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Der letzte Spieltag in der Kreisliga hatte es in sich. In letzter Minute verspielte der RSV Achtum den zwischenzeitlichen Klassenerhalt. Jubel dagegen beim PSV Hildesheim und der II. Mannschaft des VfV 06.
Der RSV Achtum muss nach nur einer Saison wieder in die 1. Kreisklasse absteigen. Am letzten Spieltag der Kreisligasaison reichte dem Aufsteiger ein 4:4-Unentschieden bei Teutonia Sorsum nicht, um den 16. Tabellenplatz zu verlassen. Am Ende jubelten der PSV Hildesheim, trotz einer 0:2-Niederlage beim VfL Nordstemmen und die II. Mannschafts des VfV 06, die mit 4:2 beim FC Concordia erfolgreich war. Die Mannschaften schickten ihre Fans durch ein Wechselbad der Gefühle. Zeitweise hatte Achtum die Klasse gesichert, letztlich reichte es aber nicht.
Zunächst schien alles seinen erwarten Lauf zunehmen. Der Vorletzte, VfV 06 II, führte nach einer halben Stunde mit 2:0. U19-Torjäher Chima Ulonna hatte die VfVer beim FC Concordia in Front geschossen. Kurz darauf gerieten der PSV in Nordstemmen durch Max Christian Knöbl mit 0:1 in Rückstand und der RSV Achtum hatte in Sorsum das Spiel gedreht und ging in der 38. Minute durch Hajrush Halimi und Marvin Günther mit 2:1 in Führung. Um 15:38 Uhr wäre der PSV Hildesheim abgestiegen. Mit dem Halbzeitpfiff gelang Sorsum durch Leon Malte Schrader aber der Ausgleich und die Achtumer hatten wieder die rote Laterne übernommen.

Rein in Halbzeit zwei. Auf der Bürgerwiese hielten die Concorden gegen die verstärkte VfV-Reserve gut dagegen. Die VfVer spielten das Match mit einigen Schreckmomenten zu Ende. Nach 90 Minuten gewann das Team von Trainer Jane Zlatkov verdient mit 4:2 und konnte sich ü er den Klassenerhalt freuen. „Danke an uns A-Jugend für die Unterstützung und Respekt an unseren Gegner, der alles gegeben hat. Wir haben heute die Klasse gehalten, aber unser Anspruch ist ein anderer“, sagte Zlatkov nach dem Erfolg.

In Sorsum geriet Schlusslicht Achtum nach gut einer Stunde in Rückstand. Niklas Bruns traf für die Teutonen, für die es um nichts mehr ging. Vom RSV kam lange Zeit nichts mehr. Bis zur 77. Minute, als Halimi aus dem heiteren Himmel zum 3:3-Ausgleich traf und fünf Minuten später Ben Werchan sogar das 3:4 erzielte. Plötzlich war der RSV wieder gerettet und der PSV Hildesheim musste zittern, zumal die Hildesheimer fast zeitgleich in Nordstemmen das 0:2 kassierten. Jetzt war klar: Der PSV war auf fremde Hilfe angewiesen. Während das Spiel in Nordstemmen beendet war, lief in Sorsum die Nachspielzeit. Die Teutonen, die sportlich fair, alles in die Waagschale warfen, bekamen noch einmal einen Freistoß zugesprochen und Leon-Malte Schrader zirkelte den Ball aus gut 30 Metern in den Winkel des Achtumer Tores zum 4:4. In Nordstemmen feierten die Grün-Weißen den Sorsumer Last-Minute-Treffer ausgiebig und als die Nachricht vom Schlusspfiff in Sorsum die Runde in Nordstemmen machte, kannte der PSV-Jubel keine Grenzen mehr (Titelfoto). „Ich kann mich heute irgendwie gar nicht richtig freuen, weil ich gedacht und gehofft hatte, in Nordstemmen einen Punkt zu holen. Es war ein Wechselbad der Gefühle. Gefühlt waren wir ja schon abgestiegen und dann habe ich von meinem Sohn, der in Achtum war, gehört, dass Leon-Malte Schrader zwei überragende Freistoßtore gemacht hat. Bei dem können wir uns heute echt bedanken“, sagte Leitermann.
Dagegen sah man in Sorsum viele traurige Achtumer Gesichter, denn der RSV war sprichwörtlich in letzter Minute abgestiegen. Viel dramatischer kann ein letzter Spieltag nicht laufen.

