Großer Jubel beim HC Eintracht Hildesheim! Am Freitagabend gewann der HC mit 29:25 in der Braunschweiger Volkswagenhalle.

Die Erleichterung war den Eintracht-Handballern sichtlich anzumerken. Mit dem Schlusspfiff lief die gesamte Mannschaft in Richtung der Gästefans und feierte dort anschließend den Sieg und auch den Derbyhelden Leon Krka, welcher gegen seinen Ex-Club eine hervorragende Leistung mit etlichen Paraden zeigte, minutenlang. Gab es in der letzten Woche noch deutliche Kritik nach der Pleite und schwachen Leistung gegen den Oranienburger HC, so zeigte man am Freitagabend eine gute und vor allem kämpferische Leistung, die auch den gut 250 mitgereisten Eintracht-Fans sichtlich Spaß bereitete.

Dabei sah schon der Beginn in der großen Volkswagenhalle, in welche der MTV Braunschweig dieses Spiel verlegte und mit fast 5000 Zuschauenden einen besonderen Rahmen schaffte, aus Sicht des HCE vielversprechend aus. Nach neun Minuten führte die Eintracht bereits mit 7:3, weil Krka direkt sensationell parierte und im Angriff durch das Comeback von Jakub Tonar im Zusammenspiel mit Spielmacher Piet Möller nahezu alles funktionierte. MTV-Trainer Volker Mudrow nahm direkt ein erstes Timeout: mit Wirkung. Die Hausherren fanden in der Folge besser in das Spiel und verkürzten durch den treffsicheren Melf Hagen zum 7:8 (18. Spielminute). Zwei Siebenmetertore von Möller zum 8:12 den alten Abstand wieder her. Diese Führung behauptete die Eintracht bis in die Halbzeit, in welche sie mit einer 13:11-Führung gingen.

Nach der Pause gestaltete sich das Spiel aber etwas enger, auch weil der HC Eintracht sich im Angriff einige Fehler leistete. Zwar verkürzten die Braunschweiger immer wieder auf ein Tor, die Mannschaft von Coach Daniel Deutsch behauptete jedoch den knappen Vorsprung, weil Krka weiter wichtige Paraden sammelte. Nachdem Ex-Hildesheimer Bela Pieles in der 49. Minute noch einmal zum 21:22 verkürzte, machten die Hildesheimer in den Schlussminuten aber den Sack zu. Ein Fünf-Tore-Lauf zum 21:27 mit Toren von Möller, Tonar, Quedenbaum und Szmetan machte alle Braunschweiger Hoffnung einer Aufholjagd zunichte. Die mitgereisten Hildesheimer begannen auf der Tribüne schon mit dem Feiern, während auf der Platte die Gastgeber noch Ergebniskosmetik betrieben. Am Ende stand ein 29:25-Derbysieg auf der Anzeigetafel, welchen sich die Hildesheimer absolut verdient erspielten, was auch Mudrow im Trainergespräch bestätigte: ,,Hildesheim hat das Spiel verdient gewonnen!“

Letztendlich zeigten sich alle, die es mit den Hildesheimer hielten, mit der Leistung und der Reaktion des Teams sehr zufrieden. Der Auftritt gegen den Spitzenreiter zeigte erneut, dass der HC Eintracht die Topspiele für sich entscheiden kann. Den Braunschweigern war hingegen die Enttäuschung beide Derbys und das Highlightspiel in der großen Halle zu verlieren anzusehen, auch wenn sie weiterhin die Liga mit 42:8-Punkten anführen. Beste Werfer des Spiels waren auf Seiten des Heimteams Melf Hagen (12/4), während bei Eintracht Piet Möller ebenfalls das Dutzend vollmachte (12/6). Comebacker Tonar steuerte starke sieben Tore bei.