Im Anschluss an das Frauenturnier stand bei den Sonnentaler Hallenmasters die Endrunde der Herren auf dem Programm. 16 Teams hatten sich qualifiziert und traten in vier Vierergruppen gegeneinander an. Die Stimmung in der Halle steigerte sich von Spiel zu Spiel und erreichte ihren emotionalen Höhepunkt, als gegen 20 Uhr das Einlagespiel zwischen den Einrichtungen Lammetal und Lebenshilfe angepfiffen wurde.

Gruppe „Volksbank“ – Neuhof dominiert

Der Favorit in Gruppe eins ließ nichts anbrennen. SV BW Neuhof gewann alle drei Gruppenspiele souverän und zog mit neun Punkten ins Viertelfinale ein. Josua Lotze, Ole Becker und Paul Leonhardt trafen jeweils dreifach und präsentierten sich früh in Torlaune.

Zweiter wurde der VfL Adensen-Hallerburg, bei dem Micha-Ruben Werz herausragte und fünf der acht Adensener Treffer selbst erzielte. FSV Algermissen landete mit drei Punkten auf Rang drei. Der TSV Eberholzen, der in der Qualifikation noch überzeugt hatte, wurde Letzter, wurde aber dennoch von seinen zahlreichen mitgereisten Fans lautstark gefeiert.

Gruppe „Sparkasse“ – Bavenstedt überragt

In dieser Gruppe trafen gleich zwei Landesligisten aufeinander. Und beide setzten sich am Ende durch. SV Bavenstedt überzeugte mit beeindruckender Offensivpower und erzielte 13 Treffer in drei Gruppenspielen. VfR Germania Ochtersum folgte mit sechs Punkten auf Rang zwei, während FC Ruthe und TSV Hoheneggelsen ausschieden.

Neben der Offensive überzeugten beide Topteams auch defensiv. Besonders bemerkenswert: Bavenstedts Torwart Jan Arendt traf gleich doppelt, ebenso wie Ochtersums Keeper Kilian Blanke.

Gruppe „Sonnentaler“ – Türk Gücü nicht zu stoppen

In der Gruppe Sonnentaler zeigte sich SV Türk Gücü Hildesheim in bestechender Form und gewann alle drei Gruppenspiele. Dahinter zog der Wildcard-Teilnehmer SV SuS Steenfelde mit sechs Punkten ins Viertelfinale ein. Jordan Hüsgen traf dabei fünfmal.

Der MTV Almstedt schied knapp aus, während sich der SV Einum mit nur einem eigenen Treffer und 14 Gegentoren deutlich unter Wert präsentierte.

Gruppe „Derbystark“ – Spannung bis zum Schluss

Diese Gruppe hatte es in sich. FC Concordia Hildesheim verlor zwar das Auftaktspiel deutlich gegen den SC Harsum, konnte sich mit zwei anschließenden Siegen jedoch noch den Gruppensieg sichern.

Hinter Concordia wurde es eng: TuSpo Schliekum und SC Harsum beendeten die Gruppe punktgleich, Schliekum hatte jedoch das bessere Torverhältnis. TuS Hasede belegte Rang vier, konnte aber immerhin Harsum schlagen.

Viertelfinale – Entscheidung vom Punkt

Das erste Viertelfinale zwischen Neuhof und Ochtersum war nichts für schwache Nerven. Paul Leonhardt brachte Neuhof in Führung, ehe Luis Makowski in den Schlusssekunden ausglich. Im anschließenden Penalty-Shootout setzte sich Neuhof durch.

Auch im zweiten Viertelfinale musste das Penalty-Shootout entscheiden. Türk Gücü ging durch Lian Umuhire Mugaragu in Führung, Kubilay Arslan glich für Schliekum aus. Vom Punkt behielt schließlich Schliekum die Oberhand.

Deutlicher verlief das dritte Viertelfinale: SV Bavenstedt ließ dem engagierten VfL Adensen-Hallerburg keine Chance und gewann klar mit 5:0.

Im vierten Viertelfinale fielen satte zehn Tore. FC Concordia Hildesheim setzte sich mit 7:3 durch und überzeugte, wie auch Bavenstedt und Ochtersum, mit starkem Torwartspiel. Feldspieler Hassan Atas stand nach der Verletzung des Stammtorhüters im Tor und machte seine Sache stark.

Halbfinale und Platzierungsspiele

Im Halbfinale musste das junge Team von SV BW Neuhof gegen Titelverteidiger TuSpo Schliekum knapp die Segel streichen.

Das zweite Halbfinale zwischen SV Bavenstedt und FC Concordia Hildesheim war ebenfalls ein echter Krimi. Jan Arendt brachte Bavenstedt in Führung, Amado Möhle glich aus. Noah Warneboldt traf erneut für Bavenstedt, Leon Völker antwortete für Concordia. Am Ende sorgten Tristan Heine und Rudi Hasse für den Finaleinzug der Bavenstedter. Concordia schied aus, spielte aber an beiden Tagen ansehnlichen Hallenfußball.

Im Spiel um Platz drei setzte sich Neuhof im Penalty-Shootout gegen Concordia durch.

Finale – Bavenstedt mit Revanche

Wie im Vorjahr lautete das Finale TuSpo Schliekum gegen SV Bavenstedt. Schliekum ging früh in Führung, doch Bavenstedt drehte die Partie auf 3:1. Younes Otte verkürzte noch einmal, ehe Noah Warneboldt und Tristan Heine den verdienten Titelsieg perfekt machten. Eine starke und geschlossene Mannschaftsleistung krönte den Auftritt des Landesligisten. Aber auch die Schliekumer können wieder auf einen starken Auftritt an den beiden Tagen zurückblicken.

Bavenstedts Tristan Heine freut sich über ein wichtiges Tor im Finale.
Titelverteidiger TuSpo Schliekum wurde Zweiter.

Auszeichnungen

Bester Spieler: Hassan Atas (FC Concordia Hildesheim)
Bester Torwart: Robert Kempf (TuSpo Schliekum)
Torschützenkönig: Jordan Hüsgen (SV SuS Steenfelde)

Einlagespiel als emotionaler Höhepunkt

Ein echtes Highlight des Tages war erneut das Einlagespiel zwischen den Einrichtungen Lammetal und Lebenshilfe. Die Halle stand Kopf, die Zuschauer fieberten bei jedem Angriff mit und feierten zahlreiche sehenswerte Tore. DJ Chris Warneke sorgte für die passende Stimmung, zum zweiten Mal in Folge ein ganz besonderer Moment bei den Sonnentaler Hallenmasters.