Am vergangenen Wochenende fand in der 1. Kreisklasse Staffel A der dritte Spieltag statt. Ein hitziges Duell in Himmelsthür fand keinen Sieger, währenddessen der TuS aus Nettlingen einen Kantersieg feiern konnte.

TuS GW Himmelsthür II – SV Türk Gücü Hildesheim II 1:1 (0:0).

Eine hitzige Partie endet Unentschieden. Der TuS GW Himmelsthür II und der SV Türk Gücü Hildesheim II trennten sich am Sonntag mit 1:1. In einer ereignisarmen ersten Halbzeit spielte sich vieles im Mittelfeld ab, klare Torchancen blieben auf beiden Seiten Mangelware. „Die erste Halbzeit war ein klares 0:0-Spiel. Viel Mittelfeldgeplänkel, kein gutes Spiel“, sagte Himmelsthürs Trainer Fares Hakim. Nach dem Seitenwechsel gingen die Gastgeber in der 61. Minute in Führung: Daniel Sobczak zirkelte einen direkten Freistoß aus rund 18 Metern sehenswert in den Winkel. Türk Gücü erhöhte anschließend den Druck und kam in der 79. Minute ebenfalls nach einem ruhenden Ball zum Ausgleich. Nach einem Freistoß entstand im Strafraum ein Getümmel, aus dem heraus Mohammed Nahleh den Ball per Direktabnahme zum 1:1 im Tor unterbrachte. In der Schlussphase hatten beide Mannschaften noch zwei, drei Möglichkeiten, ohne sich jedoch eine wirklich große Chance zu erspielen. „Man hatte das Gefühl, Türk Gücü wollte es ein bisschen mehr, aber am Ende war es ein leistungsgerechtes Unentschieden“, so Hakim.

Neben dem sportlichen Geschehen äußerte sich Hakim auch zu einem Vorfall am Spielfeldrand. Nach Angaben des Trainers soll von Zuschauerseite die Aussage gefallen sein, dass sich Spieler von Türk Gücü auf dem Platz auf Deutsch unterhalten sollten. „Ich habe auch sofort gesagt, dass so eine Äußerung nicht geht“, stellte Hakim klar. Gleichzeitig seien laut ihm auch von Spielern von Türk Gücü Beleidigungen in Richtung der Zuschauer gefallen. „Von beiden Seiten hat da das Verhalten nicht gepasst, aber es gab keine Tumulte mit den Zuschauern“, erklärte der Himmelsthürer Trainer. Im Zusammenhang mit den Vorkommnissen rund um die Partie der ersten Mannschaft kündigte Hakim zudem ein weiteres Statement des Vereins an, in dem „das ein oder andere klargestellt“ werden solle.

Auch wir von Sportnews haben zu den Vorfällen schon etwas veröffentlicht. HIER gehts zum Artikel.

RSV Achtum – SG Hüdd.-Machtsum/Borsum 1:0 (1:0).

Der RSV Achtum setzte sich mit 1:0 gegen die SG Hüdd.-Machtsum/Borsum durch. Dabei hatten die Gäste zunächst die etwas bessere Spielanlage, kamen gegen die Achtumer Defensive aber kaum zu klaren Möglichkeiten. Den entscheidenden Treffer erzielten stattdessen die Hausherren in der 14. Minute. Nach einem Freistoß aus rund 30 Metern halbrechter Position entstand in der SG-Defensive ein Querschläger, den Achtums Kapitän Marvin Günther per Kopf zum 1:0 verwertete. Bis zur Pause hatte der RSV noch Möglichkeiten, die Führung auszubauen, ließ dabei aber die nötige Konsequenz vermissen. „Die SG hatte eigentlich die bessere Spielanlage, konnte aber keine wirkliche Torchance kreieren“, sagte Achtums Sprecher Godehard Hecke.

Nach dem Seitenwechsel wurde die Partie zunehmend zerfahren. Die SG hatte weiterhin mehr vom Spiel und war feldüberlegen, schaffte es jedoch nicht, daraus zwingende Abschlüsse zu entwickeln. Achtum setzte dagegen auf Umschaltmomente und kam noch zu einigen guten Konterchancen, konnte aber auch diese nicht nutzen. So blieb es bis zum Schluss beim knappen 1:0. „Am Ende fehlte uns bei den Kontern ebenfalls die letzte Konsequenz, aber defensiv haben wir wenig zugelassen“, fasste Hecke den Heimsieg zusammen.

TuS Holle-Grasdorf – DJK BW Hildesheim 0:2 (0:1).

Geschlossen zum Sieg. Der DJK BW Hildesheim setzte sich beim TuS Holle-Grasdorf mit 2:0 durch und überzeugte dabei vor allem mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung. Aufgrund mehrerer kurzfristiger Ausfälle war den Gästen schon vor der Partie klar, dass sie vor allem über Einsatz und Kompaktheit kommen mussten. Holle-Grasdorf war in der ersten Halbzeit zwar spielbestimmend und hatte mehr Ballbesitz, die DJK hielt jedoch diszipliniert dagegen. Durch gutes Pressing setzte Hildesheim die gegnerische Defensive immer wieder unter Druck und belohnte sich in der 38. Minute: Miguel Byczkowicz traf zur 1:0-Führung. „Wir wussten von Beginn an, was auf uns zukommt: 90 Minuten lang bedingungslos ackern und gemeinsam als Team fighten“, sagte DJK-Trainer Max Engel.

Nach dem Seitenwechsel machte Hildesheim die Räume noch enger und ließ defensiv kaum noch etwas zu. Holle-Grasdorf fand nur selten eine Lücke, während die Gäste weiter auf ihre Umschaltmomente lauerten. In der 80. Minute sorgte erneut Byczkowicz für die Entscheidung, als er einen Elfmeter zum 2:0 verwandelte. „Am Ende steht ein enorm effizienter Auftritt, eine starke geschlossene Mannschaftsleistung und ein überragender Rückhalt im Tor“, bilanzierte Engel. Besonders hob er Doppelpacker Byczkowicz hervor: „Miguel hat uns nicht nur mit seinen zwei Treffern belohnt, sondern gefühlt auch unglaubliche 14 Kilometer auf dem Platz abgespult.“

TSV Söhlde – VfL Giften 0:2 (0:0).

Der VfL Giften setzte sich beim TSV Söhlde mit 2:0 durch und war vor allem im ersten Durchgang die spielbestimmende Mannschaft. Die Gäste ließen den Ball gut laufen und erspielten sich mehrere Möglichkeiten, zunächst fehlte jedoch die nötige Konsequenz im Abschluss. Söhlde hielt kämpferisch dagegen, blieb offensiv aber weitgehend ungefährlich, sodass es torlos in die Pause ging. „Wir waren in der ersten Halbzeit spielbestimmend, der Ball lief gut und wir erarbeiteten uns einige Chancen. Leider fehlte uns zunächst die letzte Konsequenz“, sagte Giftens Trainer Sergej Gross.

Nach dem Seitenwechsel gestaltete sich die Partie ausgeglichener, diesmal nutzte der VfL seine Möglichkeiten jedoch konsequenter. Nach einer Flanke von Molina Martínez nahm Jalal Dalaf den Ball mit Vollspann und traf zur 1:0-Führung. Später sorgte Robin Fediakin nach einem abgefälschten Freistoß mit dem 2:0 für die Entscheidung. „Am Ende war es ein verdienter Auswärtssieg. Söhlde hat großen Kampfgeist gezeigt, davor habe ich Respekt“, bilanzierte Gross. Gleichzeitig zeigte er sich überzeugt, dass der TSV mit dieser Einstellung im weiteren Saisonverlauf noch seine Punkte holen werde.

TV DE Hotteln – TSV Giesen II 0:0.

Torloses Remis zwischen der Deutschen Eiche aus Hotteln und dem TSV Giesen II. Hotteln erwischte gegen einen der stärkeren Gegner der Liga einen engagierten Start und war von Beginn an griffig in den Zweikämpfen. In der ersten Halbzeit hatten die Gastgeber sogar die klareren Möglichkeiten, scheiterten aber gleich zweimal am Aluminium. Zwei Distanzschüsse von Marc-Thore Meseberg klatschten an den Pfosten, beim zweiten Abschluss konnte Giesens Torhüter zudem noch entscheidend eingreifen. Auch die Gäste kamen immer wieder gefährlich nach vorne, sodass sich ein offener Schlagabtausch entwickelte. Besonders Stefan Ackermann überzeugte auf der Sechserposition. „Stefan hat heute alles reingehauen, was es gab. Im Spielaufbau war er ein absoluter Schlüsselspieler und hat defensiv nahezu jeden wichtigen Zweikampf gewonnen“, lobte Hottelns Co-Trainer Raman Al-Ahmad.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb Hotteln kompakt und wollte dem Favoriten weiterhin möglichst wenig anbieten. Giesen II kam nun zu den etwas besseren Chancen, fand gegen die konzentrierte Defensive der Gastgeber aber ebenfalls keinen Weg zum Tor. So blieb es am Ende beim torlosen Remis. „Auch mental war Stefan jederzeit eine Stütze für die Mannschaft und hat dafür gesorgt, dass wir keine Sekunde nachlassen. Am Ende war es eine geschlossene Mannschaftsleistung, mit der wir dem Favoriten alles abverlangt haben“, so Al-Ahmad. Aufgrund der Chancenverteilung in beiden Halbzeiten war das 0:0 letztlich ein leistungsgerechtes Ergebnis.

TuS Nettlingen I – PSV GW Hildesheim II 7:2 (1:0).

Die Gastgeber bestimmten von Beginn an das Geschehen, musste sich trotz klarer Überlegenheit aber zunächst gedulden. In der 31. Minute fiel schließlich das 1:0: Nach einem Foul an Louis Bültemann an der Mittellinie wurde der Freistoß von Michael Henze immer länger und senkte sich über den Torhüter hinweg ins Netz. Nach der Pause erwischte PSV zunächst ordentliche zehn Minuten, ehe Nettlingen wieder zuschlug. Bültemann spielte Philipp da Silva frei, der vor dem Tor querlegte und Arne Schwingenheuer das 2:0 ermöglichte (58.). Nur fünf Minuten später nutzte Yannick Muenzel eine Unstimmigkeit in der Nettlinger Defensive zum 1:2. Die Gastgeber antworteten jedoch: Philipp-Luka Leichnitz stellte in der 73. Minute auf 3:1, ehe Bültemann eine Freistoßflanke von Constantin Gehrs zum 4:1 einköpfte (78.).

Auch nach dem Eigentor von Gero Schwingenheuer zum 4:2 (81.) ließ Nettlingen nicht nach und machte die Partie in einer furiosen Schlussphase endgültig deutlich. Denis-Emin Hellmer schob nach Vorlage von Pascal Hinze zum 5:2 ein (83.), zwei Minuten später traf Bültemann nach einem Abpraller und gleich doppeltem Innenpfostenkontakt zum 6:2. Den Schlusspunkt setzte Hinze selbst, der einen zu kurzen Rückpass erlief und zum 7:2-Endstand einschob (87.). „Der TuS Nettlingen hat den ersten Doppelspieltag mit einem deutlichen Heimsieg abgeschlossen“, sagte Co-Trainer Michael Brumm. Nach einer dominanten Vorstellung und sechs Treffern in der zweiten Halbzeit feierte Nettlingen damit verdient den zweiten Saisonsieg.

VfL Rautenberg – SSV Förste 2:1 (2:0).

Erster Saisonsieg für die Gastgeber aus Rautenberg. Die Gastgeber erwischten einen perfekten Start: Bereits in der vierten Minute wurde Christoph Windhorn mit einem Steckpass in Szene gesetzt und traf zum frühen 1:0. Förste hatte anschließend zwar mehr Spielanteile, musste aber schon in der 15. Minute den nächsten Rückschlag hinnehmen. Nach einer Flanke war Marvin Heinsch zur Stelle und erhöhte auf 2:0. „Es war ein ausgeglichenes Spiel, in dem wir uns durch einen Arbeitssieg die ersten drei Punkte sichern konnten“, sagte Rautenbergs Trainer Eike Beyrau. Trotz der größeren Spielanteile der Gäste ging der VfL mit einer Zwei-Tore-Führung in die Pause.

Im zweiten Durchgang bekam Förste zwar zunehmend Rückenwind, klare Torchancen aus dem Spiel heraus blieben jedoch weiterhin selten. Gefährlich wurde es vor allem nach Standards, Ecken und Flanken. In der 68. Minute gelang Finn Decker nach einem Freistoß schließlich der Anschlusstreffer zum 1:2. Danach drängten die Gäste auf den Ausgleich, konnten sich gegen die Rautenberger Defensive aber keine eindeutige Möglichkeit mehr erspielen. Auf der anderen Seite ließ der VfL mehrere Konterchancen durch zu ungenaues Ausspielen liegen. So blieb es beim knappen 2:1 und einem wichtigen ersten Dreier für Rautenberg.