Am Sonntag steht in der 1. Kreisklasse Staffel C ein echtes Derby auf dem Programm. Die SG Sibbesse/Westfeld empfängt den TSV Eberholzen – und dabei kommt es nicht nur auf dem Platz zu einem besonderen Duell.

Foto Titelbild: Susanne Kühle

Derbyzeit in Sibbesse! Am Sonntag treffen die SG Sibbesse/Westfeld und der TSV Eberholzen aufeinander. Bereits in der vergangenen Saison war das Duell zwischen den beiden Nachbardörfern umkämpft: Beide Male setzte sich am Ende jeweils die Auswärtsmannschaft durch. Ob diese Serie auch in diesem Jahr Bestand hat?

Die SG Sibbesse/Westfeld erwischte jedenfalls den besseren Start in die neue Saison. Aus drei Spielen holte die Mannschaft von Trainer Benjamin Fredrich sechs Punkte und möchte sich mit einem weiteren Erfolg zunächst im oberen Tabellenbereich festsetzen. „Die Vorfreude ist natürlich riesig. Wir sind sehr gut vorbereitet und werden alles dafür tun, um die Punkte zuhause zu behalten“, sagt Fredrich und ergänzt: „Wir haben mit zwei Siegen aus drei Spielen einen guten Saisonstart hingelegt und wollen uns oben in der Tabelle festsetzen.“

Der TSV Eberholzen hat dagegen bereits vier Partien absolviert und dabei vier Punkte gesammelt. Nach zuletzt wechselhaften Ergebnissen soll im Derby nun ein anderes Gesicht gezeigt werden. Trainer Marius Pientka weiß, dass es in einem Nachbarschaftsduell nicht ausschließlich auf Tabellenstand oder spielerische Qualität ankommt: „Natürlich haben wir uns für das Derby einiges vorgenommen. Anders als im Spiel gegen Dielmissen möchten wir vom Team richtigen Männerfußball sehen.“

Pientka erwartet ein Duell, in dem Einsatz und Wille entscheidend sein können: „In einem Derby kommt es nicht immer auf die besseren Taktiken oder Spielerqualitäten an – in einem Derby muss es auch mal weh tun. Die Einstellung und der Wille können über den Ausgang einer solchen Partie entscheiden.“ Entsprechend habe man die Trainingswoche ausgerichtet und sei „wirklich sehr gut vorbereitet“.

Für Pientka ist das Derby zudem ein ganz besonderes. Denn auf der anderen Seite steht mit Benjamin Fredrich sein eigener Schwager an der Seitenlinie. „Das besondere am diesjährigen Derby ist natürlich auch die Tatsache, dass mein Schwager Benjamin seit Sommer Trainer in Sibbesse ist. Es ist also ein ganz besonderes Familienduell“, erklärt der Eberholzer Coach.

Bei aller Derbyrivalität steht für Pientka am Ende aber der faire Umgang im Vordergrund: „Aber am Ende des Tages bleibt der Fußball ein Hobby, das Derby nur ein Spiel und von daher wünsche ich mir vor allem eine spannende und faire Partie gegen unsere Freunde aus dem Nachbardorf.“

Die Ausgangslage verspricht also ein spannendes Derby: Sibbesse/Westfeld will den guten Saisonstart bestätigen und die Punkte vor heimischer Kulisse behalten, während Eberholzen nach dem durchwachsenen Auftakt im Nachbarschaftsduell ein Zeichen setzen möchte. Und wie heißt es so schön: Derbys haben ihre eigenen Gesetze.