Sie versuchten es mit spielerischen Mitteln und Passstafetten, aber das hat nicht gereicht. Die Sportfreunde Söhre haben ihr Heimspiel gegen den TSV Altenholz mit 25:32 verloren. Der Abstieg in die Regionalliga droht.

Am drittletzten Spieltag sind die Hoffnungen der Sportfreunde Söhre auf den Klassenerhalt in der 3. Liga Nordost auf ein Minimum gesunken. Die Sportfreunde mussten gegen Topteam TSV Altenholz eine deutliche 25:32-Heimniederlage hinnehmen. Jetzt hilft dem gallischen Handballdorf nur noch ein Wunder. Die Söhrer müssen ihre letzten beiden Spiele gegen Flensborg und in Barmbek gewinnen und auf Ausrutscher der Konkurrenten HSG Ostsee und Oranienburg hoffen. Das sind ziemlich viele Eventualitäten, daher müssen sich die Sportfreunde wohl mit dem Abstieg in die Regionalliga vertraut machen. Künftig heißt der Derbygegner nicht mehr HC Eintracht Hildesheim sondern TuS Himmelsthür und eventuell noch SV Alfeld. Gegen den TSV aus dem Kieler Vorort ließen die Sportfreunde vor einfache Handballtugenden vermissen. „Werft doch einfach mal aufs Tor“, rief Manager Matthias Ihmann zu Beginn der zweiten Halbzeit aus dem Vorraum der Steinberghalle, als sein Team es mal wieder spielerisch lösen wollte. Die erste Halbzeit verlief ähnlich. Im Angriff spielten die Sportfreunde oft zu umständlich. Der 12:15-Pausenrückstand war zu diesem Zeitpunkt noch erträglich. Direkt nach dem Seitenwechsel erwischten die Gäste, die mit einfachem Handball zum Erfolg kamen, einen 3:0-Lauf zum 12:18. Söhres Trainer Sascha Bertow nahm eine Auszeit und nun fand sein Team zurück ins Spiel. Der eingewechselt Torwart Lukas Reichenbach parierte einige Bälle und seine Vorderleute holten Tor um Tor auf. Tom Hanel traf in der 43. Minute zum 19:19. Dieses Momentum konnten die Söhrer nicht nutzen. Die letzten Minuten kamen einem Debakel gleich. Nur noch sechs Treffer gelangen den Sportfreunden und letztlich setzte es eine deutliche 25:32-Niederlage. „Rechnerisch ist noch alles drin, aber wir müssen uns wohl mit der Regionalliga beschöftigen“, sagte Vorstandsmitglied Armin Breitmeyer. Die Spieler hatten nach dem Spiel Tränen in den Augen,, bezeichnend für diesen Abend. Am Ende bedankte sich die Mannschaft artig bei den 386 Fans, die wohl das vorletzte Drittliga-Heimspiel ihrer Sportfreunde sahen. Die Welt wird aber nicht untergehen. „Unser Kader bleibt zusammen“, sagte Manager Ihmann, aber für den Moment war erst einmal kein guter Spieltag für die Handballer. Es war eher ein Scheiß-Samstag!

Tom Folger konnte sich nur selten gegen die gute Altenholzer Abwehr durchsetzen.