Für die drei Hildesheimer Landesligisten steht am kommenden Wochenende der letzte Spieltag in der Landesliga Hannover an. Für Newroz und Ochtersum steht der vorerst letzte Tanz in der Landesliga an und Bav will noch eine eigens gesetzte Punktemarke knacken.

VfR Germania Ochtersum – TSV Krähenwinkel/Kaltenweide (Sa., 06.06., 15 Uhr)

Für den VfR Germania Ochtersum endet am Samstag um 15 Uhr eine schwierige Saison in der Landesliga Hannover. Zum letzten Spiel der Spielzeit empfängt das Schlusslicht den TSV Krähenwinkel/Kaltenweide und möchte sich vor heimischer Kulisse mit einer engagierten Leistung aus der Liga verabschieden.

Der Abstieg der Germania steht bereits seit längerer Zeit fest. Mit zehn Punkten belegen die Ochtersumer den letzten Tabellenplatz und werden in der kommenden Saison wieder in der Bezirksliga antreten. Dennoch hat die Mannschaft in den vergangenen Wochen gezeigt, dass sie sich trotz der sportlich aussichtslosen Situation nicht aufgegeben hat.

Vor allem die jüngsten Auftritte machen Mut. Zunächst gelang mit dem überraschenden 4:0-Erfolg gegen den TSV Barsinghausen einer der Höhepunkte der Saison. Auch bei der 3:5-Niederlage gegen den SV Newroz Hildesheim präsentierte sich die Germania zuletzt über weite Strecken auf Augenhöhe. Gegen die offensivstarken Gäste zeigte Ochtersum eine gute Leistung, musste sich letztlich jedoch der größeren Effizienz des Gegners geschlagen geben.

Trainer Stefan Staar blickt mit gemischten Gefühlen auf die Saison zurück:

Alles zu geben versuchen wir immer, das klappt mal mehr oder weniger gut. Wir haben leider die Hinserie verschenkt und erst in der Rückrunde nen Lernprozess begonnen. Das war leider zu spät.

Für den Trainer besitzt die Partie gegen Krähenwinkel/Kaltenweide dabei keinen besonderen Stellenwert. „Das Spiel ist ehrlicherweise für mich nichts Besonderes, in welcher Liga ein Spiel stattfindet, war und ist mir relativ egal. Ein besonderes Spiel ist es für mich leider nicht“, so Staar.

Trotzdem werden die Ochtersumer alles daran setzen, ihren Zuschauern zum Saisonabschluss noch einmal einen positiven Auftritt zu bieten. Die jüngsten Leistungen zeigen, dass die Mannschaft in den vergangenen Monaten eine Entwicklung genommen hat. Auch wenn diese zu spät kam, um den Klassenerhalt noch zu schaffen, will sich die Germania mit erhobenem Haupt aus der Landesliga verabschieden.

SV Bavenstedt – TSV Barsinghausen (Sa., 06.06., 15 Uhr)

Mit einem Heimspiel gegen den bereits abgestiegenen TSV Barsinghausen beendet der SV Bavenstedt am Samstag um 15 Uhr seine Saison in der Landesliga Hannover. Nach der bitteren Last-Minute-Niederlage beim SV Ramlingen/Ehlershausen wollen die Bavenstedter noch einmal eine Reaktion zeigen und sich mit einem Erfolgserlebnis in die Sommerpause verabschieden.

Die Ausgangslage spricht dabei für die Gastgeber. Mit 49 Punkten spielt der SV Bavenstedt eine starke Saison und hat sich frühzeitig aller Abstiegssorgen entledigt. Gegen den Tabellenletzten aus Barsinghausen soll nun nicht nur ein Sieg her, sondern auch die symbolträchtige Marke von 50 Punkten geknackt werden.

Trainer Michael Jarzombek blickt entsprechend motiviert auf die letzte Partie: „Wir wollen zu Hause nochmal alles raushauen und die 50-Punktemarke nicht nur erreichen, sondern knacken.“

Für den Coach steht bereits jetzt fest, dass die Saison als voller Erfolg gewertet werden kann.

Die Saison ist ein Erfolg in ganzer Linie. Tabellarisch haben wir uns mindestens um drei Plätze verbessert als letztes Jahr. Wir haben sehr früh unser oberstes Ziel von 40 Punkten erreicht. Unser Torverhältnis ist deutlich besser und wir haben mehr Tore geschossen als letzte Saison. Darüber hinaus konnten wir alle Spieler weiterentwickeln

, erklärt Jarzombek.

Tatsächlich haben sich die Bavenstedter im Verlauf der Spielzeit als stabile Landesligamannschaft etabliert und sich im gesicherten Mittelfeld festgesetzt. Auch zahlreiche personelle Herausforderungen konnten aufgefangen werden. Immer wieder musste improvisiert werden, dennoch blieb die Mannschaft konkurrenzfähig.

Entsprechend groß ist nun die Vorfreude auf die bevorstehende Sommerpause. „Die Jungs mit Verletzungen und Blessuren können sich in der Zeit wieder körperlich ranarbeiten. Wir mussten ja sehr viel improvisieren. Alle haben sich jetzt die Pause verdient, weil sie alles reingehauen haben, was ging“, sagt Jarzombek.

Allzu lange wird die Pause allerdings nicht dauern. Durch den frühen Saisonstart und die Teilnahme am Kehrwieder Cup beginnt die Vorbereitung schon bald wieder. Zunächst gilt der volle Fokus jedoch dem letzten Heimspiel gegen Barsinghausen. Mit einem Sieg könnte der SV Bavenstedt eine starke Saison erfolgreich abrunden und die 50-Punkte-Marke überspringen.

SV Arminia Hannover – SV Newroz Hildesheim (Sa., 06.06., 17 Uhr)

Auch für den SV Newroz Hildesheim steht am Samstag um 17 Uhr das letzte Landesligaspiel vorerst auf dem Programm. Die Hildesheimer gastieren bei Arminia Hannover und wollen sich nach einer schwierigen Saison mit einer ordentlichen Leistung aus der Liga verabschieden.

Der Abstieg in die Bezirksliga steht für den SV Newroz bereits fest. Dennoch zeigte die Mannschaft zuletzt noch einmal, was für eine Qualität eigentlich im Kader steckt. Beim 5:3-Erfolg gegen den VfR Germania Ochtersum präsentierte sich Newroz offensiv effektiv und fuhr einen verdienten Sieg ein. Nun soll auch beim letzten Auftritt der Saison noch einmal gepunktet werden.

Mit Arminia Hannover wartet jedoch ein anspruchsvoller Gegner. Die Gastgeber spielen eine starke Saison und belegen aktuell den sechsten Tabellenplatz. Lange Zeit blieb die Arminia sogar ungeschlagen, ehe eine kleine Schwächephase mit drei Niederlagen folgte. Zuletzt stabilisierte sich die Mannschaft jedoch wieder, spielte gegen Ramlingen/Ehlershausen unentschieden und gewann am vergangenen Wochenende mit 1:0 beim bereits abgestiegenen TSV Barsinghausen.

Für zwei Newroz-Akteure wird die Partie dabei besonders emotional. Retwan Defli und Daniel Rotenberg treffen auf ihren zukünftigen Verein und könnten sich bereits vor ihrem Wechsel einen ersten Eindruck von ihrer neuen sportlichen Heimat verschaffen.

Während sportlich der Saisonabschluss im Mittelpunkt steht, laufen beim SV Newroz bereits die Planungen für die Zukunft auf Hochtouren. Nach dem Abstieg steht ein größerer personeller Umbruch bevor. Der Verein arbeitet aktuell intensiv an einem Neuaufbau, um in der kommenden Saison in der Bezirksliga wieder angreifen zu können.

Trainer Sebastian Franz blickt dennoch zunächst auf die bevorstehende Aufgabe: „Also klar wollen wir am Samstag nochmal drei Punkte holen und einen vernünftigen Abschluss schaffen.“

Gleichzeitig richtet sich der Fokus bereits auf die kommende Spielzeit:

Es wird extrem viel im Hintergrund gearbeitet. Klar wird es ein größerer Umbruch werden, aber das ist nach so einer Saison auch zu erwarten gewesen und kann auch eine neue Chance sein für einen kompletten Neustart, woraus sich etwas Positives entwickeln kann.

Auch zur eigenen Zukunft äußert sich Franz noch zurückhaltend: „Was meine Person betrifft, wird sicherlich noch bei Zeiten etwas Offizielles kommuniziert werden. Wie gesagt, es wird gerade extrem viel und intensiv im Hintergrund gearbeitet, um einen guten Kader, aber auch eine neue und funktionierende Struktur aufzubauen.“

Bevor die Planungen für die Zukunft endgültig in den Vordergrund rücken, möchte sich der SV Newroz jedoch noch einmal bestmöglich präsentieren und mit einem Erfolgserlebnis in die Sommerpause gehen.