Am vorletzten Spieltag der Handball Oberliga musste Eintracht Hildesheim im Kellerduell gegen Rohrsen eine knappe Niederlage hinnehmen. Damit folgt am letzten Spieltag das Saisonfinale.

Foto Titelbild von Adrian Spieler

Eintracht Hildesheim – MTV Rohrsen 39:40 (22:21).

Was für ein Krimi im Kellerduell: Mit insgesamt 79 Treffern lieferten sich Eintracht Hildesheim und der MTV Rohrsen ein echtes Offensivspektakel, mit dem bitteren Ende für die Gastgeberinnen, die sich am Ende knapp mit 39:40 (22:21) geschlagen geben mussten. Zunächst lief die Eintracht einem Rückstand hinterher, ehe Celien Sperling ihre Farben nach rund zwölf Minuten erstmals in Führung brachte. In der Folge kam Hildesheim immer besser ins Spiel und konnte sich zwischenzeitlich sogar auf fünf Tore absetzen. Doch Rohrsen zeigte Moral und verkürzte mit einem starken Endspurt vor der Pause auf 21:22. Vor allem Birte Gellermann und Weronika Baba bereiteten der Eintracht-Defensive große Probleme. Bei Eintracht überzeugte vor allem Antonia Westland mit großer Treffsicherheit.
Auch im zweiten Durchgang blieb das Spiel intensiv und torreich. Hildesheim erwischte den besseren Start und zog erneut auf vier Tore davon, schaffte es aber nicht, den Vorsprung entscheidend auszubauen. Rohrsen blieb hartnäckig dran, und so entwickelte sich eine packende Schlussphase. In den letzten Minuten kippte das Momentum schließlich auf die Seite der Gäste, die sich kurz vor Schluss mit zwei Treffern absetzen konnten. Doch die Eintracht gab sich nicht geschlagen: 30 Sekunden vor dem Ende erzielte Jana Grüetzner den umjubelten Ausgleich zum 39:39. Die Hoffnung auf zumindest einen Punkt währte jedoch nur kurz, im direkten Gegenzug traf Cathrin Trant für den MTV Rohrsen zum viel umjubelten 40:39-Siegtreffer. So kommt es für Eintracht am letzten Spieltag zum echten Krimi. Gleich drei punktgleiche Teams müssen zittern. Ein Team steigt neben MTV VJ Peine ab.

Eintracht Hildesheim: Antonia Westland (14 Treffer), Marie Franke (8), Sophie Hollenbach (6), Eyleen Schulz, Celine Sperling und Jana Gruetzner (je 3) und Carolin Bollermann (je 1).

SG Zweidorf/Bortfeld – SG Börde 24:31 (10:17).

Die SG Börde hat ihre starke Saison mit einem weiteren Erfolg untermauert und sich bei der SG Zweidorf/Bortfeld deutlich mit 31:24 (17:10) durchgesetzt. Gleichzeitig leistete das Team wichtige Schützenhilfe für Eintracht Hildesheim. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase brauchte Börde zunächst etwas, um ins Spiel zu finden. Im Laufe der ersten Halbzeit steigerte sich das Team jedoch merklich, agierte immer sicherer und setzte sich Schritt für Schritt ab. Kurz vor der Pause konnten die Gäste den Vorsprung dann deutlich ausbauen und gingen mit einer komfortablen 17:10-Führung in die Kabine. Auch nach dem Seitenwechsel gab sich der Gastgeber nicht auf und versuchte, den Rückstand zu verkürzen. Doch Börde behielt die Kontrolle, ließ sich auch von kleineren Schwächephasen nicht aus dem Konzept bringen und brachte den Vorsprung souverän über die Zeit. Beste Werferin der Partie war Lilly Folger mit starken acht Treffern.

SG Börde: Lilly Folger (8 Treffer), Marisa Gutsche (6), Rika Pape und Jamie Lee Märsch (je 5), Hannah Bartels (2), ANika Lehrke, Marie Müller, Laura Snoek, Marie Christin Hanel und Lena-Marie Holstein (je 1).

Börde-Trainerin Laura Naß zeigte sich nach dem Spiel zufrieden, sah aber auch noch Verbesserungspotenzial:

Zu Beginn gestaltete sich das Spiel ähnlich schwer, wie erwartet. Uns fehlte die gewohnte Leichtigkeit und wir brauchten einige Minuten, um ins Spiel zu finden. Dann gelang es uns, das Tempospiel hochzufahren und viele einfache Abschlüsse zu erzielen. Viele Bälle konnten von der gegnerischen Torfrau noch entschärft werden, sonst wäre der Vorsprung zur Halbzeit noch deutlicher gewesen. In Halbzeit zwei kamen wir nicht so gut aus der Kabine, ließen einige Würfe liegen, bei denen wir sonst rechtzeitig agieren. Trotzdem haben wir nie den Faden verloren und unser Spiel weiter aufgezogen. Am Ende gewinnen wir verdient. Jede Spielerin hat ihren Beitrag geleistet. Nun freuen wir uns auf das letzte Saisonspiel am kommenden Samstag. Hier wollen wir die Saison natürlich mit einem Sieg beenden, um hinter diese grandiose Entwicklung der Mannschaft und den 4. Tabellenplatz ein Ausrufezeichen zu setzen.