Am 5. Spieltag der Bezirksliga steht unter anderem das Duell zweier hochgehandelter Aufstiegsfavoriten auf dem Programm. Der FC Eldagsen empfängt den weiterhin an der Tabellenspitze stehenden TSV Giesen. Auch die bislang makellose Bilanz des Aufsteigers BW Salzhemmendorf wird gegen TuSpo Schliekum auf die Probe gestellt. Während der TuS Hasede an diesem Wochenende spielfrei hat, stehen für die übrigen Mannschaften wichtige Duelle auf dem Programm.

FC Eldagsen – TSV Giesen (Samstag, 16:00 Uhr)

Ein Aufeinandertreffen zweier Teams, die von den Experten zu den Aufstiegsfavoriten zählen. Der FC Eldagsen ist mit sieben Punkten ordentlich in die Saison gestartet. Der TSV Giesen musste am vergangenen Wochenende beim 1:4 gegen den SV Newroz Hildesheim zwar die erste Niederlage hinnehmen, steht mit neun Punkten aber weiterhin an der Tabellenspitze. Für beide Teams geht es damit um wichtige Punkte im oberen Tabellenbereich.

„Giesen hat eine enorme individuelle Qualität und schon 15 Tore erzielt. Es wird demnach darauf ankommen, sie nicht einzuladen und ihnen leichte Möglichkeiten zu geben. Das werden sie ausnutzen. Ich erwarte sie auch mit einer gewissen Portion Wut und dem Drang auf Wiedergutmachung. Wir bereiten uns in erster Linie auf uns vor. Wir tun gut daran, bei uns und unseren Prinzipien zu bleiben“, sagt Eldagsens Trainer Marcel Hartmann.

Auch Giesens Trainer Laurin Paris blickt dem Duell gespannt entgegen: „Es ist schon ein besonderes Spiel. Vor der Saison wurden beide Vereine zu den Favoriten gezählt. Außerdem ist man dem Trainer gut vernetzt bzw. einige Spieler und der Co-Trainer haben bereits in der Vergangenheit mit Marcel Hartmann zusammengearbeitet. Zusätzlich ist das Interesse an einigen Spielern vorhanden.“

Paris weiß, worauf es ankommen wird: „Wir müssen in allen Belangen besser sein. Konsequenter verteidigen und die Chancen nutzen. Ein klarer Kopf und Laufbereitschaft wird das Spiel entscheiden.“

BW Salzhemmendorf – TuSpo Schliekum (Samstag, 16:00 Uhr)

Der Aufsteiger aus Salzhemmendorf hat einen Traumstart hingelegt: Drei Spiele, drei Siege und zwölf erzielte Tore stehen bislang zu Buche. Nun wartet mit TuSpo Schliekum allerdings eine spielstarke Mannschaft, die selbst vier Punkte auf dem Konto hat. Die Frage lautet daher: Kann Salzhemmendorf seine makellose Serie fortsetzen und im ersten Heimspiel erneut punkten?

„Ja, grundsätzlich sind wir natürlich mit den drei Siegen aus den ersten drei Spielen absolut zufrieden und nehmen das gerne mit“, sagt Salzhemmendorfs Trainer Chris Wintel. Gleichzeitig sieht er noch Verbesserungspotenzial: „Auch wenn wir für uns ganz klar sagen müssen, dass das gegen Borsum ja schon ein eher glücklicher Sieg war. Da waren wir nicht gut, sind nicht an die Leistung der ersten beiden Spiele herangekommen, waren in vielen Phasen viel zu passiv.“

Gegen Schliekum müsse seine Mannschaft wieder eine Schippe drauflegen. „Uns erwartet mit Schliekum eine sehr, sehr spielstarke, technisch sehr gute und ausgeprägte Mannschaft. Und umso wichtiger wird es für uns sein, dass wir einfach wieder besser den Zugriff bekommen.“

Schliekums Trainer Daniel Bothe hat großen Respekt vor dem Aufsteiger: „Salzhemmendorf ist sehr gut in die Saison gestartet! Als Aufsteiger drei Siege aus drei Spielen zu holen und dabei zwölf Tore zu schießen, ist bemerkenswert!“ Seine Mannschaft wolle sich davon jedoch nicht beeindrucken lassen. „Wir müssen aber bei uns bleiben und die gleiche Leistung wie gegen Ochtersum abrufen, uns weiter Chancen erspielen und vorne noch ein wenig kaltschnäuziger werden. Die Einstellung wird am Samstag sicher ein großer Faktor sein und wir wollen die drei Punkte natürlich gerne mit nach Schliekum nehmen!“

VfR Germania Ochtersum – SC Harsum (Samstag, 16:00 Uhr)

Der Landesliga-Absteiger aus Ochtersum ist mit fünf Punkten bislang noch nicht ganz so überzeugend in die neue Saison gestartet. Anders sieht es beim SC Harsum aus: Mit neun Punkten haben die Harsumer einen starken Auftakt hingelegt und reisen entsprechend selbstbewusst nach Ochtersum. Es wartet ein interessantes Duell zweier Mannschaften mit hohen Ambitionen.

Ochtersums Trainer Stefan Staar erwartet eine intensive Partie: „Harsum ist gut in die Saison gestartet und scheint in guter Form zu sein. Nichtsdestotrotz gehen wir das Spiel wie jedes andere Spiel an. Jeder Gegner in der Liga ist ernst zu nehmen, was man jede Woche aufs Neue sieht.“ Für seine Mannschaft wird es vor allem auf die Zweikämpfe und die Defensive ankommen. „Deswegen muss man hinten kompakt stehen und gegen Harsum vor allem die Zweikämpfe annehmen. Vorne gilt es, die Chancen zu nutzen, die man sich erarbeitet.“

Harsums Sportlicher Leiter Sven Salchow sieht Ochtersum trotz des bisherigen Saisonverlaufs als einen der stärksten Gegner der Liga. „Ochtersum ist für uns mit Sicherheit eine der besten Mannschaften der Liga. Sie kommen als Absteiger aus der Landesliga und haben ihren Kader im Sommer noch einmal deutlich verstärkt. Von daher erwartet uns dort ein echter Top-Gegner.“

Gleichzeitig fährt Harsum nicht nach Ochtersum, um sich zu verstecken. „Wir wissen, was Ochtersum kann, aber wir wissen auch, was wir können. Wir wollen mit breiter Brust auftreten, ihnen das Leben so schwer wie möglich machen und sie vielleicht auch ein Stück weit überraschen.“

SV Türk Gücü Hildesheim – MTV Almstedt (Sonntag, 15:00 Uhr)

Kann Türk Gücü Hildesheim als erste Mannschaft in dieser Saison gegen den MTV Almstedt treffen? Die Almstedter sind bislang noch ungeschlagen und haben zudem noch keinen Gegentreffer kassiert. Sechs Punkte aus den ersten Spielen bedeuten einen ordentlichen Start. Türk Gücü steht mit neun Punkten sogar noch besser da und will nun auch vor heimischer Kulisse den nächsten Schritt machen. Für zusätzliche Brisanz sorgt ein Wiedersehen: Almstedts aktueller Trainer Enes Ujkanovic stand in der vergangenen Saison noch bei Türk Gücü an der Seitenlinie.

„Almstedt hat einen sehr guten Start in die Saison hingelegt und ist bislang noch ohne Niederlage und Gegentor. Das zeigt, dass sie defensiv sehr stabil stehen und schwer zu bespielen sind“, sagt Türk-Gücü Co-Trainer Yilmaz Erdinc.

Seine Mannschaft wolle sich jedoch auf die eigenen Stärken konzentrieren: „Wir konzentrieren uns aber auf uns. Die Mannschaft ist hochmotiviert und wir wollen uns endlich auch zuhause belohnen. Unser klares Ziel ist es, die ersten drei Punkte vor heimischer Kulisse zu holen.“

Almstedts Spieler Brian Van-Ditzhuyzen erwartet ebenfalls keine leichte Aufgabe: „Türk Gücü scheint dieses Jahr besser drauf zu sein als letztes Jahr, wir werden sie daher nicht unterschätzen. Wir wollen endlich wieder Tore schießen und drei Punkte holen, daher gehen wir hochmotiviert in das Spiel.“

SV Ambergau Bockenem – SC Drispenstedt (Sonntag, 15:00 Uhr)

Im Tabellenkeller kommt es zum direkten Duell zwischen dem SV Ambergau Bockenem und dem Aufsteiger SC Drispenstedt. Ambergau Bockenem wartet weiterhin auf den ersten Saisonsieg und hat bislang zwei Punkte gesammelt. Drispenstedt steht mit vier Zählern etwas besser da. Für beide Mannschaften ist die Partie daher eine gute Gelegenheit, sich mit einem Dreier etwas Luft zu verschaffen.

„Nach dem holprigen Start wollen wir endlich den ersten Sieg einfahren“, sagt Ambergau-Spieler Lennart Guder. Mut macht ihm die Leistung aus dem vergangenen Derby: „Die Mannschaft hat letzte Woche im Derby gezeigt, dass sie über 90 Minuten konzentriert, konstant und mit Leidenschaft auftreten kann. Genau daran wollen wir anknüpfen und diese Leistung auch am Wochenende auf den Platz bringen.“

Drispenstedts Trainer Mahmud Siala sieht die Gastgeber stärker, als es die Tabelle derzeit vermuten lässt: „Die Volkis waren letztes Jahr Dritter und hatten diese Saison einen unglücklichen Start. Wir hatten bis jetzt sehr ordentliche Spiele und darauf wollen wir aufbauen.

SV Newroz Hildesheim – SV RW Ahrbergen (Sonntag, 15:00 Uhr)

Der SV Newroz Hildesheim ist als Landesliga-Absteiger weiterhin ungeschlagen und hat nach vier Spielen acht Punkte gesammelt. Zuletzt sorgte Newroz mit dem deutlichen 4:1-Auswärtssieg beim bis dahin ungeschlagenen Tabellenführer TSV Giesen für ein Ausrufezeichen. Nun kommt mit dem Aufsteiger SV RW Ahrbergen eine Mannschaft, die ebenfalls mit Rückenwind anreist: Ahrbergen feierte zuletzt im Derby gegen den TuS Hasede den ersten Saisonsieg.

Newroz-Trainer Slavik Siabandov warnt dennoch davor, den Aufsteiger zu unterschätzen: „Ahrbergen ist für uns ein unangenehmer Gegner, den wir auf keinen Fall unterschätzen dürfen.“

Der Sieg in Giesen habe seiner Mannschaft zusätzliches Selbstvertrauen gegeben. „Diese Leistung hat uns natürlich Selbstvertrauen gegeben und dafür wollen wir uns jetzt auch belohnen. Wir spielen zu Hause und möchten den Schwung aus Giesen mitnehmen und an diese starke Mannschaftsleistung anknüpfen.“

Ahrbergens Trainer Kevin Horst sieht den ersten Saisonsieg als wichtigen Schritt: „Der Sieg war super wichtig für die Moral und auch in der Art und Weise mehr als verdient.“ Newroz sei für seine Mannschaft allerdings schwer einzuschätzen. „Wir wollen jedes Spiel gewinnen und so gehen wir auch am Sonntag ins Rennen.“

SCM Bodenwerder – VfL Borsum (Sonntag, 15:00 Uhr)

Im Tabellenkeller treffen zwei Mannschaften aufeinander, die Punkte benötigen. Aufsteiger SCM Bodenwerder hat bislang drei Zähler gesammelt, der VfL Borsum wartet dagegen noch auf den ersten Punktgewinn. Es ist zugleich das erste Aufeinandertreffen beider Mannschaften. Für beide Teams bietet sich damit die Chance, im direkten Duell einen wichtigen Schritt zu machen.

Bodenwerders Trainer Alessandro Startari warnt allerdings davor, Borsum allein anhand der Tabelle zu beurteilen. „Ich schätze Borsum wesentlich stärker ein, als es die Tabelle sagt. Das ist eine gestandene Bezirksligamannschaft, die vielleicht noch nicht richtig in Tritt gekommen ist.“

Startari verweist dabei auch auf die jüngsten Leistungen der Borsumer und erwartet eine schwierige Aufgabe: „In der Bezirksliga gibt es meines Erachtens keine leichten Spiele. Jeder Gegner gibt immer alles und es ist so ein bisschen tagesformabhängig.“

Borsums Sportlicher Leiter Paul Wolfinger sieht in Bodenwerder eine „Überraschungstüte“. Gleichzeitig weiß er um die Bedeutung der Partie: „Mit Blick auf die Tabelle ist es aber schon ein richtungsweisendes Spiel.“ Nach den bisherigen Leistungen sieht er keinen Grund, die Köpfe hängen zu lassen: „Wir haben ordentlich gespielt und niemand auf dem Platz wusste, wie wir verlieren konnten. Wenn wir weiter so engagiert auftreten, werden Punkte automatisch folgen – am liebsten natürlich schon in Bodenwerder.“

SV Alfeld – TuS GW Himmelsthür (Sonntag, 15:00 Uhr)

Fünf Punkte hat die SV Alfeld bislang gesammelt, Himmelsthür kommt auf sechs Zähler. Die Partie verspricht daher ein Duell auf Augenhöhe. In der vergangenen Saison setzte sich jeweils die Auswärtsmannschaft durch, eine Serie, die nun gebrochen werden soll.

Alfelds Trainer Dennis Scholz fordert nach der Niederlage in Harsum eine Reaktion seiner Mannschaft. „Genau da müssen wir gegen Himmelsthür wieder ansetzen. Auch dort erwarten wir eine Mannschaft, die kompakt steht, aggressiv gegen den Ball arbeitet und uns in den Zweikämpfen alles abverlangen wird.“

Vor allem offensiv soll sich Alfeld wieder steigern: „Wir müssen es schaffen, wieder mehr Spielwitz und Ideen in unser Spiel zu bekommen und uns dadurch nicht nur ins letzte Drittel zu spielen, sondern auch deutlich mehr klare Torabschlüsse zu erarbeiten.“

Himmelsthürs Trainer Michael Lang sieht derweil vor allem die Alfelder Offensive als große Herausforderung: „Für uns zählen die Alfelder mit zu den spielstärksten Mannschaften in der Liga. Gerade auf deren Offensive müssen wir sehr aufpassen.“

Gleichzeitig müsse seine Mannschaft im Vergleich zum vergangenen Spiel wieder deutlich besser gegen den Ball arbeiten. „Im Gegensatz zum TG-Spiel müssen wir wieder besser in der Rückwärtsbewegung sein und die Zweikämpfe besser annehmen. Gegen TG kamen wir in den Zweikämpfen häufig einen Schritt zu spät, wodurch wir gerade in der Anfangsphase viele Fouls gespielt haben. Wenn uns dies wieder besser gelingt, dann rechnen wir uns auch in Alfeld etwas aus.“