Nach den Landesligisten stehen am Wochenende auch zahlreiche Bezirksligisten in aus dem Fußballkreis Hildesheim in der ersten Runde des Bezirkspokals im Einsatz. Das Programm bietet direkt mehrere spannende Duelle: ein Flutlichtspiel am Freitagabend in Bockenem, ein Derby zwischen Borsum und Harsum sowie gleich mehrere Mannschaften, die nach großen personellen Veränderungen ihre erste echte Standortbestimmung vor sich haben.

Freitag, 31.07.2026

SV Ambergau Bockenem – SV RW Ahrbergen

Der Bezirkspokal startet für den SV Ambergau Bockenem mit einem echten Freitagabendspiel unter Flutlicht. Die Volkis empfangen Aufsteiger SV RW Ahrbergen und wollen direkt ein Zeichen setzen.

Ambergau Bockenem gewann in der Vorbereitung zunächst ein Freundschaftsspiel mit 1:0 gegen den FC Sülbeck/Immensen und belegte anschließend bei der Sehlemer Pokalwoche Rang vier. Dort setzte es Niederlagen gegen die Kreisligisten TuSpo Lamspringe und SV Alfeld II. Ahrbergen nahm am Giesener Gemeindepokal teil, wurde dort Vorletzter und verlor zuletzt ein Testspiel gegen den Kreisligisten Sorsum. Co-Trainer von Ambergau Bockenem Marvin Oppermann blickt dennoch positiv auf die Vorbereitung:

Mit der Vorbereitung sind wir zufrieden. Alle ziehen mit. Auch wenn ein oder zwei Testspiele nicht so gut waren.

Dem Pokal misst er einen hohen Stellenwert bei:

Der Pokal hat für uns eine große Bedeutung. Letztes Jahr hatten wir mit Almstedt, Newroz und Wunstorf super Spiele. Gerade die Spiele unter der Woche gegen die Landesligisten waren Highlights für Mannschaft und Zuschauer. Das wollen wir wieder haben. Pokal ist was Geiles!

Ahrbergens Trainer Kevin Horst sieht die Partie vor allem als wertvollen Härtetest:

Die Sommerpause war kurz, aber die Vorbereitung läuft aktuell nach Plan. Abwesenheiten aufgrund von Urlauben hat wahrscheinlich auch jede Mannschaft.

Und weiter:

Das Pokalspiel nutzen wir als Testspiel auf Wettkampfniveau. Es ist gut und hilfreich für uns, um uns an das Niveau der Bezirksliga zu gewöhnen und die eine oder andere Sache auszuprobieren.

Sonntag, 02.08.2026

TSV Deinsen – SV Newroz Hildesheim

Kaum ein Spiel steht so sehr für den Sommerumbruch wie dieses Duell. Sowohl der Kreisligist TSV Deinsen als auch Bezirksligist SV Newroz Hildesheim haben zahlreiche Spieler verloren und ihre Kader neu zusammengestellt.

Deinsen qualifizierte sich als Kreispokalfinalist für den Bezirkspokal, absolvierte bislang aber kein Testspiel. Newroz stand nach dem Landesliga-Abstieg zeitweise sogar vor dem Aus. Beim Kehrwieder-Cup schied das Team nach einer 3:6-Niederlage gegen Ochtersum und einem Remis gegen Türk Gücü in der Vorrunde aus. Am Dienstag gewann Newroz zudem ein Testspiel gegen Kreisliga-Aufsteiger SG Schellerten/Oedelum/Ottbergen mit 4:3. Deinsens Manuel Beining beschreibt die schwierige Situation offen:

Für so einen Umbruch mit über zwölf Abgängen und zwölf Zugängen war die Vorbereitung sicherlich viel zu kurz, so dass wir sicher noch etwas Zeit benötigen werden, um uns zu finden.

Viele Urlauber hätten die Arbeit zusätzlich erschwert:

Durch viele Urlauber konnten wir bislang noch nicht wirklich mit dem vollen Kader trainieren. Die Spieler, die vor Ort waren, haben aber voll mitgezogen in der Vorbereitung und machen einen motivierten Eindruck.

Die erste Saisonwoche werde daher eine besondere Herausforderung:

Bei den Spielen in den Sommerferien hat man als kleiner Verein ohne zweite Mannschaft leider nicht so viele Möglichkeiten, den Kader von unten aufzufüllen, wenn sich noch einige Spieler im Urlaub befinden.

Das Pokalspiel bezeichnet Beining als „Kaltstart“:

Ursprünglich hatten wir gar nicht für den Bezirkspokal gemeldet, sind aber aufgrund von Verbandsvorgaben nun doch als Nachrücker dabei.

Eine Verlegung sei nicht möglich gewesen:

Wir hätten das Spiel gerne nach hinten verlegt, um Newroz mit vollem Kader die Stirn bieten zu können. Da die Kreisliga und Bezirksliga aber jetzt abwechselnd unter der Woche spielen, war dies leider nicht möglich.

Deshalb ordnet er die Partie eher als Test ein:

So müssen wir dieses Spiel eher als Test unter Wettkampfbedingungen ansehen. Wir freuen uns aber natürlich dennoch, im Bezirkspokal vor heimischem Publikum antreten zu dürfen und werden unser Bestes geben.

Auch Newroz-Trainer Slavik Siabandov spricht von einem intensiven Sommer:

Die Vorbereitung war insgesamt sehr intensiv und von einem großen Umbruch geprägt. Nach dem Abstieg aus der Landesliga in die Bezirksliga mussten wir den Kader nahezu komplett neu aufbauen.

Zwölf Neuzugänge konnten verpflichtet werden:

Unser Ziel war es zunächst, möglichst viele Spieler vom bisherigen Kader davon zu überzeugen, den Weg mit uns weiterzugehen. Gleichzeitig haben wir viele neue Spieler verpflichtet. Insgesamt konnten wir bisher zwölf Neuzugänge gewinnen, sodass wir aktuell einen Kader von 17 bis 18 Spielern haben.

Der Prozess sei noch nicht abgeschlossen:

Deshalb beobachten wir weiterhin Spieler, laden Probespieler zum Training ein und werden den Kader gegebenenfalls noch gezielt verstärken.

Für die Bezirksliga formuliert Siabandov klare Ziele:

Unser Anspruch als SV Newroz ist es, in der Bezirksliga eine gute Rolle zu spielen.

Zum Pokal sagt er:

Der Pokal hat für uns einen hohen Stellenwert. Das Spiel gegen Deinsen ist der erste Pflichtspieltest und eine gute Standortbestimmung.

Entscheidend sei der Teamgedanke:

Jeder weiß, dass der Pokal seine eigenen Gesetze hat. Wir wollen mit voller Konzentration auftreten, eine gute Leistung zeigen und natürlich versuchen, so weit wie möglich im Wettbewerb zu kommen. Entscheidend wird sein, dass wir als Mannschaft geschlossen auftreten, füreinander arbeiten und unsere gemeinsamen Ziele konsequent verfolgen.

SC Drispenstedt – SV Alfeld

Bezirksliga-Aufsteiger SC Drispenstedt hat eine intensive Vorbereitung hinter sich. Die Mannschaft absolvierte ein Trainingslager in Erfurt, bestritt fünf Testspiele und gewann vier davon. Die SV Alfeld verlor zwar deutlich mit 0:6 gegen den FC Eintracht Northeim, holte sich anschließend aber den Titel beim Felix-Speer-Cup durch ein 5:1 im Finale gegen Almstedt. Drispenstedts Mahmud Siala zieht ein positives Fazit:

Die Vorbereitung war mit dem Trainingslager in Erfurt wirklich super. Leider war sie, bedingt durch die lange Kreisligasaison, zu kurz.

Vor dem Duell mit Alfeld zeigt er großen Respekt:

Mit Alfeld haben wir eines der stärksten Teams aus der Region. Wir werden alles reinhauen und versuchen, eine Runde weiterzukommen.

Alfelds Trainer Dennis Scholz bewertet die Vorbereitung ebenfalls positiv:

Natürlich ist eine Vorbereitung nie ganz einfach, weil immer wieder Spieler im Urlaub, angeschlagen oder krank sind. Trotzdem haben die Jungs sehr gut mitgezogen.

Der Turniersieg habe zusätzliches Selbstvertrauen gegeben:

Der Turniersieg beim Felix-Speer-Cup hat der Mannschaft zusätzlich Selbstvertrauen gegeben und gezeigt, dass wir auf einem guten Weg sind.

Das Pokalspiel sieht Scholz doppelt wichtig:

Wir wollen das Pokalspiel natürlich gewinnen und die nächste Runde erreichen. Gleichzeitig sehen wir die Partie aber auch als letzten Härtetest unter Wettkampfbedingungen vor dem Ligastart.

Personelle und taktische Varianten schließt er nicht aus:

Es kann gut sein, dass wir personell oder auch taktisch noch die eine oder andere Variante ausprobieren.

Wichtig sei dabei der Teamgedanke:

Gerade mit Blick auf die bevorstehenden Englischen Wochen brauchen wir einen breiten Kader, in dem jeder wichtig ist. Wenn wir als Team auftreten und jeder seine Rolle annimmt, können wir gemeinsam eine erfolgreiche Saison spielen.

SCM Bodenwerder – TuS Hasede

Der Aufsteiger aus Bodenwerder ist im Hildesheimer Raum noch weitgehend unbekannt, hat aber bereits zahlreiche Testspiele absolviert und zuletzt mit 4:0 gegen den SSV Königsförde gewonnen. Der TuS Hasede wurde beim Giesener Gemeindepokal Dritter und spielte anschließend 4:2 gegen VfR Germania Ochtersum II. Trainer Milano Werner spricht von einem kleineren Umbruch:

Wir haben mit acht Neuzugängen und mehr oder weniger neun Abgängen einen kleinen Umbruch im Kader vollzogen.

Die Vorbereitung sei stark von Urlauben, Krankheiten und Verletzungen geprägt gewesen:

Nichtsdestotrotz sind wir nicht unzufrieden. Die, die da waren, haben sehr gut durchgezogen und die Neuzugänge haben sich sehr gut integriert.

Der Pokal bleibt für ihn reizvoll:

Es ist ein Wettbewerb, in dem man mit wenigen Spielen einen großen Erfolg feiern kann.

Gegen Bodenwerder will Hasede keineswegs chancenlos antreten:

Ich fahre da nicht hin, um mich wehrlos zu ergeben. Wir wollen das Spiel schon gewinnen.

TuSpo Schliekum – MTV Almstedt

TuSpo Schliekum schied beim Kehrwieder-Cup im Halbfinale gegen den späteren Sieger Bavenstedt aus und spielte anschließend 3:2 gegen Ruthe sowie 3:3 gegen MTV Engelbostel-Schulenburg. Almstedt absolvierte erneut eine umfangreiche Vorbereitung und krönte diese mit dem Gewinn der Sehlemer Pokalwoche. Spielertrainer Daniel Bothe freut sich auf den Pflichtspielstart:

Es wird Zeit, dass am Sonntag wieder die Pflichtspiele starten.

Gleichzeitig sieht er die Partie als letzte Standortbestimmung:

Es ist nochmal ein guter Test unter Wettbewerbsbedingungen gegen einen Ligakonkurrenten.

Der Anspruch sei klar:

Wenn wir spielen, dann wollen wir auch gewinnen.

Almstedts Brian Van-Ditzhuyzen blickt ebenfalls positiv auf die Vorbereitung:

Grundsätzlich lag der Fokus auf der körperlichen Fitness der Mannschaft.

Der Pokal werde ernst genommen:

Wir wollen die Spiele nutzen, um weitere Möglichkeiten zu haben, Abläufe besser einzustudieren.

TSV Giesen – VfR Germania Ochtersum

Der TSV Giesen gewann den Giesener Gemeindepokal souverän und trennte sich anschließend 2:2 vom Landesligisten SV Iraklis Hellas. Ochtersum wurde Zweiter beim Kehrwieder-Cup, gewann danach gegen die VfV-U19 mit 1:0, schied beim Gilde-Börde-Cup aber in der Vorrunde aus. Giesens Trainer Laurin Paris sieht die Partie als weiteren Test:

Ein weiteres Testspiel gegen einen sympathischen und starken Gegner auf Augenhöhe. Vielleicht testen wir eine besondere Taktik für das Punktspiel.

Ochtersums Trainer Stefan Staar ordnet das Duell ähnlich ein:

Die Vorbereitung war in Ordnung. Wie wahrscheinlich bei allen waren immer mal mehr oder weniger Spieler urlaubsbedingt da. Im Endeffekt ist das Spiel ein weiteres Testspiel unter Wettbewerbsbedingungen.

VfL Borsum – SC Harsum

Zum Abschluss wartet noch ein echtes Derby. Der VfL Borsum wurde Zweiter beim Gilde-Börde-Cup und verlor unter der Woche knapp mit 1:2 gegen OSV Hannover II. Harsum gewann in der Vorbereitung gegen OSV Hannover II und die eigene zweite Mannschaft, unterlag aber Pattensen. Borsums Trainer Dustin Markgraf zieht trotz noch ausbaufähiger Ergebnisse ein positives Fazit der Vorbereitung:

Wir hatten eine intensive und gute Vorbereitung mit mehreren guten Tests, vor allem was die Art und Weise unseres Fußballs betrifft. Trotzdem sind die Ergebnisse noch nicht zufriedenstellend und wir konnten noch nicht einmal mit dem ganzen Kader trainieren oder spielen. Das pendelt sich dann erst in den nächsten Wochen ein.

Für Markgraf beginnt die Saison mit dem Pokal bereits am Sonntag:

Der Pokal ist für uns kein Vorbereitungsspiel, sondern Pflichtspielauftakt und somit startet am Sonntag die Saison.

Das Derby gegen Harsum besitzt für ihn einen besonderen Stellenwert:

Ein Derby gegen Harsum ist natürlich immer etwas Besonderes, egal ob Liga oder Pokal. In jedes Spiel gehen wir mit der Einstellung, es gewinnen zu wollen und in so einem Spiel natürlich besonders.

Das Ziel ist klar formuliert:

Im heimischen Wald wollen wir in die nächste Pokalrunde einziehen und das erste von drei Derbys der Saison für uns entscheiden.

Auch Harsums sportlicher Leiter Sven Salchow bewertet die Vorbereitung als ordentlich:

Wie wahrscheinlich bei fast allen Teams war sie durch Urlaubszeiten und die damit verbundene unterschiedliche Trainingsbeteiligung geprägt.

Ursprünglich sollte die erste Pokalrunde ein normaler Härtetest werden:

Wir wollten die Gelegenheit nutzen, um hier und da noch Dinge auszuprobieren und den letzten Feinschliff vorzunehmen.

Das Derby habe jedoch alles verändert:

In einem Derby gelten einfach andere Voraussetzungen. Da spielen Emotionen, Leidenschaft und der unbedingte Wille zu gewinnen eine noch größere Rolle.

Salchow erwartet einen intensiven Pokalfight:

Ein Derby bleibt eben immer ein Derby, unabhängig von der Liga oder der aktuellen Form.

Da er selbst im Urlaub ist, verfolgt er die Partie aus der Ferne:

Umso mehr hoffe ich natürlich, dass wir mit einem Derbysieg in die Saison starten.

Für ihn besitzt der Pokal deshalb eine besondere Bedeutung:

Ein Erfolg in einem Derby kann einer Mannschaft direkt Selbstvertrauen und Rückenwind für den Ligastart geben.

Damit verspricht die erste Bezirkspokalrunde aus Hildesheimer Sicht direkt zum Auftakt reichlich Spannung. Von Flutlichtatmosphäre in Bockenem über große Umbruchduelle bis hin zum Derby zwischen Borsum und Harsum.