Der SV Bavenstedt hat in der Landesliga trotz zahlreicher vergebener Großchancen einen verdienten 3:2-Heimsieg gegen den TSV Mühlenfeld eingefahren. Matchwinner war dabei Joker Ruslan Rzaiev, der nach seiner Einwechslung maßgeblich an der Wende beteiligt war.

Das Team von Michael Jarzombek, das erneut auf mehrere Spieler verzichten musste, erwischte einen starken Start in die Partie. Bavenstedt war im ersten Durchgang feldüberlegen und erspielte sich zahlreiche gute Möglichkeiten, ließ diese jedoch ungenutzt. Die größte Chance vergab Max Wasl, der nur den Pfosten traf. So ging es trotz klarer Vorteile torlos in die Halbzeitpause.

Nach dem Seitenwechsel nahm das Spiel dann deutlich an Fahrt auf, allerdings zunächst zugunsten der Gäste. Nur zwei Minuten nach Wiederanpfiff nutzte Justin Wesley Drechsler eine Gelegenheit eiskalt zur 0:1-Führung für Mühlenfeld. Bavenstedt zeigte sich davon jedoch unbeeindruckt und kam im direkten Anschluss zu gleich mehreren hochkarätigen Chancen. Erneut war es Wasl, der gleich zweimal aus kurzer Distanz am stark reagierenden Gästetorwart sowie ein weiteres Mal am Pfosten scheiterte. In einer weiteren Szene verpasste er zudem das mögliche Abspiel auf den freistehenden Cedric Jahnel und blieb erneut am Keeper hängen.

Die mangelnde Chancenverwertung wurde wenig später bestraft: Nach einem Freistoß erhöhte Dominik Ernst per Kopf in der 62. Minute auf 0:2 für Mühlenfeld.
Jarzombek reagierte umgehend und brachte Ruslan Rzaiev ins Spiel. Eine Einwechslung, die sich sofort auszahlen sollte. Nur eine Minute nach seiner Hereinnahme leitete Rzaiev einen Konter ein und legte mustergültig für Rudi Hasso auf, der zum 1:2-Anschluss traf (65.).

Pechvogel Max Wasl (links) nach einer weiteren vergebenen Chance. Ruslan Rzaiev (rechts) muntert ihn auf. Fotos: Daniel Horst

Bavenstedt blieb nun am Drücker und wurde sieben Minuten später belohnt. Nach einer starken Einzelaktion und einer präzisen Flanke von Noah Warneboldt war es diesmal Rzaiev selbst, der per Kopf am zweiten Pfosten den 2:2-Ausgleich erzielte.

2:2! Padial (rechts) freut sich mit dem Torschützen Rzaiev.

In der Schlussphase entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, mit dem besseren Ende für die Gastgeber. Rzaiev schnürte seinen Doppelpack, als er einen Steckpass von Sandro-Jose Padial erlief und eiskalt zum 3:2 einschob.

Lässt sich feiern nach dem Siegtreffer: Rzaiev (rechts)

Am Ende steht ein hochverdienter Sieg für den SV Bavenstedt, der sich trotz zwischenzeitlichem Rückstand und fahrlässiger Chancenverwertung für eine gute Leistung belohnte.