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Den Auftakt macht am Freitagabend der FC Stadtoldendorf, der unter Flutlicht den SV Freden empfängt. Die weiteren sieben Partien werden am Sonntag ausgetragen. Im Mittelpunkt steht dabei das Spitzenspiel zwischen dem Tabellenführer SV 06 Holzminden und dem Tabellenvierten TSV Föhrste. Auch beim TSV Kirchbrak und beim TSV Lenne treffen formstarke Mannschaften aufeinander.
Foto: Gerhard Peisker
FC Stadtoldendorf – SV Freden
Der Tabellenletzte eröffnet den Spieltag am Freitagabend unter Flutlicht. Der FC Stadtoldendorf steht nach sechs Spielen erst bei einem Punkt, während der SV Freden mit neun Zählern ordentlich in die Saison gestartet ist. Zuletzt musste Freden allerdings eine deutliche 1:6-Niederlage beim SSV Elze hinnehmen.
Stadtoldendorfs Trainer David Bisset erklärt die schwierige Situation seiner Mannschaft: „Wenn dir auf Schlüsselpositionen neun Stammspieler langzeitverletzt ausfallen – darunter alle drei Innenverteidiger, alle drei Sechser und alle drei Offensivkräfte –, wird es gegen jede Mannschaft in der Kreisliga extrem schwer. Wir müssen den Kader aktuell mit Spielern aus der 2. Herren und der Ü40 auffüllen. Ein normaler Trainingsbetrieb ist kaum möglich, weil viele an Krücken gehen oder in der Reha sind.“ Die Verletzungsmisere sei für Bisset beispiellos: „Das ist die schlimmste Verletzungsmisere, die ich persönlich je im Fußball erlebt habe. Unter diesen Voraussetzungen ist jeder einzelne Punkt, den wir in der Hinrunde holen, ein absoluter Gewinn. Ich hoffe sehr, dass in den nächsten Wochen der eine oder andere Spieler zurückkehrt, um uns zu unterstützen.“
Freden will nach der deutlichen Niederlage dagegen eine Reaktion zeigen. „Wir sind wirklich gut in die Saison gestartet, haben jetzt aber gegen Elze eine deutliche 1:6-Niederlage hinnehmen müssen. Das war extrem bitter, weil wir eine richtig gute erste Halbzeit gespielt und die Partie eigentlich im Griff hatten“, sagt SV-Trainer Andreas Weber-Seegert. Nach der Pause sei seine Mannschaft allerdings eingebrochen: „Wir fangen uns zwei dumme Gegentore nach Standards ein und haben uns danach leider mehr oder weniger aufgegeben. Das darf uns in Zukunft so nicht mehr passieren.“ Stadtoldendorf will Weber-Seegert dennoch keinesfalls unterschätzen: „Auch wenn der Gegner aktuell erst einen Punkt hat, werden wir sie auf keinen Fall unterschätzen. Die Liga ist unglaublich ausgeglichen, jeder kann jeden schlagen und Stadtoldendorf will unbedingt ihren ersten Sieg.“
Mit Blick auf das Derby gegen Föhrste am kommenden Mittwoch sollen nun die ersten Punkte nach der Niederlage gegen Elze her: „Wir müssen unser eigenes Spiel durchbringen und voll fokussiert auftreten, um zu punkten. Ich kenne meine Mannschaft und bin sehr zuversichtlich, dass sie die passende Antwort auf das Elze-Spiel geben wird.“
MTV Almstedt II – SV Alfeld II
Im unteren Tabellendrittel kommt es zum Nachbarschaftsduell zwischen dem MTV Almstedt II und der SV Alfeld II. Almstedt hat nach sechs Spielen acht Punkte gesammelt, Alfeld steht bei vier Zählern. Beide Mannschaften mussten sich zuletzt knapp geschlagen geben.
Almstedts Trainer Marek Höweling blickt dabei auf die 2:3-Niederlage gegen Kirchbrak zurück: „Die 2:3-Niederlage gegen Kirchbrak war extrem ärgerlich. Wir waren vor dem Tor nicht konsequent genug und haben den Gegner hinten immer wieder zu Chancen eingeladen, die sie eiskalt genutzt haben.“ Gegen Alfeld fordert Höweling mehr Konsequenz: „Wir müssen defensiv wieder viel sicherer stehen, diese Fehler abstellen und vorne unsere Möglichkeiten konsequent nutzen.“ Den Gegner will er keinesfalls unterschätzen: „Obwohl Alfeld mit vier Punkten bisher noch nicht optimal gestartet ist, unterschätzen wir sie auf keinen Fall. Wir haben in der Vorbereitung gegen unsere 1. Herren gesehen, was in ihnen steckt – sie haben deutlich mehr Potenzial, als die aktuelle Tabelle aussagt.“
Für Höweling ist es zudem ein besonderes Spiel: „Das Nachbarschaftsduell ist immer ein besonderes Derby. Wir wollen an diesem Doppelspieltag vorangehen und drei Punkte einfahren, um den Abstand auf Alfeld zu wahren. Es wird ein faires, aber intensiv geführtes Spiel, das über die Zweikämpfe entschieden wird.“
Alfelds Trainer Sven Jakob möchte dagegen den Aufwärtstrend fortsetzen. „Für uns geht es aktuell vor allem darum, wieder unseren Spielrhythmus zu finden. Durch Urlauber und Verletzungen mussten wir zu Saisonbeginn extrem viel rotieren. Zudem müssen sich die neuen Leute noch voll an unser Spielverständnis gewöhnen, das uns in der vergangenen Saison stark gemacht hat.“ Zuletzt habe sich bereits eine Verbesserung gezeigt: „Gegen Föhrste war aber bereits ein klarer Schritt nach vorne zu sehen. Wir haben uns spielerisch deutlich besser präsentiert und genau da wollen wir ansetzen.“
Jakob ist trotz des schwierigen Saisonstarts optimistisch: „Die Stimmung in der Truppe und die Trainingsbeteiligung sind weiterhin super. Wenn wir konzentriert weiterarbeiten und unsere Leistung aus dem Training am Wochenende auf den Platz bringen, werden auch die Ergebnisse und die nötige Chancenauswertung von ganz allein kommen.“
TSV Deinsen – VfL Adensen-Hallerburg
Ein spannendes Duell erwartet die Zuschauer in Deinsen. Der VfL Adensen-Hallerburg ist als Aufsteiger mit zehn Punkten hervorragend gestartet, Deinsen liegt mit neun Zählern nur einen Punkt dahinter. Zuletzt setzte Adensen mit einem 4:0-Erfolg gegen den damaligen Tabellendritten TSV Lenne ein Ausrufezeichen. Deinsens Sprecher Manuel Beining sieht seine Mannschaft trotz personeller Probleme gut gerüstet: „In der Mannschaft haben wir diese Saison einen guten Spirit, sodass wir auch in Spielen, in denen wir eigentlich unterlegen sind, immer in der Lage sind, uns zurückzukämpfen.“ Vor allem läuferisch beeindruckt ihn der Aufsteiger: „Adensen ist insbesondere aktuell läuferisch eine Klasse für sich in der Liga, die können 90 Minuten richtig marschieren wie kein Zweiter.“
Personell geht Deinsen allerdings auf dem Zahnfleisch: „Bei uns kommt aktuell in jedem Spiel mindestens ein neuer verletzter Spieler dazu, sodass wir wirklich personell am Stock gehen und dadurch als klarer Außenseiter am Sonntag in die Partie gehen.“ Trotzdem soll der Heimvorteil helfen: „Wir werden versuchen, das Spiel so eng wie möglich zu halten und auch immer wieder über einzelne Nadelstiche unsere Chance suchen.“
Adensens Trainer Florian Gross will den 4:0-Sieg gegen Lenne derweil nicht überbewerten: „So würde ich das nicht bewerten, sondern die bisherigen Spiele als Gesamtes sehen. Wir sind gut in die Saison gekommen und hatten richtig gute Spiele mit dabei, aber auch ein paar Schwankungen, die allerdings auch normal sind als Aufsteiger.“ Gross erwartet einen heimstarken Gegner: „Wir stellen uns auf eine heimstarke Mannschaft aus Deinsen ein, die jeden Fehler bestrafen kann. Für uns gilt mit dem Blick auf die Tabelle, den Abstand nach unten so früh wie möglich zu vergrößern.“
TSV Lenne – MTSV Eschershausen
Der TSV Lenne geht als Tabellendritter als Favorit in das Duell mit dem MTSV Eschershausen. Die Gäste haben allerdings zuletzt zweimal in Folge gewonnen und damit nach einem schwierigen Saisonstart ordentlich Selbstvertrauen gesammelt. Lenne musste sich zuletzt überraschend deutlich mit 0:4 in Adensen geschlagen geben. Trainer Sören Eilers war vor allem mit der zweiten Halbzeit unzufrieden: „Der Auftritt in Adensen war in der zweiten Hälfte eine reine Enttäuschung. Allerdings hat Adensen es auch sehr gut gemacht in der Zweikampfführung und im Umschaltspiel.“ Seine Mannschaft habe dabei vieles vermissen lassen: „Bewegung im Zwischenraum, tiefe Laufwege, erste Kontakte, Gegenpressing und Kontersicherung war nicht vorhanden. Somit haben wir es Adensen auch einfach gemacht, ihr Spiel zu spielen.“ Nun fordert Eilers eine Reaktion. Einfach wird das allerdings nicht: „Es wird sehr schwer, da uns acht potenzielle Stammspieler fehlen werden. Wir hätten gern verlegt, aber dem Gegner passten die drei Vorschläge nicht und einen alternativen Vorschlag konnten sie nicht machen.“ Eschershausen sei zudem offensiv stark besetzt. „Ich erwarte mit Eschershausen einen guten Gegner, der offensiv sehr gut besetzt ist und mit Luca Seidensticker einen Spieler im Team hat, den wir aus dem Spiel nehmen müssen.“
Eschershausens Niklas Gutacker sieht die zwei Siege gegen Gronau und Wesertal als Ergebnis einer Entwicklung: „Wir haben einen jungen Kader und diesen Sommer weitere junge Spieler verpflichtet. Die Jungs, insbesondere die Neuen, müssen in ihre Rolle finden. Das ist ein Prozess, der nicht von heute auf morgen beendet ist, aber ich denke, wir sind auf einem guten Weg.“
Trotz der jüngsten Lenne-Niederlage bleibt der TSV für ihn eines der Topteams: „Lenne gehört zu den Top-Teams. Die Entwicklungen der letzten Wochen werden wir nicht an dem Spielergebnis gegen den TSV bemessen. Trotzdem wollen wir es Lenne schwer machen und mit breiter Brust in das Spiel gehen.“ Defensiv müsse seine Mannschaft von Beginn an hellwach sein: „Zwar hat es in den letzten beiden Spielen defensiv besser geklappt, doch der TSV bringt nochmal eine andere Qualität mit.“
SG Wesertal – TSV Holenberg
Der Tabellenzweite TSV Holenberg ist bei der SG Wesertal zu Gast. Während Holenberg bislang eine starke Saison spielt, befindet sich Wesertal im unteren Tabellenbereich. Die Favoritenrolle liegt damit klar bei den Gästen.
Holenbergs Trainer Michael Lotze hat die spielfreie Zeit genutzt, um den kommenden Gegner genau zu analysieren: „Wir haben die Zwischenzeit genutzt, um zu regenerieren. Ich habe mir das Spiel unseres nächsten Gegners angesehen und versuche, die Mannschaft im Training bestmöglich darauf vorzubereiten.“
Den späten Ausgleich in Freden will Lotze nicht überbewerten: „Der späte Ausgleich in Freden passiert und braucht meines Erachtens nicht überanalysiert zu werden. Wir wollen weiter unsere Präzision verbessern und das Spieltempo in Richtung Torabschluss verbessern.“
TSV Gronau – SSV Elze
Der TSV Gronau steht vor einem wichtigen Heimspiel. Nach bislang nur einem Sieg aus fünf Spielen braucht die Mannschaft dringend weitere Punkte. Der SSV Elze reist dagegen mit ordentlich Rückenwind an. Nach drei deutlichen Niederlagen gelang zuletzt ein 6:1-Erfolg gegen Freden. Gronaus Co-Trainer Andrej Morast ärgert sich noch über die jüngste Niederlage gegen Eschershausen: „Wir führen 1:0 und müssen die Partie eigentlich für uns entscheiden, verpassen es aber, die Tore nachzulegen. Eschershausen war extrem konsequent und nutzt die wenigen Möglichkeiten eiskalt zu zwei Treffern.“ Entsprechend groß ist der Druck vor dem Heimspiel: „Wir müssen unbedingt punkten, um den Anschluss nicht zu verlieren. Ein Sieg ist das klare Ziel, Verlieren ist verboten – sonst wird es in der Tabelle schnell eng für uns.“ Trotz einiger personeller Probleme soll der Dreier her: „Auch wenn unsere Personallage aktuell nicht optimal ist und uns einige Urlauber sowie angeschlagene Spieler fehlen, werden wir mit aller Macht versuchen, das Beste herauszuholen und die drei Punkte bei uns zu behalten.“
Elzes Trainer Timo Hauptmann sieht die Chancenverwertung als Schlüssel für den Aufschwung: „Der entscheidende Faktor war zuletzt unsere Konsequenz vor dem gegnerischen Tor. Wir haben unsere Chancen sehr gut genutzt und kaum etwas liegengelassen.“ Nach den drei hohen Niederlagen sei der Erfolg besonders wichtig gewesen: „Es war enorm wichtig, wieder mehr Ruhe reinzubekommen. Diesen Schwung und das neu gewonnene Selbstvertrauen aus den letzten zwei Spielen wollen wir mitnehmen, um uns fest im Tabellenmittelfeld zu etablieren.“
SV 06 Holzminden – TSV Föhrste
Das Spitzenspiel des 7. Spieltags steigt in Holzminden. Der Tabellenführer empfängt den Tabellenvierten aus Föhrste. Holzminden hat bislang erst drei Gegentore kassiert und stellt damit die beste Defensive der Liga. Gleichzeitig hat der Spitzenreiter bereits 21 Treffer erzielt.
Holzmindens Trainer Maximilian Schatte sieht seine Mannschaft grundsätzlich auf einem guten Weg, war mit der vergangenen Trainingswoche aber nicht zufrieden: „Mit der letzten Trainingswoche war ich nicht zufrieden und das hat sich dann Sonntag widergespiegelt, vielleicht war es ein Warnschuss zur richtigen Zeit.“ Gegen Föhrste müsse sich sein Team steigern: „Auf jeden Fall brauchen wir eine Leistungssteigerung zu Sonntag! Die Punkte sollen aber definitiv in Holzminden bleiben und wir wollen unsere Heimstärke weiterhin aufrechterhalten.“ Schatte erwartet eine ausgeglichene Liga und will nach sechs Spieltagen noch keine großen Schlüsse ziehen: „Ich glaube, die Liga ist deutlich ausgeglichener als unsere Kreisliga letztes Jahr, daher ist es viel zu früh, um irgendwelche Schlüsse zu ziehen.“
Föhrstes Co-Trainer David Paasche sieht die Rollenverteilung ebenfalls klar: „Für mich gehört Lenne spielerisch zum Besten, was die Liga zu bieten hat – sie haben sich im Vergleich zum Vorjahr noch einmal gezielt verstärkt.“ Auch Holzminden erwartet er entsprechend stark.
Trotzdem will Föhrste nicht nur zum Zuschauen nach Holzminden reisen: „Die Rollenverteilung vor dem Spiel ist somit klar, aber wir reisen nicht nach Holzminden, um die Punkte tatenlos abzugeben. Wir wollen über einen starken Teamgeist so gut es geht dagegenhalten und sie so richtig fordern.“ Der aktuelle Tabellenstand gibt Selbstvertrauen: „Dass wir aktuell einen soliden Polster auf die Abstiegsränge haben, gibt uns eine gute Motivation und das nötige Selbstvertrauen. Wir können ohne Druck auflaufen und wollen diesen positiven Trend in den nächsten Wochen weiter festigen.“
TSV Kirchbrak – TuSpo Lamspringe
Zwei formstarke Mannschaften treffen in Kirchbrak aufeinander. Die Gastgeber sind seit drei Spielen ungeschlagen, Lamspringe sogar seit drei Partien. Unter der Woche feierte TuSpo zudem einen deutlichen 7:0-Erfolg gegen Wesertal und reist entsprechend mit viel Selbstvertrauen an.
Kirchbraks Trainer Heiko Schröer ist mit der Entwicklung seiner Mannschaft sehr zufrieden: „Aktuell läuft es bei uns besonders gut, weil wir als Team extrem diszipliniert, reif und reflektiert auftreten. Jeder kennt seine Rolle, wir harmonieren hervorragend und setzen unsere Aufgaben nahezu perfekt um.“ Vor Lamspringe hat Schröer großen Respekt: „Für mich waren sie vor der Saison einer der klaren Favoriten. Sie kommen nach anfänglichen Schwierigkeiten immer besser in Fahrt – der 7:0-Erfolg unter der Woche gegen Wesertal ist uns Warnung genug. Sie haben eine agile Offensivreihe.“
Kirchbrak will dennoch den eigenen Fußball durchsetzen: „Wir begegnen dem mit einem überlegten, kontrollierten Fußball. Zu einem attraktiven Spiel gehört für uns neben einer mutigen Offensive immer auch eine stabile Defensivstruktur.“ Die Zielsetzung ist klar: „Zu Hause sind wir eine Macht und wollen das Lenne-Stadion in Kirchbrak weiter zur Festung ausbauen. Wir spielen auf Sieg – egal wer kommt, die drei Punkte sollen bei uns bleiben.“
Lamspringes Trainer Timo Wunnenberg setzt derweil auf eine stabile Defensive und mehr Konsequenz vor dem Tor: „Wir müssen in der Defensive geschlossen auftreten. In der Offensive müssen wir konsequenter werden und die Chancen, die sich bieten, nutzen, damit wir mit Punkten aus Kirchbrak zurückkommen.“







