Magazin 2020

Aus dem Jahresrückblick: TSV Giesen GRIZZLYS II

14. Januar 2021, 13:39 Uhr

Nach der Saison ist vor der Saison. Selten war diese Weisheit so greifbar wie im Jahr 2020. Ungeachtet der äußeren Umstände und einer immer präsenten Corona-Ungewissheit wurde das Ziel „Etablierung in der 3.Liga“ nach dem Aufstieg weiter verfolgt.

Direkt nach der Saison wurden unzählige Gespräche geführt und Anstrengungen unternommen, die sich nun auszahlen. Und eines ist Trainer Stefan Drews besonders wichtig: „Häufig wird vergessen, wie viel um die 6-7 Spieler herum passiert, damit diese ihre bestmögliche Performance auf dem Feld abrufen können.“

Richter verstärkt das Trainerteam

Gerade das Management um Roland Kamper war von April bis Juli aktiv, um die Finanzen auf gerade Beine zu stellen. Claas Blume führte als sportlicher Leiter unzählige Gespräche auf dem Transfermarkt und Dominic Jennati steuerte mit einigen Spielern das drumherum um den Spielbetrieb. „Und es freut mich wahnsinnig, dass wir mit Martin Richter einen sehr erfahrenen Trainer in das Trainerteam holen konnten, der ebenso wie ich brennt und ähnliche Trainingsphilosophien besitzt.“, so Drews weiter.
Ein weiterer Meilenstein im Aufbau einer professionellen Struktur ist die Gewinnung von zwei Scouts. Mit Celina Hoja
und Hanna Bödder stehen gleich zwei Scouts zur Verfügung, die nicht nur vor und während der Spiele die Gegner analysieren, sondern auch in der Nachbereitung wichtige Daten zum eigenen Team liefern. Astrid Appel und Dr. Stefan Rössig steuern u.a. das äußere Erscheinungsbild, sodass die Philosophie der GRIZZLYS auch in der Öffentlichkeit entsprechend wahrzunehmen ist.

Erfahrene Neuzugänge

„Das ist wirklich eine Luxussituation und im größeren Umkreis auf dem Niveau nur selten zu finden“. Kurzum: Das Team um das Team herum ist gut aufgestellt.
Mit Robert Schramm (1. Herren), Mika Drantmann (Oldenburger TB) und Milan Hrinak (1. Herren) verstärken gleich drei erfahrene Spieler den Kader der Superzweiten. Mit Paul Klimm wurde ein Jugendspieler vom VC Minden verpflichtet, der mittels Zweitspielrecht auf der Zuspielposition Erfahrung im Training und im Spiel sammeln soll.
Das wichtigste Ziel des Teams war es zum Saisonstart, die Corona-Situation und die negativen Erinnerungen an den Abstieg aus der 3. Liga 2019 auszublenden und sich voll und ganz auf das Ziel Klassenerhalt zu fokussieren.
Stefan Drews fasst die Entwicklung so zusammen: „Die Spieler sind reifer, technisch und taktisch besser geworden und agieren nun (auch durch die Unterstützung der Zugänge) auf einem ganz anderen Niveau. Dies hat nichts mehr mit der Spielweise von 2018/19 zu tun. Wichtig war mir in der vorherigen Saison, dass wir Dinge trainieren, die uns nicht in der Regionalliga helfen, sondern in Liga 3 wichtig sein werden. Das dies manchmal weh tat, war mir bewusst und mitunter beabsichtigt“. Umso besser ist es nun, dass Martin Richter frischen Wind in das Team reinbringt und mit anderen Übungen und mehr Spielanteilen im Training die Konzentration der Spieler neu fordert.

Giesener sind die Gejagten

Bislang steht das Team überraschend an der Tabellenspitze und hat sich vom Jäger zum Gejagten entwickelt. Zwar traten drei der sechs gegnerischen Teams ersatzgeschwächt an, jedoch ist es nun ein Vorteil der Giesener, dass sie als Team sehr ausgeglichen agieren und auch die Einwechslungen den entsprechenden positiven Einfluss nehmen. „Für mich zeichnet den bisherigen Erfolg aus, dass wir beliebig technisch und taktisch wechseln können ohne einen Bruch im Team zu erfahren. Sowohl die Spieler auf dem Feld, als auch die Einwechselspieler agieren auf einem ähnlich hohen Niveau.“
Als Saisonziel steht noch immer der Klassenerhalt auf der Fahne, egal, wie lange die Saison und welchen politischen Verlauf diese noch nimmt.

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