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Continentale Drebert und Schröder
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Wir sind der Meinung: Sicherheit ist etwas Persönliches
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Das Pokalfieber schwappt nach Hildesheim herüber. Der VfV ist erstmals seit 47 Jahren wieder für den DFB-Pokal qualifiziert. Die Verantwortlichen sind damit beschäftigt das Friedrich-Ebert-Stadion heraus zu putzen.
Seit Wochenanfang wird im Hildesheimer Friedrich-Ebert-Stadion mächtig gearbeitet. Am Sonntag steht das Erstrundenspiel im DFB-Pokal zwischen dem VfV 06 Hildesheim und der SV 07 Elversberg an. Das Spiel wird live im Fernsehen (Sky) übertragen. Und dafür gibt es eine Menge an Auflagen zu erfüllen. Auf der Stehplatzgeraden hat die Gerüstbau-Firma Fischer ein fünf Meter höhes Podest errichtet.

Dort soll eine Kamera aufgebaut werden und der Sky-Kommentator Platz finden. Ein Stück weiter rechts haben die Hildesheim einen neuen Gästeblock gebaut. Hinter dem Tor wurde ein Zaun der Kurve entlang errichtet. Nun befindet sich der Sektor für die Auswärtsfans im hinteren Bereich des Stadion. 600 Fans haben dort Platz. Aus Elversberg werden aber gerade einmal 150 Anhänger die SV begleiten. Warum diese 20.000-Euro teure Maßnahme? „Wir haben das mit Perspektive gemacht. Jetzt bekommen wir gut 5500 Hildesheimer Fans in unser Stadion. Wenn wir bald mal wieder in der Regionalliga spielen, dann können Fangruppen aus Meppen, Oldenburg oder beispielsweise Lübeck problemlos in der Kurve hinter dem Tor untergebracht werden“, sagt Präsident Michael Salge.

Die Gegengerade gehört jetzt komplett den VfV-Fans. Durchaus ein kluger Schachzug der Verantwortlichen. Doch damit nicht genug. Eine externe Firma, die der DFB engagiert hat, klebt die VfV-Werbebanden im gesamten Stadion ab. Der DFB-Pokal hat Premiumpartner, die nun rund um das Spielfeld präsent sind. Die Werbebanner der VfV-Gönner im Stadion sind verdeckt.

Die VfV-Cafe-Engelke-VIP-Lounge genügt den Ansprüchen des DFB ebenfalls nicht. Zwar ist der VIP-Raum ein kleines Schmuckkästchen, allerdings reichte die Größe dem Ausrichter nicht. Also musste der VfV auf dem Tennisplatz hinter der VIP-Raum ein zusätzliches VIP-Zelt aufbauen. Damit alle wichtigen Personen, genug Platz für Essen, Trinken und Small-Talk vor und nach dem Spiel haben. Das alles kostet den VfV einiges. Von den gut 200.000 Euro, die der VfV durch den Einzug in den DFB-Pokal zusteht, bleibt allerdings nicht mehr allzu viel übrig. In den Solidartopf des NFV-Pokal fließen rund 50.000 Euro, der Gästeblock kostet auch und alle anderen zusätzlichen Arbeiten sind auch nicht umsonst. Am Ende wird das Abenteuer DFB-Pokal zwar kein Minusgeschäft, der große Reibach wird es aber wohl nur dann, wenn die Hildesheimer die Sensation schaffen und in die zweite Runde einziehen sollten.

Das alles ist mit viel Aufwand verbunden. Die VfV-Familie ist tagtäglich im Stadion im Einsatz und macht das Stadion schick und fernsehtauglich. Und nicht nur das. Auch die Gäste aus Elversberg sollen sich natürlich wohlfühlen. Das SV-Team reist am Samstagnachmittag an. Bei der Hotelsuche waren die VfVer behilflich. Das Team von Trainer Horst Steffen übernachtet im Novotel in Zentrumsnähe. Ein Training vor dem Spiel ist derzeit nicht geplant. Und auch sonst sind die Saarländer eher bescheiden.

Etwas Obst und Kuchen und ein kleines Mittagessen wünschen sich die Elversberger. Das ist übrigens auf dem Niveau nichts Besonderes. „Das hat man uns beim Workshop in Dortmund schon mit ins Hausaufgabenheft geschrieben. Wir wollen unseren Gästen ein guter Gastgeber sein“, sagt Präsident Michael Salge, der sich wie alle anderen auch, auf das Event am Sonntag richtig freut. „Wir bereiten aktuelles alles Mögliche vor, damit Hildesheim ein großes Fußballfest feiern kann“, sagt Salge. Zur ganz großen Pokalparty fehlt jetzt nur noch die ganz große Überraschung.

