Am 27. Spieltag der Kreisliga haben Ahrbergen, aber auch Drispenstedt einen großen Schritt Richtugn Bezirksliga gemacht. Im Tabellenkeller bleibt es weiter eng. Nordstemmen hat durch die Pleite im Kellerduell wieder die Rote Laterne übernommen.

Titelbild: Viel los im Drispenstedter-Strafraum. HüMax-Spieler Jakob Bruns verfehlt den Ball nur knapp. Foto: Bernward Jarzembski

FC Concordia Hildesheim – SV Teutonia Sorsum 0:0.

Von Beginn an übernahm der FC Concordia Hildesheim im Duell gegen den SV Teutonia Sorsum die Kontrolle und erspielte sich früh erste Möglichkeiten. Bereits nach drei Minuten kam Roberto Cid-Valdés frei zum Abschluss, verfehlte das Tor jedoch. In der 15. Minute bot sich dem Offensivspieler eine nahezu identische Situation, doch erneut ging der Ball über das Tor.
Die Gastgeber blieben vor allem im ersten Durchgang die klar aktivere Mannschaft. Die nächste Chance vergab Marlon Laubinger in der 25. Minute, als er alleine auf den Torwart zulief, den Ball jedoch nur an den Pfosten setzte. Von Sorsum kam offensiv in der ersten Halbzeit kaum etwas, während Concordia das Spielgeschehen weitgehend kontrollierte.
Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich die Partie ausgeglichener. Concordia machte weiterhin Druck, doch auch Sorsum kam nun häufiger gefährlich vor das Tor und setzte eigene offensive Akzente. Klare Torchancen gab es auf beiden Seiten, ein Treffer wollte jedoch keinem Team gelingen. Concordia-Coach Sigmund Laubinger sprach nach der Partie von einem „im Großen und Ganzen gerechten 0:0“.

Concordia-Spieler Robert Cid-Valdes (rechts) behauptet den Ball gegen Sorsumer Leon Bruns (links). Foto: Gerhard Peisker

TuS Lühnde – SSV Elze 1:1 (1:0).

Die Gastgeber aus Lühnde gingen stark ersatzgeschwächt in die Begegnung. „Alle haben sich den Nicht-Aufstieg von Hannover angeguckt“, scherzte Co-Trainer Philipp Bergmann nach dem Spiel. Entsprechend halfen einige Routinier-Spieler aus, was sich auch im Spielverlauf bemerkbar machte. Lühnde stellte sich tief auf und konzentrierte sich vor allem auf die Defensive, während Elze deutlich mehr Ballbesitz und Spielanteile hatte. Wirklich zwingend wurde es jedoch auf beiden Seiten zunächst selten. Die Führung für Lühnde fiel kurz vor der Pause: Christopher Schulze Kökelsum nutzte einen individuellen Fehler in der Elzer Defensive, setzte sich durch und lief alleine auf den Torwart zu, den er zum 1:0 überwand.
Nach dem Seitenwechsel erhöhte Elze spürbar den Druck und verlagerte das Spielgeschehen zunehmend in die Hälfte der Gastgeber. Viele Angriffe und zahlreiche Standardsituationen brachten jedoch zunächst keinen Erfolg. Erst in der Schlussphase wurde der Druck schließlich belohnt: Nach einem Handspiel entschied der Schiedsrichter auf Elfmeter, den Elze zum 1:1-Endstand verwandelte.

TSV Föhrste – PSV GW Hildesheim 6:0 (5:0).

Der TSV Föhrste hat im Heimspiel gegen den PSV GW Hildesheim einen deutlichen 6:0 (5:0)-Erfolg gefeiert und damit vorzeitig den Klassenerhalt feiern können. Die Gastgeber erwischten einen optimalen Start und setzten früh die ersten Akzente. Nach einer sehenswerten Kombination brachte Toni Ivankovic den TSV in der 25. Minute mit 1:0 in Führung. Nur kurze Zeit später legte Föhrste direkt nach: Drazen Ivankovic vollendete ein starkes Zusammenspiel aus rund 20 Metern mit einem platzierten Abschluss zum 2:0 (26.). Föhrste blieb auch danach klar tonangebend und erhöhte den Druck weiter. In der 28. Minute spielte sich Ricardo Hischer nach einem tiefen Steckpass frei und traf souverän zum 3:0. Nur wenige Minuten später sorgte Eike Tönnies für den nächsten Treffer, als seine Flanke immer länger wurde und sich schließlich zum 4:0 ins Tor senkte (36.). Kurz vor der Pause stellte Hischer nach einem schnellen Umschaltmoment mit seinem zweiten Treffer den 5:0-Halbzeitstand her. Auch nach dem Seitenwechsel blieb der TSV spielbestimmend. Der PSV GW Hildesheim bemühte sich zwar weiterhin um den Anschluss, kam jedoch kaum zu gefährlichen Aktionen und musste im Verlauf der Partie zudem eine Rote Karte hinnehmen, als David Sudholt nach Foulspiel vom Platz flog. In der 63. Minute setzte Föhrste schließlich den Schlusspunkt: Toni Ivankovic traf in einer Phase, in der die Gäste etwas besser im Spiel waren, zum 6:0-Endstand. Spielender Co-Trainer David Paasche zeigte sich nach dem Spiel zufrieden: „Das nächste Endspiel gewonnen, ich bin sehr stolz auf die Mannschaft.“

SV RW Ahrbergen – VfV Borussia 06 Hildesheim II 4:0 (3:0).

Der SV RW Ahrbergen hat im Heimspiel gegen die Reserve von VfV Borussia 06 Hildesheim II einen klaren 4:0 (3:0)-Erfolg gefeiert und damit einen wichtigen Schritt in Richtung Bezirksliga gemacht. VfV 06 II bleibt dagegen weiter im Abstiegskampf. Die Gastgeber starteten dominant in die Partie und wurden dabei vor allem von einem überragenden Nils Krüger getragen. Der Angreifer erzielte vor der Pause einen lupenreinen Hattrick und stellte damit früh die Weichen auf Sieg. Zunächst verwertete er in der 29. Minute eine Vorlage von Erik Fuhrmann, ehe er nur wenige Minuten später eine Flanke von Jonas Morison zum 2:0 verwertete (35.). Kurz vor dem Halbzeitpfiff legte Krüger nach einem weiteren Angriff das 3:0 nach (45.+1) und sorgte damit bereits für eine Vorentscheidung. Auch darüber hinaus hatte Ahrbergen weitere gute Möglichkeiten, scheiterte jedoch mehrfach am stark reagierenden VfV-Torhüter Ardem-Labi Djoudi. Die Gäste selbst kamen offensiv kaum zur Entfaltung und wurden lediglich durch einen Fernschuss von Jane Zlatkov gefährlich. Im zweiten Durchgang flachte die Partie etwas ab, beide Teams gingen das Spiel etwas ruhiger an. Ahrbergen kontrollierte jedoch weiterhin das Geschehen und ließ defensiv nichts anbrennen. Den Schlusspunkt setzte schließlich Henrik Preiß in der 77. Minute, der einen fälligen Strafstoß nach Foul an Krüger sicher zum 4:0-Endstand verwandelte. Damit stand am Ende ein souveräner und hochverdienter Heimsieg für den SV RW Ahrbergen, der in den letzten drei Spielen nur noch einen Punkt für den Aufstieg benötigt und damit so gut wie aufgestiegen ist.

Überragender Mann auf dem Platz. Ahrbergens Nils Krüger (2.v.l.). Foto: Stephan Gaube

FSV Algermissen – 1. FC Sarstedt 0:3 (0:0).

Der FSV Algermissen hat im Heimspiel gegen den 1. FC Sarstedt eine 0:3 (0:0)-Niederlage hinnehmen müssen und damit im Aufstiegsrennen einen herben Rückschlag kassiert. Die Gäste aus Sarstedt hatten von Beginn an mehr Ballbesitz und kontrollierten das Geschehen weitgehend. Algermissen konzentrierte sich vor allem auf die Defensive und lauerte auf Konter, kam dabei aber dennoch zu zwei guten Möglichkeiten. Sarstedt tat sich trotz spielerischer Überlegenheit zunächst schwer, klare Chancen herauszuspielen, sodass es torlos in die Halbzeit ging. Nach dem Seitenwechsel fiel dann der erste Treffer: Nach einer Ecke von Zaifeddin Myri stieg Nils Kirchhoff am höchsten und köpfte am zweiten Pfosten zur 1:0-Führung für Sarstedt ein (51.). In der Folge erhöhte Algermissen nochmals den Druck und kam unter anderem zu einem Lattentreffer, sodass sich eine offene Partie mit Chancen auf beiden Seiten entwickelte. Die Entscheidung fiel schließlich in der Schlussphase: Nach einem Konter und starker Kombination im Zusammenspiel mit Peman Gangir traf Adris Jankir zum 2:0 (79.). Den Schlusspunkt setzte Sarstedt in der 90. Minute: Nach einem Steckpass von Yousef Emghames setzte sich Gangir im Duell durch und legte uneigennützig auf Jankir quer, der zum 3:0-Endstand einschob.

VfL Nordstemmen – RSV Achtum 2:5 (0:2).

Der VfL Nordstemmen hat das Abstiegsduell gegen den RSV Achtum deutlich mit 2:5 (0:2) verloren und damit einen herben Rückschlag im Tabellenkeller hinnehmen müssen. Die Gäste aus Achtum feierten dabei nicht nur einen wichtigen, sondern auch den ersten Sieg im Kalenderjahr und setzten sich am Ende hochverdient durch. Besonders Philip Hawranke war kaum zu stoppen und führte seine Mannschaft mit einem Doppelpack in der ersten Halbzeit auf die Siegerstraße. Bereits in der 13. Minute traf er zur Führung, kurz vor der Pause erhöhte er in der 45. Minute auf 0:2. „Wir konnten nach dem frühen 0:1 den Druck aufrechterhalten und zu einem psychologisch wichtigen Zeitpunkt auf 0:2 erhöhen“, erklärte Achtums Co-Trainer Godehard Hecke zufrieden. Auch nach dem Seitenwechsel blieb der RSV die bessere Mannschaft. Der überragende Hawranke sorgte in der 63. Minute für die Vorentscheidung zum 0:3. Aydil Hauery erhöhte in der 73. Minute auf 0:4, ehe David Hauschild in der 88. Minute sogar das 0:5 folgen ließ. Nordstemmen konnte in der Schlussphase lediglich noch Ergebniskosmetik betreiben. Mike Sander traf dabei in der Nachspielzeit doppelt (90., 90.+1) zum 2:5-Endstand. Durch die Niederlage rutscht der VfL Nordstemmen auf den letzten Tabellenplatz ab. „Großen Dank auch an die Achtumer Fans, die uns heute zahlreich und lautstark unterstützt haben“, sagte Hecke abschließend. Nordstemmens Trainer Christian Knöbl:

Achtum hat völlig zurecht gewonnen, und wenn dieses Spiel keine Reaktion bei der Mannschaft hervorruft, ist der Verbleib in der Kreisliga mehr als gefährdet.

SC Drispenstedt – Spvgg. Hüdd.-Machtsum 2:2 (0:1).

Die Partie begann mit einer vorsichtigen Abtastphase, in der beide Teams zunächst Sicherheit suchten, aber dennoch früh zu ersten Abschlüssen kamen. Bereits in der zweiten Minute musste HüMax-Keeper Landsberg nach einem Versuch von Mahmud Siala erstmals eingreifen, zeigte sich dabei aber sicher. Auch die Gäste fanden nach kurzer Anlaufzeit besser ins Spiel und kamen in der 14. Minute durch Gerrit Höft zu einer ersten guten Möglichkeit, die jedoch vom Drispenstedter Schlussmann Mateusz Zöllner entschärft wurde. Insgesamt entwickelte sich eine offene erste Hälfte mit hohem Tempo und guten Umschaltmomenten auf beiden Seiten. Drispenstedt hatte in der 26. Minute die bis dahin größte Chance: Nach einem Steckpass tauchte Riind Salihi frei vor dem Tor auf, scheiterte jedoch am stark reagierenden Landsberg. Nur wenig später bot sich auf der Gegenseite eine große Gelegenheit für Hüddessum/Machtsum, doch auch hier blieb der Torhüter Sieger im Duell. In der 34. Minute gingen die Gäste schließlich in Führung. Nach einem indirekten Freistoß aus rund 17 Metern traf Jonas Deister sehenswert in den Winkel zum 0:1. Kurz vor der Pause verpassten die Gäste sogar das 0:2, als erneut Zöllner mit einer starken Parade gegen Erik Wolligand rettete.
Nach dem Seitenwechsel kam Drispenstedt besser aus der Kabine und erhöhte den Druck. In der 61. Minute führte eine Kombination über Siala und Rachidi schließlich zum verdienten 1:1-Ausgleich. In der Folge blieb die Partie ausgeglichen, ehe die Gäste in der 73. Minute per Elfmeter die große Chance zur erneuten Führung hatten. Doch Zöllner parierte den Strafstoß stark und hielt seine Mannschaft im Spiel. Die Schlussphase wurde zunehmend hektisch und von vielen Unterbrechungen geprägt. Acht Minuten vor dem Ende ging Drispenstedt durch einen direkt verwandelten Freistoß von Siala mit 2:1 in Führung. Hüddessum/Machtsum zeigte jedoch Moral und kam in der 90. Minute ebenfalls per Strafstoß durch Yan Luca Marheineke zum 2:2-Ausgleich. In der Nachspielzeit hatten die Gäste sogar noch den Sieg auf dem Kopf, doch erneut war es Zöllner, der mit einer starken Parade das Remis festhielt.

HüMax-Spieler Tilmann Suda (links) versucht den Schuss von Drispensteds Mahmud Siala zu blocken. Foto: Bernward Jarzembski.

TSV Deinsen – SV Alfeld II 3:3 (2:3).

Von Beginn an war das Derby von hoher Intensität und vielen Zweikämpfen geprägt. Deinsen erwischte zunächst den besseren Start und ging nach einem Getümmel im Strafraum durch Mensur Isufi mit 1:0 in Führung (16.). In der Folge übernahmen jedoch die Gäste zunehmend die Kontrolle und präsentierten sich vor allem in den direkten Duellen präsenter und zielstrebiger. Der Ausgleich fiel durch Maurice Wittek, der nach einem Steckpass frei vor dem Tor auftauchte und im Eins-gegen-Eins sicher zum 1:1 vollendete (18.). Nur wenig später drehte Alfeld die Partie: Deniz Yüksel setzte sich nach einem langen Ball stark gegen zwei Gegenspieler durch und lupfte den Ball sehenswert über den Torhüter zum 1:2 (26.). Noch vor der Pause erhöhte Arvin Handrick nach Vorlage von Zahit Hammudoglu auf 1:3 (36.). Deinsen ließ sich jedoch nicht abschütteln und verkürzte kurz vor der Halbzeit per Handelfmeter durch Ousmane Soumah auf 2:3 (43.).
Nach dem Seitenwechsel zeigte sich der TSV deutlich verbessert und war die aktivere Mannschaft, während Alfeld sich zunehmend auf die Defensive konzentrierte. Die Gäste verpassten es dabei, frühzeitig für die Entscheidung zu sorgen: Einen Foulelfmeter von Handrick konnte Deinsens Torhüter Mathias Meinhart entschärfen. In der Schlussphase wurde es noch einmal hektisch. Nach einer Gelb-Roten Karte für Finn Hirsch spielte Alfeld in Unterzahl, während Deinsen alles nach vorne warf. In der Nachspielzeit kam schließlich den Ausgleich: Eine Flanke seegelte auf den zweiten Pfosten, wo Ousmane Soumah per Kopf an die Unterkante der Latte traf und von dort sprang der Ball zum umjubelten 3:3 ins Tor. Nach dem Schlusspfiff zeigte der Schiedsrichter dem Alfeld-Coach Sven Jakob nach unsportlichem Verhalten die Rote Karte.