Am vorletzten Spieltag der 1. Kreisklasse Staffel A ist der TuS Hoheneggelsen nach der Pleite gegen Ruthe so gut wie abgestiegen.

SG Giesen/Ahrbergen – SG Schellerten/Oedelum/Ottbergen 0:3 (0:1).

Die SG Schellerten/Oedelum/Ottbergen hat ihre starke Saison mit einem verdienten 3:0-Auswärtssieg bei der SG Giesen/Ahrbergen untermauert. Gegen die personell geschwächten Gastgeber übernahm jetzt feststehende Meister von Beginn an die Kontrolle über die Partie, ließ jedoch zunächst die nötige Konsequenz im Abschluss vermissen. In einer insgesamt eher ereignisarmen Begegnung gelang den Gästen kurz vor der Halbzeit die Führung. Nach einer unübersichtlichen Situation im Strafraum behielt Constantin Volk den Überblick und drückte den Ball zum 0:1 über die Linie (40.). Direkt nach dem Seitenwechsel legte die SG Schellerten/Oedelum/Ottbergen nach. Alexander Zwer fasste sich aus der Distanz ein Herz und jagte den Ball mit seinem starken linken Fuß sehenswert in den Winkel zum 0:2 (48.). Auch in der Folge blieben die Gäste das spielbestimmende Team, während die Hausherren kämpferisch dagegenhielten. Die endgültige Entscheidung fiel in der 74. Minute. Nach einem schnell vorgetragenen Konter war erneut Zwer zur Stelle und stellte mit seinem zweiten Treffer des Tages den 3:0-Endstand her. „Absolut verdienter Auswärtssieg für den nun feststehenden Meister. Aber unsere Jungs haben sich gut verkauft. Wir schauen jetzt, was der NFV noch entscheidet, ob wir aufsteigen oder nicht“, sagte Giesens Trainer Patrick Homann nach dem Spiel.

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Meister der 1. Kreisklasse Staffel A 2025/2026: Die SG Schellerten/Oedelum/Ottbergen. Foto: Celine Schrader

TuS Holle-Grasdorf – VfL Giften 2:4 (0:2).

Der VfL Giften hat sich beim TuS Holle-Grasdorf mit 4:2 durchgesetzt und dabei über weite Strecken eine überzeugende Vorstellung abgeliefert. Vor allem Toni Kvesic drückte der Partie seinen Stempel auf und erzielte gleich drei Treffer. Die Gäste übernahmen von Beginn an die Kontrolle über das Spielgeschehen, hatten deutlich mehr Ballbesitz und erspielten sich zahlreiche Torchancen. Ein früher Treffer wurde dem VfL zwar aberkannt, doch die Giftener ließen sich davon nicht beeindrucken. Nach 18 Minuten brachte Kvesic seine Mannschaft in Führung, ehe er nur acht Minuten später auf 2:0 erhöhte. Auch nach dem Seitenwechsel blieb Giften das spielbestimmende Team. In der 60. Minute machte Kvesic seinen Dreierpack perfekt, als er einen Distanzschuss aus rund 30 Metern sehenswert zum 3:0 im Tor unterbrachte. Die Gastgeber verkürzten durch einen umstrittenen Strafstoß von Gabrijel Kusic auf 1:3 (70.), doch Mecdin Acur stellte mit einer starken Einzelaktion und einem weiteren Distanzschuss den Drei-Tore-Vorsprung wieder her (82.). Das 2:4 durch Jonas Thum nach einer Ecke kurz vor dem Abpfiff änderte nichts mehr am verdienten Auswärtserfolg des VfL. „Wir haben von Beginn an das Spiel kontrolliert, in der ersten Hälfte deutlich mehr Ballbesitz gehabt und uns viele gute Chancen erspielt. Toni Kvesic war für uns ganz klar der Spieler des Spiels. Er hat Verantwortung übernommen und seine Chancen konsequent genutzt“, lobte VfL-Trainer Sergej Gross. Trotz einiger personeller Ausfälle zeigte sich der Coach mit der Leistung seiner Mannschaft sehr zufrieden: „Am Ende nehmen wir verdient drei Punkte mit nach Hause. Es war eine starke Mannschaftsleistung. Außerdem ein Dankeschön an die fairen Gegner.“

TV DE Hotteln – TuS Nettlingen 3:2 (1:1).

Der TV DE Hotteln hat sich mit einem dramatischen 3:2-Heimsieg gegen den TuS Nettlingen den Klassenerhalt gesichert. Die Zuschauer bekamen dabei gleich mehrere sehenswerte Treffer und einen umjubelten Siegtreffer in der Schlussminute zu sehen. Die Hausherren erwischten einen Traumstart. Nach einem langen Abstoß von Torhüter Matis Furich verschätzte sich die Nettlinger Defensive, sodass Jonathan Grimme frei durch war und bereits in der vierten Minute zum 1:0 einschob. Die Gäste fanden jedoch zurück ins Spiel und glichen nach einer Standardsituation aus. Ein Freistoß aus dem Halbfeld fand Luke Bültemann, der den Ball per Kopf zum 1:1 ins Tor verlängerte (16.). In der Folge hatte Nettlingen leichte Vorteile, doch direkt nach dem Seitenwechsel schlug Hotteln erneut zu. Marc-Thore Meseberg fasste sich bei einem Freistoß aus der Nähe der Mittellinie ein Herz und überraschte den gegnerischen Torhüter mit einem Traumtor zum 2:1 (49.). Die Gastgeber versäumten es anschließend, trotz mehrerer guter Möglichkeiten nachzulegen. Das rächte sich in der 73. Minute, als Michael Henze einen Eckball direkt im Tor unterbrachte und damit den erneuten Ausgleich erzielte. Hotteln steckte jedoch nicht auf und warf in der Schlussphase noch einmal alles nach vorne. In der 90. Minute wurde der Einsatz belohnt: Der kurz zuvor eingewechselte Thorben Fuhrmann wurde mit einem Steckpass in Szene gesetzt, behielt vor dem Tor die Nerven und chippte den Ball über den herausstürzenden Keeper zum viel umjubelten 3:2-Siegtreffer ins Netz. Mit dem Last-Minute-Erfolg durfte der TV DE Hotteln nicht nur drei Punkte feiern, sondern auch den sicheren Klassenerhalt.

Großer Jubel nach dem Last-Minute-Sieg und Klassenerhalt. Foto: Privat

TuS Hoheneggelsen – FC Ruthe 1:5 (1:1).

Der Start hätte kaum besser laufen können: Bereits in der ersten Minute brachte Kai-Hendrik Lenz den FC Ruthe nach einer Ecke von Etienne Rehkopf per Kopf ins lange Eck in Führung. Hoheneggelsen fand jedoch zurück ins Spiel und glich in der 29. Minute durch Joshua-Horst Thiel zum 1:1 aus. Die Gäste fühlten sich in dieser Phase zudem durch einige strittige Entscheidungen benachteiligt, blieben aber spielbestimmend und kamen zu weiteren Chancen, die jedoch ungenutzt blieben. Kurz vor der Pause hatte der FC Ruthe dann etwas Glück, hielt aber das Unentschieden. Nach dem Seitenwechsel erhöhte das Team von Trainer Hakan Kocak spürbar das Tempo und stellte die Weichen schnell auf Sieg. In der 50. Minute traf Etienne Rehkopf sehenswert ins rechte obere Eck zur 2:1-Führung. Nur wenig später erhöhte Aiman Hoballah nach Vorlage von Hussein Ismail eiskalt auf 3:1 (64.). Hoheneggelsen fand keine Antwort mehr auf die offensive Wucht der Gäste. In der Schlussphase machte Ruthe endgültig alles klar: Erst köpfte Kai-Hendrik Lenz nach einem Freistoß von Hakan Kocak zum 4:1 ein (77.), ehe Kocak selbst nach Doppelpass mit Ismail den 5:1-Endstand erzielte (84.). „Wir haben an sich das ganze Spiel gemacht und uns viele gute Chancen erspielt. Der gegnerische Torwart hatte einen starken Tag. Nach der Pause haben wir es dann konsequenter zu Ende gespielt“, sagte FC-Trainer Hakan Kocak nach der Partie. Durch die Niederlage ist der TuS Hoheneggelsen einen Spieltag vor Schluss so gut wie abgestiegen. Der Rückstand auf das rettende Ufer beträgt drei Punkte bei 16 Toren Differenz.

SC Harsum II – SSV Förste 3:1 (3:1).

Die Harsumer haben den Mai vergoldet und im Derby gegen Förste den fünften Sieg im fünften Spiel im Mai geholt. Die Gäste aus Förste gingen durch den Treffer von Finn Decker mit 0:1 in Führung. Doch direkt im Gegenzug glich Dominik Wiehe zum 1:1 aus (23.). Noch vor der Pause legten die Treffer von Dennis Engelberg (32.) und Dustin Algermissen (36.) den Grundstein für den Heimsieg. In der zweiten Halbzeit verwalteten die Harsumer die Führung.

SV Bavenstedt II – TuS GW Himmelsthür II 9:0 (3:0).

Der SV Bavenstedt II hat im Heimspiel gegen den TuS GW Himmelsthür II einen deutlichen 9:0-Erfolg eingefahren und dabei vor allem im zweiten Durchgang ein echtes Offensivfeuerwerk gezündet. Die Gastgeber waren von Beginn an die klar spielbestimmende Mannschaft und setzten die Gäste früh unter Druck. Die Führung fiel zunächst nach einem unglücklich abgefälschten Schuss, ehe Timon Westendorf in der 18. Minute zum 1:0 traf und in der 27. Minute per sehenswert herausgespielter Aktion auf 2:0 erhöhte. Kurz vor der Pause stellte Bavenstedt auf 3:0 und legte damit den Grundstein für den klaren Erfolg. Nach dem Seitenwechsel drehte insbesondere Ayman Ata’Allah auf: Zwischen der 45. und 58. Minute erzielte er innerhalb kürzester Zeit vier Treffer und sorgte damit praktisch im Alleingang für die Vorentscheidung. Auch danach ließ Bavenstedt nicht nach. Andre Bartel erhöhte in der 81. Minute auf 7:0, ehe Westendorf in der Schlussphase mit seinen Treffern zwei und drei (85., 89.) den 9:0-Endstand herstellte. „Das Ergebnis spiegelt den Spielverlauf insgesamt gut wider. Von Beginn an war unsere Mannschaft präsent und über weite Strecken die spielbestimmende Elf“, erklärte Bavenstedts Trainer Christopher Sikora nach der Partie. Besonders hob er die Effizienz und das konsequente Ausspielen der Tempovorteile hervor: „Wenn es läuft, dann läuft es – aber das ist nur durch eine starke Mannschaftsleistung möglich.“ Über die gesamten 90 Minuten dominierte der SV Bavenstedt II die Partie klar und ließ den Gästen aus Himmelsthür kaum Luft zum Atmen.

Jubel über den Aufstieg. Foto: Privat

SV Emmerke – VfR Germ. Ochtersum II 1:6 (1:3).

Der VfR Germania Ochtersum II hat sein Auswärtsspiel beim SV Emmerke klar mit 6:1 gewonnen und dabei vor allem offensiv eine überzeugende Leistung gezeigt. Die Gäste erwischten den besseren Start und gingen bereits in der 9. Minute in Führung: Nach Vorarbeit von Henri Flindt vollendete Nico-Marius Friedrich zum 0:1. Die Antwort der Hausherren ließ jedoch nicht lange auf sich warten – nur eine Minute später stellte Joey Wirries auf 1:1. Ochtersum blieb davon unbeeindruckt und übernahm zunehmend die Kontrolle. Kurz vor der Pause sorgte der VfR für die Vorentscheidung: Zunächst traf Lukas Schaper nach Vorlage von Maurice Schwalenberg zum 1:2 (38.), ehe erneut Friedrich kurz vor dem Halbzeitpfiff auf 1:3 erhöhte (45.). Auch nach dem Seitenwechsel blieb Ochtersum spielbestimmend. Wieder war es Friedrich, der als Vorlagengeber glänzte und Schaper zum 1:4 in Szene setzte (58.). In der Schlussphase legten die Gäste nach: Liam Kolbe traf nach Vorarbeit von Schaper zum 1:5 (80.), ehe Maurice Schwalenberg nach Zuspiel von Flindt den 1:6-Endstand besorgte (90.). Trotz der deutlichen Niederlage hat der SV Emmerke den Klassenerhalt so gut wie sicher, da auch der TuS Hoheneggelsen parallel verlor.

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Spielte stark auf: Ochtersums Nico-Marius Friedrich. Foto: Liann Wirries