Der 4. Spieltag der Bezirksliga beginnt für vier Hildesheimer Mannschaften bereits am Freitagabend. Im Mittelpunkt steht dabei das Derby zwischen dem MTV Almstedt und dem SV Ambergau Bockenem. Während Almstedt mit fünf Punkten ordentlich in die Saison gestartet ist, steht Bockenem nach drei Spieltagen erst bei einem Zähler. Parallel empfängt TuSpo Schliekum den Landesliga-Absteiger VfR Germania Ochtersum.

MTV Almstedt – SV Ambergau Bockenem (Freitag, 18:30 Uhr)

Der MTV Almstedt ist ordentlich in die neue Bezirksliga-Saison gestartet. Nach drei Spieltagen stehen fünf Punkte auf dem Konto. Unter der Woche sammelte die Mannschaft zusätzlich Selbstvertrauen: Im Bezirkspokal setzte sich Almstedt gegen den SV Newroz Hildesheim im Elfmeterschießen durch.

„Grundsätzlich haben wir ein gutes Spiel gemacht, vor allem wenn man berücksichtigt, dass man nur 48 Stunden Regeneration nach dem Eldagsen-Spiel hatte“, blickt MTV-Spieler Bryan Van-Ditzuyzen auf die Pokalpartie zurück. Für das Derby am Freitag sieht er allerdings noch Verbesserungspotenzial: „Wir wollen auf jeden Fall die individuellen Fehler abstellen und zielstrebiger Richtung Tor spielen.“

Der Gegner könnte dabei kaum motivierter sein. Der SV Ambergau Bockenem ist mit lediglich einem Punkt aus drei Ligaspielen enttäuschend gestartet. Auch im Pokal unter der Woche lief es nicht besser: Gegen Bodenwerder musste sich die Mannschaft nach einer schwachen Vorstellung deutlich geschlagen geben.

„Die Vorstellung im Pokal war leider nicht ansatzweise die, die wir uns alle, auch nach dem schlechten Auftritt gegen Himmelsthür in der Liga, erhofft haben“, sagt der sportliche Leiter Philipp Scholz.

Gerade deshalb kommt das Derby für Scholz zur richtigen Zeit. „Beim Anpfiff zählt nicht, wer wann im Pokal ausgeschieden ist, wie viele Gegentore kassiert oder Punkte gesammelt wurden.“ Stattdessen fordert er von seiner Mannschaft eine Reaktion: „Ich erwarte, dass der gesamte Kader ab der ersten Minute alles für den Derbysieg tut.“

Die Rollen scheinen auf den ersten Blick klar verteilt. Almstedt hat einen guten Saisonstart hingelegt, im Pokal gewonnen und dabei kein Gegentor kassiert. Bockenem dagegen wartet noch auf den ersten Sieg. Doch genau das will Scholz nicht gelten lassen: „Beim Derby zählen keine vorherigen Ergebnisse, sondern wer es in den 90 Minuten mehr will. Und das muss ab der ersten Minute sichtbar sein.“

Auch Van-Ditzuyzen weiß, dass die Gäste trotz ihres Fehlstarts hochmotiviert sein werden: „Auch wenn Ambergau gerade nicht gut drauf zu sein scheint, werden sie hochmotiviert in das Derby gehen.“

Die vergangenen direkten Duelle waren ohnehin häufig umkämpft. Zuletzt hatte der SV Ambergau Bockenem dabei etwas die Nase vorn. Am Freitagabend wird sich zeigen, wer im nächsten Derby die Oberhand behält.

TuSpo Schliekum – VfR Germ. Ochtersum (Samstag, 19:30 Uhr)

Auch in Schliekum steigt der 4. Spieltag bereits am Freitagabend. Ursprünglich wäre die Partie gegen den VfR Germania Ochtersum erst am Wochenende ausgetragen worden. Aufgrund einer Hochzeit bat Ochtersum um eine Verlegung. Schliekum kam dem Wunsch entgegen.

„Ochtersum hat angefragt, ob wir unser Spiel verlegen können, weil ein Spieler heiratet. Diesem Wunsch sind wir nachgekommen. Es ist ein triftiger Grund und ein Freitagabend-Spiel ist ja auch etwas Feines!“, erklärt Schliekums Trainer Daniel Bothe.

Sportlich erwartet den Gastgeber allerdings eine anspruchsvolle Aufgabe. Schliekum hat aus den ersten drei Spielen drei Punkte gesammelt, der Landesliga-Absteiger aus Ochtersum kommt auf vier Zähler. Die vergangenen direkten Duelle gingen an den VfR.

Für Bothe ist Ochtersum trotz des durchwachsenen Starts klar ein Team aus dem Favoritenkreis: „Ochtersum ist als Absteiger aus der Landesliga natürlich wieder im Favoritenkreis für diese Saison und hat nochmal an Qualität dazugewonnen.“

Dennoch freut sich der Schliekumer Coach auf die Herausforderung. „Aber solche Spiele sind doch geil – man will sich ja mit den Besten messen!“

Ochtersums Trainer Stefan Staar kann den kommenden Gegner dagegen nur schwer einschätzen. „Ich kann zu Schliekum ehrlicherweise gar nichts sagen. Ich habe sie seit unserer vorletzten Saison nicht mehr gesehen.“

Seine Mannschaft möchte unabhängig vom Gegner ihrem eigenen Ansatz treu bleiben. „Wir nehmen uns immer das Gleiche vor, zu versuchen, guten Fußball zu spielen.“ Einfach dürfte das allerdings nicht werden. Ochtersum bestreitet innerhalb von nur sechs Tagen bereits das dritte Spiel.

„Das wird durch drei Spiele in sechs Tagen diese Woche aber wahrscheinlich nicht so leicht sein. Außerdem wird Schliekum da auch etwas gegen haben“, so Staar.

Einen besonderen Dank richtet der Ochtersumer Trainer an den Gastgeber: „Ein großer Dank an Schliekum, dass sie bereit waren, das Spiel aufgrund einer Hochzeit zu verlegen.“