Der TuS Hasede hat am 18. Spieltag der Bezirksliga ein umkämpftes Derby gegen den SV Einum mit 3:2 (2:1) für sich entschieden. Auf schwierigem Geläuf entwickelte sich eine intensive Partie mit vielen Zweikämpfen und technischen Fehlern.

Foto Titelbild von Michael Utermöhle

„Es war das erwartet schwere Spiel, weil die Vorbereitung so war, wie sie war. Der Platz ist eine mittlere Katastrophe. Wir waren zweimal auf dem Platz, Einum nur einmal“, erklärte TuS-Trainer Milano Werner nach Abpfiff. „Uns war es wichtig, dass wir uns viel bewegen und die Zweikämpfe annehmen.“

Einum geht in Führung – Hasede schlägt sofort zurück

Einum erwischte den besseren Start und kam früh zu einer guten Freistoßmöglichkeit, die TuS-Keeper Torben Patrick Radloff stark parierte. Danach meldete sich auch Hasede mit zwei Abschlüssen an, ehe die Gäste in der 22. Minute in Führung gingen: Über die Außenbahn setzte sich Einum stark durch, die Flanke landete bei Cedrik Spaethe, der aus drei Metern nur noch über die Linie drücken musste – 0:1.

Doch die Antwort folgte postwendend. Direkt im Gegenzug kam Nick Smyrak über die linke Seite zu einer Halbfeldflanke, Liam-Frederik Müller stieg aus acht Metern hoch und köpfte zum 1:1 ein.

Kurz vor der Pause drehte Hasede die Partie komplett. Müller wurde über links geschickt und legte quer auf Tim Utermöhle. Dessen Abschluss traf er perfekt, Einums Torwart Dustin Sauermann war zwar noch am Ball, konnte das 2:1 aber nicht verhindern.

Aufreger um das 2:2

Nach dem Seitenwechsel verflachte die Partie etwas. Viele Ballverluste und intensive Zweikämpfe prägten das Bild. Die große Chance zur Vorentscheidung vergab Hasedes Tim Steinmeyer.

Dann folgte die Szene des Spiels: Smyrak lag am Boden, doch Einum spielte nach Aufforderung der Haseder den Ball nicht ins Aus, sondern setzte den Angriff fort. Dieser endete mit dem 2:2 durch Spaethe (72.).

Werner zeigte sich nach Abpfiff fassungslos: „Eine Minute zuvor liegt von Einum einer am Boden und wir unterbrechen unseren Angriff und spielen fair den Ball ins Aus. An Unsportlichkeit nicht zu überbieten. Bei allem Verständnis, dass Einum jeden Punkt braucht, fehlen mir die Worte. Ich bin immer noch perplex.“

Für Smyrak war die Partie beendet, er musste ausgewechselt werden und wurde später ins Krankenhaus gebracht.

Einums Trainer Kevin Giesa ordnete die Situation anders ein: „Die Diskussion um die Szene vor dem 2:2 ist nachvollziehbar, jedoch lag es im Ermessen der Schiedsrichter, das Spiel zu unterbrechen. Zudem gab es in der ersten Halbzeit eine nahezu identische Situation mit umgekehrten Vorzeichen. Enttäuschend sind die unterschiedlichen Maßstäbe in der Bewertung sowie das Ausbleiben eines klärenden Handschlags nach Abpfiff. Wir wünschen dem TuS Hasede weiterhin viel Erfolg und dem verletzten Spieler gute Besserung.“

Müller schnürt den Doppelpack

In der Schlussphase drängte Hasede auf die erneute Führung. Einum hatte Glück, dass der Schiedsrichter nach einem Schuss von Utermöhle, der einem Einumer Spieler an die Hand sprang, nicht auf Elfmeter entschied.

In der 87. Minute fiel schließlich die Entscheidung vor 130 Zuschauern: Jonas Richter flankte von links, Müllers erster Versuch wurde noch geblockt, doch der Abpraller landete erneut bei Müller, der eiskalt zum 3:2 einschob und damit zum Matchwinner avancierte.