Am 7. Spieltag der 1. Kreisklasse Staffel B gab es einige torreiche Begegnungen. Der VfR Bornum feierte mit dem 6:1 gegen Burgstemmen-Mahlerten einen deutlichen ersten Saisonsieg. Auch der TSV Adenstedt überzeugte beim 6:1 gegen Nordstemmen II. In Itzum entwickelte sich ein spektakuläres Duell mit Wehrstedt, während Wohldenberg einen 1:3-Rückstand in Emmerke noch in einen Sieg drehen konnte.

TuSpo Schliekum II – SG Bodenburg/Sehlem 4:3 (2:2).

Die Schliekumer haben sich in einer umkämpften Partie mit 4:3 gegen die SG Bodenburg/Sehlem durchgesetzt. Die Gastgeber mussten dabei personell geschwächt antreten, da einige Spieler im Urlaub waren. Trotzdem konnte Schliekum den nächsten Dreier einfahren. Bodenburg kam zunächst besser in die Partie, während Schliekum vor allem im Mittelfeld Probleme hatte, Ordnung zu finden. Die Gäste lagen zwischenzeitlich durch Steve Pasenow mit 0:1 bzw. 1:2 in führung. Schliekum konnte allerdings immer wieder antworten und ging mit einem eher glücklichen 2:2 in die Pause. Mohamed Jaber und Hassan Jaber trafen.

Nach dem Seitenwechsel stellte Schliekum um. Imad Scheich Saadun rückte eine Position nach vorne auf die Sechs, wodurch die Gastgeber mehr Kontrolle im Mittelfeld bekamen. Dennoch war es der starke Paswow, der mit seinem Hattrick auf 2:3 stellte. Zwei Minuten später verwandelte Hassan Jaber einen Freistoß direkt zum 3:3, ehe Sherwin Shahamat nach schöner Kombination den 4:3-Siegtreffer erzietle.

In der Schlussphase drückte Bodenburg noch einmal auf den Ausgleich, doch die Schliekumer warfen sich in jeden Ball und brachten die drei Punkte über die Zeit. Hassan Jaber überzeugte mit seinem Doppelpack und war damit maßgeblich am Sieg beteiligt. Auch Torhüter Louis Klauck erhielt ein Sonderlob.

Heinder SV – SV Ambergau Bockenem II 2:2 (1:1).

Der Heinder SV hat am siebten Spieltag den ersten Punkt der laufenden Saison eingefahren und trennte sich in einer dramatischen Partie mit 2:2 von der Zweitvertretung des SV Ambergau Bockenem. Die Gäste aus dem Ambergau dominierten das Geschehen auf dem Platz, während sich Heinde vornehmlich auf schnelle Umschaltsituationen beschränkte. Gefährlich wurden die Ambergauer dabei allen voran über Standardsituationen. Nach mehreren Halbchancen belohnten sich die Gäste nach einer Ecke. Im Getümmel des Heinder Strafraums schaltete Pascal Emmermann am schnellsten und schob aus kurzer Distanz zur 0:1-Führung ein (24.). Der Ausgleich ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Direkt im Gegenzug traf Leon-Yannik Oppermann aus extrem spitzem Winkel zum 1:1 (29.), eine Aktion, bei der die Ambergauer gleich zwei verdächtige Abseitspositionen reklamierten. In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei dem auch die Hausherren immer wieder gefährlich vor dem Gästetor auftauchten, ehe es mit dem Remis in die Kabinen ging. Auch im zweiten Durchgang bot sich den Zuschauern ein unverändertes Bild. Ambergau drückte und suchte immer wieder mit Abschlüssen aus der zweiten Reihe den Erfolg. Nach einer knappen Stunde schwand beim Heinder SV spürbar die Kraft, wodurch die Gäste im Minutentakt gefährlich vor den Kasten kamen. Ambergau erarbeitete sich Großchancen en masse, präsentierte sich im Abschluss jedoch schlichtweg zu unkonzentriert. Erst kurz vor dem Ende schien die Partie ihren folgerichtigen Ausgang zu nehmen. Nach einer maßgeschneiderten Hereingabe von Nils Mahnkopf brachte der eingewechselte Paul Johann Krink die Gäste mit seinem allerersten Ballkontakt mit 1:2 in Front (79.). In der Nachspielzeit verpasste Ambergau in einer Zwei-gegen-Eins-Situation fahrlässig den endgültigen Knockout, was sich in der allerletzten Sekunde bitter rächen sollte. Ein langer Freistoß segelte tief in den Ambergauer Strafraum, wo ein Abwehrspieler klären wollte und den Ball unglücklich zum umjubelten 2:2-Endstand im eigenen Gehäuse unterbrachte.

SV Betheln-Eddinghausen – SV Groß-Düngen I 5:3 (4:1).

Der SV Betheln-Eddinghausen hat mit einem 5:3 gegen den SV Groß-Düngen den nächsten Sieg eingefahren und springt damit auf Platz vier. Die Gastgeber erwischten dabei eine besonders effiziente erste Halbzeit. In der Anfangsphase entwickelte sich zunächst eine ausgeglichene und intensive Partie. Gefährliche Abschlüsse blieben allerdings aus. Das änderte sich in der 18. Minute. Niklas Hundt wurde nach einem langen Ball im Strafraum zu Fall gebracht, Abdulnenaf Akyol verwandelte den fälligen Elfmeter sicher zum 1:0.
Nur zwei Minuten später legte Betheln nach. Hundt setzte sich auf der linken Seite durch und erhöhte auf 2:0. In der 26. Minute folgte bereits der nächste Treffer: Niklas Harborth überwand den Groß-Düngener Keeper mit einem Heber zum 3:0.

Die Gäste fanden anschließend zurück ins Spiel und verkürzten durch Matthias Zehetner auf 1:3. Noch vor der Pause stellte Betheln den alten Abstand wieder her. Nach einer Ecke von Tjark traf Yannick Werner per Kopf zum 4:1.
Nach dem Seitenwechsel übernahm Groß-Düngen zunehmend die Kontrolle, während Betheln etwas passiver wurde. In der 69. Minute verkürzte Kai Wehmeier mit einem Freistoß, der eigentlich als Flanke gedacht war und am langen Pfosten einschlug, auf 2:4. Betheln ließ sich davon allerdings nicht aus dem Konzept bringen und antwortete. Niklas Harborth setzte sich auf der rechten Seite durch und legte den Ball flach in die Mitte, wo Sören Pogadl zum 5:2 einschob. Wehmeier sorgte in der 86. Minute mit seinem zweiten Treffer noch einmal für Spannung. Am Ende brachte Betheln den Sieg aber über die Zeit. Besonders die effiziente erste Halbzeit legte den Grundstein für den nächsten Dreier.

SV Emmerke – SV RW Wohldenberg 3:4 (2:1).

Foto von Liann Wirries.

Der SV RW Wohldenberg hat beim SV Emmerke einen 1:3-Rückstand noch in einen 4:3-Sieg gedreht. Dabei erwischten die Gastgeber zunächst den besseren Start.

Bereits in der fünften Minute brachte Koder Biso Emmerke mit 1:0 in Führung. Wohldenberg antwortete allerdings schnell und kam durch Finn-Luca Sander in der 16. Minute zum Ausgleich.
Danach übernahm Emmerke wieder die Kontrolle und erspielte sich mehrere Chancen. In der 27. Minute schlug Biso erneut zu. Nach einer Flanke von Paul-Leon Penz traf er per Kopf ins lange Eck zum 2:1.

Auch nach der Pause blieb Emmerke zunächst die spielbestimmende Mannschaft. Penz wurde in der Tiefe eingesetzt und schob in der 50. Minute zum 3:1 ein.
Danach kippte die Partie jedoch. Wohldenberg kam immer besser ins Spiel und verkürzte durch Linus Homann in der 57. Minute. Nur acht Minuten später erzielte Henrik Engeler den 3:3-Ausgleich.
Emmerke hatte beim Stand von 3:3 noch die Möglichkeit, erneut in Führung zu gehen. Nach einem möglichen Handspiel im Strafraum blieb der Elfmeterpfiff allerdings aus. Stattdessen schlug Wohldenberg auf der anderen Seite zu. Linus Homann erzielte in der 82. Minute seinen zweiten Treffer und drehte damit die Partie endgültig. Emmerke musste in der Nachspielzeit zudem noch einen Platzverweis hinnehmen: Hadi Khalid Biso sah in der 90.+3 Minute Gelb-Rot.

VfR Bornum I – SpVgg. Burgstemmen-Mahlerten 6:1 (3:0).

Der VfR Bornum hat ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt und mit 6:1 gegen die SpVgg. Burgstemmen-Mahlerten den ersten Saisonsieg gefeiert.

Die Partie begann für Bornum optimal. Bereits nach zwei Minuten traf Karfa Komah zum 1:0. Nur sechs Minuten später erhöhte Jeremy Seewald auf 2:0.
Bornum blieb auch danach die spielbestimmende Mannschaft und legte noch vor der Pause nach. Seewald erzielte in der 36. Minute seinen zweiten Treffer und sorgte für eine komfortable 3:0-Führung zur Halbzeit.

Auch nach dem Seitenwechsel ließ Bornum nicht nach. Sekou Kaba erhöhte in der 52. Minute auf 4:0. Burgstemmen-Mahlerten kam durch Bilal Acar zwar in der 60. Minute zum 1:4, doch die Gastgeber ließen keine Aufholjagd mehr zu.
Kaba stellte in der 72. Minute den alten Abstand wieder her, ehe Seewald in der 89. Minute mit seinem dritten Treffer den 6:1-Endstand besorgte.

Für Bornum ist der deutliche Erfolg auch vor dem Hintergrund der vergangenen Wochen besonders. Der bisherige Trainer Daniel Brüssler hatte sein Amt nach der Niederlage gegen Wohldenberg am vergangenen Wochenende niedergelegt. Nun gelang der Mannschaft direkt der erste Saisonsieg, und das mit einem klaren 6:1.

TSV Adenstedt – VfL Nordstemmen II 6:1 (3:0).

Der TSV Adenstedt hat seine starke Leistung mit einem deutlichen 6:1 gegen den VfL Nordstemmen II gekrönt. Die Gastgeber waren laut Adenstedt-Sprecher Dennis Hiller über die gesamte Partie deutlich überlegen.

Nach einer torlosen Anfangsphase eröffnete Raoul Werner in der 27. Minute die torreiche Partie. Nur drei Minuten später erhöhte Fabian Fuhl auf 2:0.
Adenstedt blieb am Drücker und belohnte sich noch vor der Pause ein weiteres Mal. Luca Hoppe traf in der 36. Minute zum 3:0.

Nach dem Seitenwechsel kam Nordstemmen II durch Hannes Wintel-Hildebrandt zunächst zum Anschlusstreffer. Die Gäste konnten dadurch allerdings keine Wende einleiten.
Adenstedt erhöhte in der Schlussphase noch einmal deutlich. Fabian Fuhl traf in der 80. Minute zum 4:1, Mouhamd Aoukar legte in der 88. Minute das 5:1 nach. Den Schlusspunkt setzte Christoph Schmundt in der 90. Minute.

„Der Sieg war auch in der Höhe verdient. Wir waren über die gesamte Partie deutlich überlegen“, so Hiller. Besonders hervor hob er Bardhyl Avdiu, der im Mittelfeld „ohne Ende gearbeitet und viele wichtige Zweikämpfe gewonnen“ habe.

SC Itzum – SV Wehrstedt 65 5:3 (3:2).

Der SC Itzum hat ein spektakuläres Heimspiel gegen den SV Wehrstedt 65 mit 5:3 gewonnen. Die Zuschauer bekamen dabei eine Partie mit hohem Tempo und insgesamt acht Toren zu sehen.

Wehrstedt erwischte den besseren Start und ging in der 9. Minute durch Enis Glogov mit 1:0 in Führung. Itzum brauchte diesen Rückstand offenbar als Weckruf. Omar Hamroud setzte sich nach einem hohen Ballgewinn sehenswert durch und erzielte in der 21. Minute den Ausgleich.
Anschließend nutzte Itzum Unsicherheiten im Spielaufbau der Gäste. David Levi Wutke drehte die Partie mit einem Doppelpack in der 38. und 42. Minute auf 3:1.
Wehrstedt gab sich jedoch nicht geschlagen. Kurz vor der Pause gelang erneut Glogov der Anschluss zum 3:2. Die Gäste gingen damit mit viel Schwung in die zweite Hälfte.

Doch Itzum antwortete erneut. Frederik Meyer verwandelte in der 55. Minute einen Freistoß direkt zum 4:2. Wehrstedt drängte anschließend auf den erneuten Anschluss und hatte dabei gleich zweimal Pech mit dem Aluminium.
Für die Entscheidung sorgte schließlich eine starke Einzelaktion von Hendrik Meisner. Nach einem langen Sprint über das gesamte Feld legte er den Ball uneigennützig für Frederik Meyer auf, der in der 85. Minute zum 5:2 einschob.

Wehrstedt setzte in der Schlussphase noch einmal nach. Nico Tschätsch erzielte in der 90. Minute den 5:3-Endstand. Am Ende durfte Itzum-Trainer Till Elbeshausen mit seiner Mannschaft über einen verdienten Heimsieg in einer äußerst unterhaltsamen Partie jubeln.