Am heutigen Sonntag kam es in der Bezirksliga im Kellerduell zwischen dem TuSpo Lamspringe und dem SV Türk Gücü Hildesheim zu einem Spielabbruch.

Beide Teams spielen weiterhin gegen den Abstieg. Dementsprechend startete das Spiel in Lamspringe umkämpft, aber fair. Im ersten Durchgang hatte Lamspringe die besseren Torchancen zu verzeichnen, doch die Zuschauer sahen kein Tor. Kurz vor der Pause schwächte sich Türk Gücü nach wiederholtem Foulspiel selbst und spielte fortan in Unterzahl, weil Hoshyar Taha Bash die Gelb-Rote Karte sah. „Es waren zwei Fouls, daher sehr bitter. Den Platzverweis kann man geben“, kommentierte der SV-Trainer Enes Ujkanovic den Platzverweis.

Nach dem Seitenwechsel überschlugen sich die Ereignisse. Nach Vorarbeit von Andreas Buchsbaum brachte Pascal Wunnenberg Lamspringe mit 1:0 in Front. Bei der Aktion reklamierte Türk Gücü ein vorheriges Aus. „Vor dem Abspiel war der Ball eindeutig im Aus“, sagte Ujkanovic. Kurz danach erhöhte Jan-Mika Bartetzko nach Pass von Buchsbaum auf 2:0 (60.). „Auch hier gibt es Gesprächsbedarf, weil mein Spieler zuvor an der Mittellinie angegangen ist und liegen bleibt. Eine klare Tätlichkeit, die nicht geahndet wird“, sagte Ujkanovic, der in der Folge eine kuriose Szene nach der anderne wahrnimmt: „Wir schießen ein Tor, was plötzlich nicht zählt. In einer anderen Situation wird mein Spieler Ulrich Tchakounte Leukeu gefoult, läuft aber weiter und zieht in den Strafraum ein. Es kommt zu einer gefährlichen Situation, doch plötzlich pfeift der Schiedsrichter und entscheidet auf Foulspiel. Am Ende waren es zu viele Signale. Irgendwann wurde es zu viel, sodass ich die Reißleine ziehen musste. Wir haben ohnehin einen zu schmalen Kader und aufgrund der zahlreichen Gelben Karten mussten wir reagieren und haben aus Selbstschutz den Platz verlassen. Wir haben uns zu sehr benachteiligt gefühlt“, erlärte Ujkanovic seine Entscheidung, mit der Mannschaft in der 70. Minute geschlossen den Platz zu verlassen. Auf der anderen Seite sagte Lamspringes Kapitän Jannik Becker: „Wir waren ehrlich gesagt sehr darüber überrascht, dass Türk Gücü dann geschlossen das Spielfeld verlassen hat.“