings ablieferte, war so richtig nach dem Geschmack des Coaches. „Wir haben danach richtig gut gespielt und eine tolle Moral bewiesen.“ Insbesondere die Aufschläge der Grizzlys nahmen an Präzision und Härte zu. In der Annahme steigerte sich das Team um Libero JT Hatch enorm und Zuspieler Ilya Ivanov setzte seine Angreifer immer wieder gekonnt in Szene. Im zweiten Satz gingen die Grizzlys mit 12:6 in Front. Die Freiburger ließen dagegen nach, was allerdings auch der Giesener Stärke geschuldet war. Der Rest des Durchgangs war eine Machtdemonstration der Grizzlys, die nun fast fehlerfrei spielten und mit 25:15 die Oberhand behielten. Nach der Zehn-Minuten-Pause kamen die Grizzlys weiterhin hoch motiviert aus der Kabine. Auf jegliches Aufbäumen der Gäste hatten die Giesener eine Antwort parat. Vor allem die Angreifer Lars Migge und Mark Rura waren in den wichtigen Phasen die entscheidenden Punktelieferanten. Jakob Günthör und Miguel Sinfronio lieferten die notwendigen Blöcke und brachten die Stimmung in der Sparkassen-Arena teilweise überlaufen. Die 1971 Fans waren aus dem Häuschen.

Freiburgs Trainer Jakob Schönhagen (links) diskutiert erfolglos mit Schiedsrichter Hans Mathias Kleuker.

Die Gäste um Trainer Jakob Schönhagen ließen sich nun auf einige Diskussionen mit dem Schiedsrichtergespann ein. Ohne Erfolg. Der dritte Satz ging mit 25:21 an die Grizzlys, die nun im vierten Satz frühzeitig die Entscheidung suchten. Bis zum 10:8 konnten die Süddeutschen mithalten, danach setzten sich die Grizzlys ab. Beim 18:12 schafften die Grizzlys eine kleine Vorentscheidung und schließlich ging der Satz deutlich mit 25:18 an die Hausherren. Der verdiente 3:1-Erfolg war nach 100 Minuten unter Dach und Fach. In den abschließenden vier Spielen gilt es für die Grizzlys nun, die gute Form für die Play-Offs beizubehalten. Die Sätze zwei bis vier machen Hoffnung auf spannende Play Offs. Der Gegner wird dann wohl der VfB Friedrichshafen sein.

Freiburgs Yannick Harms scheitert am Dreierblock der Grizzlys.