Englische Woche in der Bezirksliga. Am 8. Spieltag gab es gestern fünf Spiele. Ein Spiel fiel aus. Am heutigen Mittwoch sind zwei weitere Partien angesetzt.

SV Ambergau Bockenem – VfR Germ. Ochtersum 1:4 (1:1).

Die Volkis erwischten einen perfekten Start und gingen bereits nach drei Minuten in Führung. Nach einer Balleroberung durch Simon Lehmann kam der Ball zu Finn Bremer, der Elias Körner bediente. Körner traf zur frühen Führung der Gastgeber. In der Folge entwickelte sich ein offenes Spiel mit Halbchancen auf beiden Seiten. Kurz vor der Pause gelang Tim Friedrich mit einem Distanzschuss aus rund 20 Metern der Ausgleich.

Nach dem Seitenwechsel wurde Ochtersum stärker und drehte die Partie. Nach einer Ecke von Niklas Preußner köpfte Friedrich zum 1:2 ein (69.). Nur zwei Minuten später erhöhte Paul Emmerling per direkt verwandeltem Freistoß auf 1:3. Den Schlusspunkt setzte erneut Friedrich nach Vorarbeit von Mohamed Ismail.

„Sehr schwieriges Spiel. Ochtersum hat verdient gewonnen und auf dem kleinen Platz hier bei uns versucht, Fußball zu spielen. Teilweise echt gut gemacht. In der zweiten Halbzeit war Ochtersum deutlich besser. Bei uns hat man dann gemerkt, dass die Kräfte geschwunden sind. Trotzdem muss man sagen, dass wir sehr gut ins Spiel reingekommen sind. Wir haben füreinander gekämpft. Deswegen ist das für mich heute ein Spiel gewesen, wo wir am Ende sagen können, das ist völlig okay. Wir haben ein gutes Gesicht gezeigt!“, sagte der sportliche Leiter des SV Ambergau Bockenem, Philipp Scholz.

Aufgrund der Leistungssteigerung nach der Pause war der Sieg für Ochtersum verdient. Für die Gäste war es bereits der vierte Erfolg in Serie.

SC Drispenstedt – SCM Bodenwerder 0:2 (0:0).

Der SC Drispenstedt erwischte einen gebrauchten Abend und musste sich dem SCM Bodenwerder im Aufsteigerduell mit 0:2 geschlagen geben. Die Gäste waren über weite Strecken die spielbestimmende Mannschaft und kamen bereits in der Anfangsphase zu mehreren guten Möglichkeiten. Drei Treffer des SCM wurden im Verlauf der Partie wegen Abseitsstellungen nicht anerkannt. Drispenstedt hatte durch Hassan Atas (8.) und Otman El Ferjani (17.) erste Möglichkeiten, blieb insgesamt aber zu unentschlossen. Bodenwerder überzeugte insbesondere im Umschaltspiel und hatte weitere Chancen. In der 32. Minute landete ein Schuss aus rund 24 Metern an der Latte. So blieb es zur Pause beim für den SCD glücklichen 0:0.

Nach dem Seitenwechsel kam Drispenstedt etwas besser ins Spiel. Mahdy Kawar (52.) und Artjom Schepp (64.) hatten Möglichkeiten, ehe Bodenwerder in der 63. Minute einen Platzverweis per Gelb-Roter Karte hinnehmen musste. Trotz Unterzahl gelang den Gästen in der 81. Minute die Führung. Ein Fehlpass des SCD wurde konsequent ausgenutzt. Nur zwei Minuten später verpasste Bodenwerder nach einem weiteren Fehler knapp das 0:2. In der 86. Minute fiel dann doch die Entscheidung: George-Vasile Ciuculete nutzte erneut einen krassen Fehlpass zum 0:2. Drispenstedt warf anschließend alles nach vorne, konnte die Niederlage aber nicht mehr verhindern. Damit kassierte der SCD die dritte Niederlage in Folge.

BW Salzhemmendorf – TSV Giesen 0:4 (0:1).

Gegen personell stark geschwächte Gastgeber startete der TSV Giesen druckvoll in die Partie. Marco Czauderna hatte in der Anfangsphase gleich zwei große Chancen, konnte diese jedoch nicht nutzen. Salzhemmendorf stand tief, während Giesen rund 80 Prozent Ballbesitz hatte.

„In der Anfangsphase haben wir Ball und Gegner gut laufen lassen und uns einige gute Torchancen erspielt“, sagte TSV-Trainer Laurin Paris. In der 22. Minute fiel dann die Führung: Nach Zuspiel von Lennart Fiech traf Czauderna mit einem Distanzschuss zum 0:1. Bis zur Pause verflachte die Partie allerdings. „Dann waren wir nicht mehr zielstrebig genug“, so Paris.

Nach dem Seitenwechsel erwischte Giesen erneut eine gute Phase. Nach einem Querpass von Czauderna erhöhte Felix Bielicke auf 0:2 (48.). Nur sieben Minuten später traf Till Franzmann mit einem wuchtigen Distanzschuss zum 0:3. Von Salzhemmendorf kam offensiv nur wenig. Den Schlusspunkt setzte Bielicke mit einem verwandelten Freistoß zum 0:4. „Ein verdienter Sieg, der hätte höher ausfallen können“, fasste Paris die Partie zusammen.

Traf gestern doppelt. Giesens Felix Bielicke.

VfL Borsum – SV RW Ahrbergen 3:0 (2:0).

Der VfL Borsum bleibt in Fahrt und ist nun seit drei Spielen ungeschlagen. Gegen stark dezimierte und offensiv harmlose Ahrberger setzte sich Borsum verdient mit 3:0 durch und holte damit sieben Punkte aus den vergangenen drei Partien. Zudem blieb der VfL zum dritten Mal in Folge ohne Gegentor.

Borsum setzte die Gäste früh unter Druck und hatte im ersten Durchgang rund 80 Prozent Ballbesitz. Nach einer Balleroberung brachte Leon Heesmann die Gastgeber mit einem schönen Schlenzer bereits in der 12. Minute in Führung. In der 29. Minute fiel das 2:0 etwas kurios: Eine eher missglückte Flanke von Jonathan Zimmer segelte ins lange Eck.

„Wir verpassen es noch, vor der Pause zu erhöhen“, sagte der sportliche Leiter Paul Wolfinger. Nach dem Seitenwechsel wurde die Partie fahriger und der Spielfluss nahm ab. Ahrbergen lief nun höher an, kam aber weiterhin zu keiner nennenswerten Torchance.

Die Entscheidung fiel schließlich nach einem Eckball. Heesmann stieg am höchsten und köpfte zum 3:0 ein. Anschließend passierte nicht mehr viel. Nach einem Foulspiel an Sipan Fami Ali bekam Borsum noch einen Elfmeter zugesprochen, doch Leon Rohrmann setzte den Strafstoß neben das Tor. „Ein ungefährdeter und verdienter Heimsieg für uns“, so Wolfinger.

TuS Hasede – MTV Almstedt 2:2 (1:0).

Der TuS Hasede hat sich im Duell mit dem MTV Almstedt einen Punkt erkämpft. Über die gesamte Spielzeit waren die Gäste die bessere Mannschaft und hatten mehr vom Spiel. Hasede verteidigte allerdings leidenschaftlich und machte es Almstedt damit schwer, zu klaren Chancen zu kommen. Die Gastgeber gingen bereits in der dritten Minute in Führung. Nach einem Eckball war Niclas Holland per Kopf zur Stelle und traf zum 1:0. In der Folge hatte Hasede einige Halbchancen, allerdings kam auch Almstedt in der ersten Hälfte zu mehreren Möglichkeiten. Hasedes Torwart Torben Patrick Radloff parierte dabei mehrfach stark.

Nach dem Seitenwechsel erhöhte Almstedt den Druck. Hasede stand nun etwas tiefer und versuchte, über Konter zum Erfolg zu kommen. In der 57. Minute führte ein Querschläger schließlich zum Ausgleich: Frerk Max Bode kam an den Ball und traf ins leere Tor zum 1:1. Hasede schlug jedoch erneut zurück. Nach Vorlage von Tarek Tomaszkiewicz-Ayad erzielte Björn Karkoß in der 74. Minute das 2:1. Almstedt machte anschließend weiter Druck, kam diesmal aber nicht zu klaren Möglichkeiten. In der 82. Minute fiel dennoch der Ausgleich, als Niklas Rasche einen abgefälschten Distanzschuss zum 2:2 im Tor unterbrachte. „Insgesamt war Almstedt die bessere Mannschaft, aber wir haben es leidenschaftlich verteidigt. Daher nehmen wir den Punkt im Tabellenkeller gerne mit“, sagte Hasede-Spieler Miguel Werner.

SV Türk Gücü Hildesheim – SV Alfeld Nichtantritt Gast.

Das für Dienstagabend um 17:45 Uhr angesetzte Bezirksliga-Spiel zwischen Türk Gücü Hildesheim und dem SV Alfeld fand nicht statt. Die SV Alfeld ist nicht antreten. Hintergrund ist die Anstoßzeit, die für beide Mannschaften ohne Flutlicht nicht praktikabel ist. Ein Heimrechttausch war ebenfalls keine Option, da Alfeld seinen Kunstrasenplatz derzeit noch nicht nutzen darf. „Wir müssten spätestens um 16 Uhr starten, um uns halbwegs seriös auf die Partie vorzubereiten, das funktioniert aber im Alltag nicht. Wie sollen wir da rechtzeitig vor Ort sein?“, erklärte Alfeld-Trainer Dennis Scholz.

Beide Vereine hatten bereits im Vorfeld versucht, gemeinsam mit der Staffelleitung eine Verlegung zu erreichen. Die Kommunikation mit dem Verband gestaltete sich laut Scholz allerdings schwierig. „Wir haben dem Gegner mitgeteilt, dass wir nicht zum Punktspiel kommen können, und für Türk Gücü ist das auch okay. Es herrscht Konsens zwischen uns, dass die Anstoßzeit nicht haltbar ist“, so Scholz.

Die beiden Vereine haben sich bereits auf einen neuen Termin verständigt. Am Mittwoch, 21. Oktober, soll die Partie in Alfeld nachgeholt werden. Die Zustimmung des Verbandes steht allerdings noch aus.